EKD-Ratsvorsitzender würdigt Verdienste des Unternehmers Werner Otto
Düsseldorf (idea) – Die sozialen Verdienste des verstorbenen Unternehmers Werner Otto hat der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), gewürdigt.
Wie erst jetzt bekannt wurde, war der Gründer des Otto-Versands am 21. Dezember im Alter von 102 Jahren verstorben. Nach Schneiders Worten hat Otto den Grundsatz „Eigentum verpflichtet“ in vorbildlicher Weise mit Leben gefüllt: „Werner Otto hat die ihm von Gott geschenkten Gaben nicht nur für sich, sondern auch für seine Nächsten eingesetzt und so seinen Glauben ganz konkret gelebt. In der Bibel heißt es ‚Wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott‘ (Sprüche 14,31); diese besondere Art des Gottesdienstes war Werner Otto stets ein Anliegen.“ Dabei habe sein besonderes Augenmerk kranken Kindern gegolten. Bereits Ende der 60er Jahre hatte er die „Werner-Otto-Stiftung zur Förderung der medizinischen Forschung“ ins Leben gerufen. Das bisher größte Projekt der Stiftung ist das Werner Otto Institut der Evangelischen Stiftung Alsterdorf zur Früherkennung und Frühbehandlung mehrfach behinderter Kinder. Aber auch die Pflege deutschen Kulturgutes im In- und Ausland sei dem Unternehmer stets ein Anliegen gewesen. In seinem Geburtsort Seelow finanzierte er den Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Turms und des Hauptschiffs der evangelischen Kirche. Seit 2009 war Werner Otto gemeinsam mit seiner Frau Maren Ehrenmitglied im Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche/Potsdam.
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