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26.07.2010

Das Heilige Land ohne Christen?

Künftiger LWB-Präsident Bischof Dr. Munib A. Younan: Für Palästinenser beten. Foto: JEI

Stuttgart (idea) – Zum Gebet für das Verbleiben palästinensischer Christen im Heiligen Land hat der gewählte neue Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Dr. Munib A. Younan (Jerusalem), aufgerufen.

Man solle dafür beten, dass sie „nicht ihren Glauben verlieren und das Land verlassen“, sagte er in einer Predigt am 25. Juli in der Andreas-Kirche in Stuttgart-Uhlbach. Christus habe in diesem Land gelebt und gewirkt. „Wer könnte sich das Heilige Land ohne Christinnen und Christen vorstellen?“ fragte der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land (ELKJHL). Er wird am 27. Juli als Präsident des Weltbunds eingeführt, der 145 Kirchen mit mehr als 70 Millionen Mitgliedern umfasst. Die ELKJHL hat rund 3.000 Mitglieder in Jerusalem, Bethlehem, Beit Jala, Beit Sahur, Ramallah und Amman. Die palästinensischen Christen machen laut Younan weniger als 1,5 Prozent der Bevölkerung aus. Der Bischof nannte drei Gründe, warum palästinensische Christen ihre Heimat verlassen: politische Auseinandersetzungen, Mangel an Arbeitsplätzen und der zunehmende politische und religiöse Extremismus. Trotz aller Schwierigkeiten habe das palästinensische Christentum 2000 Jahre überlebt. Dies sei möglich gewesen, „weil wir den Tod und die Auferstehung unseres Herrn in unseren Leibern, unseren Seelen und in unserem Bewusstsein tragen“.

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