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21.01.2012

Landtagspräsident würdigt evangelikale Schule

Die August-Hermann-Francke-Schule in Gießen weiht ein neues Gebäude ein. Foto: idea/Rösler

Gießen (idea) – Der Präsident des Hessischen Landtages, Norbert Kartmann (CDU), hat die evangelikal orientierte August-Hermann-Francke-Schule in Gießen gewürdigt. Wo man bete und arbeite, könne Bildung gut vermittelt werden, sagte der Politiker am 21. Januar bei der Einweihungsfeier für ein neues Schulgebäude.

In dem dreigeschossigen Bau befinden sich unter anderem eine Aula mit Mensa, Laboratorien für den Fachunterricht in Physik, Chemie und Biologie sowie neun Klassenräume. Die Kosten betrugen 5,5 Millionen Euro. Davon steuerte das Land Hessen 1,8 Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturpaketes bei. Wie Kartmann weiter sagte, werde in der Politik zu viel über die Bildung gestritten: „Unser Schulen sind besser als ihr Ruf.“ Der Leitende Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamtes in Gießen, Arno Bernhardt, dankte der Schule für ihre bisherige erfolgreiche Arbeit. Sie zeige sich nicht nur in den guten Noten der Abschlussarbeiten, sondern auch darin, dass das Begabungspotential schwächerer Schüler entfaltet werde.

Lehrer vermitteln Werte

Die Vorsitzenden der Evangelischen Allianz Gießen, Günter Mandler, und des Schulelternbeirates, Martin Schlicksupp, dankten vor allem den Lehrern. Sie sorgten für einen guten Geist an der Schule und machten „mehr als einen Job“, wenn sie ihren christlichen Glauben in den Schulalltag einfließen ließen und so Orientierung und Werte vermittelten. Schlicksupp kündigte an, dass der Schulelternbeirat 6.500 Euro zur Verschönerung der neuen Räume bereitstellen werde.

Mit großer Vision kleine Schritte gehen

Den Festvortrag hielt der Bankdirektor Daniel Hoster (Frankfurt am Main). Er gehört zur Geschäftsleitung der Deutschen Bank. Hoster ermunterte dazu, eine große Vision zu haben und dann kleine Schritte zu gehen. Das helfe dabei, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen. Dies habe sich auch bei der August-Hermann-Francke-Schule gezeigt, die 1980 ihre Arbeit zunächst in alten und baufälligen Baracken aufgenommen habe. Hoster ging auch auf die Ursachen von Fehlentwicklungen in der Finanzwelt ein. Man brauche sich über gewissenlose Banker oder Manager nicht zu wundern, wenn sie nur ihren eigenen Vorteil im Blick hätten. Dies sei eine Folge ihrer Prägung, nachdem die 68er-Bewegung wie auch kommunistische Politiker „Gott abgeschafft“ hätten. Hoster empfahl eine enge Bindung an Gott, weil der Schöpfer der Welt am besten wisse, wie das Leben gelinge. An der August-Hermann-Francke-Schule werden zur Zeit 780 Kinder und Jugendliche in den Zweigen Grundschule, Realschule und Gymnasium unterrichtet. Schulleiter ist Lothar Jost, Vorsitzender des Trägervereins Edgar Schmidt (Solms bei Wetzlar). Die Schule ist nach dem pietistischen Theologen August Hermann Francke (1663-1727) benannt.

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