Bayern: Kirche und Grüne mit „großer Übereinstimmung“

Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Magarete Bause: Wirtschaftswachstum darf nicht zur Ersatzreligion werden. Foto: PR
München (idea) – „Große Übereinstimmung“ herrschte bei der ersten Begegnung des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm mit der Fraktionsspitze von Bündnis 90/Die Grünen am 1. Februar in München.
Themen waren laut einer Mitteilung der landeskirchlichen Pressestelle die Energiewende, Fragen des ökologischen Umbaus der Wirtschaft und der Kampf gegen Rechtsradikalismus. Die Grünen-Fraktion war durch ihre Vorsitzende, Margarete Bause, und Vorstandsmitglied Ulrike Gote vertreten, die auch religionspolitische Sprecherin der Fraktion ist. Beide Seiten waren sich einig, dass es künftig kein Wirtschaftswachstum mehr geben könne, das allein auf höheren Ressourcenverbrauch setze. „Wirtschaftswachstum darf nicht zu einer Ersatzreligion werden“, so Bause. Der Landesbischof plädierte dafür, „Wohlstand“ so zu definieren, „dass wir ein lebenswertes Leben führen können, ohne künftige Generationen zu belasten“. Er begrüßte es, dass die Notwendigkeit eines ökologisch verträglichen Wirtschaftens und der Energiewende „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen sei. Einig waren sich beide Seiten auch darin, den Rechtsradikalismus zu bekämpfen. Die Landeskirche engagiert sich dazu im „Bayerischen Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenrechte schützen“. In der Frage der Staatsleistungen für die Kirchen halten es der Landesbischof und die Grünen-Vertreterinnen für richtig, wenn der Staat Religionsgemeinschaften für ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Leben unterstütze.
Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.


