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22.02.2012

„Bildung hilft gegen Arbeitslosigkeit“

Die Sozialforscherin Prof. Jutta Allmendinger. Foto: idea/Halfmann

Essen (idea) - In Deutschland hapert es immer noch mit der Schulbildung. Besonders schlecht dran sind Kinder aus sozial schwachen Familien. Darauf hat die Sozialforscherin Prof. Jutta Allmendinger (Berlin) am 22. Februar in Essen beim „Sozialpolitischen Aschermittwoch“ der Evangelischen Kirche im Rheinland und des katholischen Bistums Essen hingewiesen.

„Bildung hilft gegen Arbeitslosigkeit“, sagte Allmendinger. Doch derzeit erreichten nur 23 Prozent der Kinder aus sozial schwachen Familien ein Hochschulstudium. Um Ungerechtigkeiten auszugleichen, müsse mehr Geld in Erziehung investiert werden, aber nicht auf Kosten des Sozialstaates. Laut Allmendinger kann fast jeder vierte 15-Jährige nicht sinnerfassend lesen und gilt damit als „funktionaler“ Analphabet. Bildung sei aber ein wichtiger Schutzfaktor gegen Armut.

Gott ist bei jenen, die um ihre Existenz fürchten

Nach den Worten des Präses der rheinischen Kirche und EKD-Ratsvorsitzenden, Nikolaus Schneider (Düsseldorf), sollten „Kirchen dafür eintreten, dass eine Gesellschaft zusammenhält“, und dies nicht allein den Politikern überlassen. Die Kirche trage eine besondere Verantwortung für die Armen. Schneider: „Gott ist bei denjenigen, die um ihre Existenz fürchten.“ Der katholische Essener Bischof Franz-Josef Overbeck sagte, Christen sollten für eine „Beteiligungsgerechtigkeit“ eintreten und dazu beitragen, dass fördernde Strukturen zuerst von der Zivilgesellschaft selbst aufgebaut würden.

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