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06.01.2012

Christen protestieren gegen Kölner Stunksitzung

Vorwurf: Das alternative Karnevalsprogramm verhöhnt Jesus. Foto: Kölner Stadt-Anzeiger/Wörring

Köln (idea) – Auf Proteste von Christen stößt das alternative Kölner Karnevalsprogramm „Stunksitzung“. In der von politischen Satiren geprägten Veranstaltung wird Jesus Christus auf dem Weg zum Kreuz dargestellt: Er fährt dabei auf einem Elektro-Roller grinsend und jubelnd über die Bühne und trägt sein Kreuz scheinbar federleicht.

„Es ist für mich ein Skandal, wenn Kabarettisten die zentrale Glaubensgestalt der Christen in sinnfreien Klamauk einbeziehen“, erklärte der katholische Kölner Generalvikar Dominik Schwaderlapp am 5. Januar. Auch von Menschen, die den christlichen Glauben nicht teilten, erwarte er ein Mindestmaß an Respekt „vor dem, was uns am Heiligsten ist: vor Gott, der Mensch geworden ist.“ Dazu sagte der Pressesprecher des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, Günter A. Menne, gegenüber idea: Satire werde diesen Respekt immer „schuldig bleiben, wenn die Kleinkunst-Akteure in solchem Maße ‚säkularisiert‘ sind und der Religion nicht nur fernstehen, sondern selbst keine Grenze erkennen, über welche hinaus sie sich in ihrem Spott zurückhalten.“ Es sei ein Zeitsymptom, dass der christliche Glaube und andere Weltreligionen immer wieder zum Ziel solcher Satiren würden. Allerdings sei „eine ‚Beleidigung‘ Christi selbst durch derartige Welt-Phänomene schlechterdings unmöglich“, so Menne. Das alternative Kölner Karnevalsprogramm war in den vergangenen Jahren wiederholt auf Kritik bei Christen gestoßen. Die Kölnische Rundschau kommentierte die Stunksitzung 2012: „Intoleranz wird in der Stunksitzung oft und völlig zu Recht zum Thema gemacht. Diesmal können sich die Stunker an die eigene Nase fassen.“

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