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28.01.2012

Baut Häuser für die Christen im Heiligen Land!

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal. Foto: PR

Jerusalem (idea) – Wie kann man die Abwanderung von Christen aus dem Heiligen Land stoppen? Einen ungewöhnlichen Vorschlag dazu hat der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, gemacht.

Der höchste Vertreter der römisch-katholischen Kirche im Heiligen Land rief die katholischen Diözesen in aller Welt auf, jeweils einer christlichen Familie ein Haus zu errichten, berichtet das Nachrichtenportal „katholisches.info“. Wie es heißt, haben viele Christen ein Wohnungsproblem, besonders in Jerusalem. Dort hätten 500 christliche Familien keine menschenwürdige Unterkunft. Dies gehöre zu den Gründen, warum Christen aus dem Heiligen Land abwanderten. Ursache für den Wohnungsmangel sei ein „erbitterter ethnisch-religiöser Kampf zwischen Juden und Moslems, der auch auf dem Wohnungsmarkt ausgetragen wird“. Bei der stark wachsenden arabischen Bevölkerung herrsche eine große Nachfrage nach Wohnungen. Die jüdische Stadtverwaltung, die eine Zunahme der moslemischen Bevölkerung verhindern wolle, gewähre aber nur „tröpfchenweise Baubewilligungen“ an die Araber. Gleichzeitig schössen im arabisch-moslemischen Osten der Stadt neue jüdische Wohnviertel wie Pilze aus dem Boden. Aufgrund der Eingriffe der Behörden befänden sich die Immobilienpreise auf einem Höchststand. „Eine normale christlich-arabische Familie kann sie sich schlicht und einfach nicht leisten“, so der Bericht. Angesichts der Wohnungsnot betätige sich das Lateinische Patriarchat von Jerusalem als Bauherr. Es werde in wenigen Wochen 40 neue Wohnungen an christliche Familien in Beit Safafa übergeben, einem arabischen Viertel im Süden Jerusalems. Allerdings seien katholischen Einrichtungen im Heiligen Land nicht in der Lage, den Wohnungsbedarf der Christen zu decken. Das Patriarchat von Jerusalem umfasst Israel, die Palästinensergebiete, Jordanien und Zypern.

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