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07.02.2012

EKD-Ratsvorsitzender: Wirtschaft soll dem Menschen dienen

Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider: Es darf keinen „Totalitätsanspruch des Ökonomischen“ geben. Foto: idea/kairospress

Mainz (idea) – Ein menschengerechtes Wirtschaften hat der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), gefordert.

Alle Wirtschaftssysteme und Finanzpolitik müssten daran gemessen werden, „ob und inwieweit sie verhindern, dass Menschen um gerechten Lohn und gerechte Teilhabe betrogen, ausgebeutet, erniedrigt und entwürdigt werden“, sagte er laut einer Mitteilung der EKD-Pressestelle am 7. Februar in Mainz. Wirtschafts- und Finanzpolitik hätten einer „sozialen und solidarischen Gemeinschaft von Menschen“ zu dienen. Schneider betonte zugleich, dass Kirche und Theologie keinesfalls daran gelegen sei, gewinnorientiertes Unternehmertum und jeglichen materiellen Reichtum zu verteufeln. Aber es sei wichtig, dass Menschen sich mit ihren „irdischen Schätzen“ auch Schätze im Himmel sammelten. Und das – so bezeuge es die Bibel – gehe nur, wenn Menschen ihre Herzen und Hände für die Bedürfnisse und Nöte ihrer Mitmenschen öffneten und die irdischen Schätze nicht als letztgültige Ziele vergötzten. Deshalb dürfe es keinen „Totalitätsanspruch des Ökonomischen“ geben.

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