Bayern-Wahl
16. September 2013

Katholiken ermöglichen absolute CSU-Mehrheit

Katholiken ermöglichen absolute CSU-Mehrheit
Der bayerische Landtag im Maximilianeum. Foto: Pedelecs

Berlin (idea) – Zum Erfolg der CSU bei der bayerischen Landtagswahl am 15. September haben vor allem Katholiken beigetragen. Das ermittelte das Forschungsinstitut infratest-dimap (Berlin) im Auftrag der ARD. Die Christsozialen können den Freistaat künftig allein regieren. Sie erhielten 47,7 Prozent der abgegebenen Stimmen und damit die absolute Mehrheit der Mandate. Auf die SPD entfielen 20,6 Prozent, auf die Freien Wähler 9 Prozent und auf Bündnis 90/Die Grünen 8,6 Prozent. Die FDP – bisheriger Koalitionspartner der CSU – scheiterte mit 3,3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. 56 Prozent der katholischen Wähler votierten für die CSU; vor fünf Jahren waren es 50 Prozent. Von den Protestanten stimmten 40 Prozent für die Christsozialen.

Grüne überdurchschnittlich gut bei Protestanten

Die Sozialdemokraten schnitten überdurchschnittlich gut bei Protestanten (27 Prozent) ab. Freie Wähler und Grüne kamen bei den Evangelischen auf 8 bzw. 11 Prozent. Die Grünen hatten sich wiederholt mit kirchenkritischen Forderungen zu Wort gemeldet, etwa nach Abschaffung der Staatsleistungen für die Kirchen. Von den Katholiken gaben 16 Prozent der SPD ihre Stimme, 10 Prozent den Freien Wählern und 7 Prozent den Grünen. Bei den nicht-konfessionellen Wählern halten sich CSU und SPD die Waage. Beide Parteien bekamen jeweils 29 Prozent. Die Grünen erzielten bei den Konfessionslosen mit 13 Prozent ein überdurchschnittliches Resultat. Die Freien Wähler landeten hier bei 6 Prozent. Die FDP erhielt von den Katholiken 3 Prozent, von Protestanten und Konfessionslosen jeweils 4 Prozent.

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5 Kommentare

UlrichMottevor 314 Tagen

Die FDP dürfte unter den bisherigen Bundestagsparteien den politischen Zielen der Alten Evangelischen Rechten (der USA), die nichts rechts im deutschen Sinne ist und der ich als konservativer Evangelikaler "legalistischer " Richtung (die Bibel ausgelegt durch das NT ist uns Gesetz (lat. lex)) angehöre, am Nächsten stehen.

milanvor 317 Tagen

Die beste Neuigkeit dieser Wahl sind die 3,2 % der FDP.

UlrichMottevor 317 Tagen

Im Großen und Ganzen mögen die Zahlen stimmen. Man muß aber auch sehen, daß gerade einige betont konservative evangelische Freikirchler, etwa Brüdergemeindler oder Mitglieder der Gemeinden Christi (beide zusammen haben mindestens 15 Gemeinden in München) sich wohl so gut wie nie als evangelisch bezeichnen mögen. Auch stimmen Selbstauskünfte nicht immer: Ich hatte einen Verwandten, der sich als katholisch bezeichnete, obwohl er aus der katholischen Kirche ausgetreten war.

namlob1vor 317 Tagen

Interessant. Da die Grünen mit Frau Göring-Eckardt angetreten sind, sind sie für Katholiken nicht wählbar. Da nützt auch der katholische Ministerpräsident Baden-Württembergs nichts. Was sollen nur die armen Katholiken der übrigen Republik wählen? Angie als Pastorentochter und gelernte FDJ-Sprecherin?

UlrichMottevor 317 Tagen

Bei all ihren großen Mängeln ist die bayerische FDP die noch am ehesten antisozialistisch gewesen. Die CSU ist unter Horst Seehofer leider recht stark nach links gerutscht.

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