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15.09.2011

Entführten Kindern geht es nach Rückkehr gut

Axel Hüls. Foto: PR/Polizei

Hannover (idea) – Den vier Kindern aus Hermannsburg bei Celle, die von ihrem Vater nach Nordafrika entführt worden waren, geht es gut. „Jonas, Benjamin, Miriam und Lisa spielen viel und haben Spaß miteinander“, erklärte ihre Mutter Katja Hüls (Hermannsburg) am 15. September vor Journalisten in der Bethlehemsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) in Hannover.

Ihr früherer Ehemann, der 37-jährige Axel Hüls, hatte die Kinder am Ostermontag nach Ägypten und dem Sudan verschleppt. Am 7. September wurde er in Kairo festgenommen. Die 34-jährige Mutter schilderte jetzt die 136 Tage des Hoffens und Bangens und die große Freunde, ihre vier bis neun Jahre alten Kinder wieder bei sich zu haben. Sie bat die Medien um Zurückhaltung: „Bitte geben Sie meinen Kindern und mir die Möglichkeit, so schnell wie möglich in unseren Alltag zurückzufinden, indem Sie unsere Privatsphäre respektieren.“ Nur so könne gewährleistet werden, dass die Kinder „ihr normales Leben in der Schule und im Kindergarten wiederbekommen.“ Die Kinder werden psychologisch betreut. „Wir sind noch nicht in Hermannsburg. Ein Zeitpunkt steht noch nicht fest“, sagte die Mutter. Auch ein Datum für die Rückkehr in Kindergarten oder Schule sei noch unklar. Katja Hüls dankte für alle Unterstützung, die sie in Gesellschaft, Politik und Kirche erfahren habe, besonders durch die Große Kreuzgemeinde der SELK in Hermannsburg, der sie und die Kinder angehören. In jedem Gottesdienst sei für sie gebetet worden; Pfarrer Hans-Heinrich Heine sei immer für sie dagewesen und habe einen Spendenaufruf organisiert. Dadurch habe sie sich zumindest über finanzielle Dinge wie die Rückflugtickets keine Gedanken machen müssen. Der Vater sitzt wegen Kindesentziehung in Untersuchungshaft. Zu seinem Motiv und Einzelheiten der Reise hat er sich bisher nicht geäußert. Er vertritt extreme christliche Positionen; deshalb hatte er die SELK-Gemeinde, die er als theologisch zu liberal empfand, vor einigen Jahren verlassen.

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