Co-Workers International
10. Mai 2013

Junge Christin starb bei Hilfseinsatz

Eine Mitarbeiterin von „Co-Workers International“, die in Sambia im Einsatz war, erlag einer Tropenkrankheit. Foto: PR
Eine Mitarbeiterin von „Co-Workers International“, die in Sambia im Einsatz war, erlag einer Tropenkrankheit. Foto: PR

Stuttgart (idea) – Erstmals in der 16-jährigen Geschichte der evangelischen Organisation „Co-Workers International“ (Stuttgart) hat eine Mitarbeiterin ihren einjährigen Einsatz in der Dritten Welt nicht überlebt. Die junge Frau starb Ende April in Sambia. Vermutlich erlag sie einer noch unbekannten Tropenkrankheit, die trotz intensivster Rettungsbemühungen nicht geheilt werden konnte. Dies teilte der Leiter von „Co-Workers International“, Tobias Köhler, bei der Stuttgarter Konferenz für Weltmission am 9. Mai mit. Die Organisation unterstützt überseeische Kirchen, Entwicklungshelfer und Missionare weltweit in ihrem geistlichen Auftrag. Vor rund 1.000 Besuchern sagte Köhler, dass die Frage nach dem Warum des Todes der jungen Christin unbeantwortet bleibe. Christen gingen jedoch davon aus, dass Gott keine Fehler mache, auch wenn Menschen seine Wege manchmal nicht verstünden. Veranstalter der Missionskonferenz waren außer „Co-Workers“ die evangelischen Fachdienste „Christliche Fachkräfte International“, die 50 Entwicklungshelfer beschäftigen, und „Hilfe für Brüder International“. Dieses Werk unterstützt mit Spenden etwa 260 medizinische, landwirtschaftliche und Ausbildungsprojekte. Nach Angaben des Gesamtleiters, Ulrich Weinhold, ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bereit, weitere zehn Entwicklungshelfer zu finanzieren. In vielen Einsatzländern würden religiös gebundene Fachkräfte erwartet, so dass Christen „mit Wort und Tat“ ein überzeugendes Zeugnis für ihren Glauben geben könnten. Dringend gesucht seien Berater für ländliche Entwicklungsprojekte in Tansania und im Südsudan sowie ein Fachmann für den Aufbau einer Biogasanlage in Kenia und ein Ausbilder für technische Berufe in Mosambik. Am Ende der Konferenz wurden mehr als 60 Mitarbeiter „mit Gottes Segen und der Bitte um Bewahrung“ ausgesandt.

ANZEIGE

Kirchenpräsident: Täglich werden 100 Kubaner Christen

Aus Kuba berichtete der Präsident einer evangelischen Freikirche, Pastor Norberto Quesada (Havanna), von einem geistlichen Aufbruch unter den 11,2 Millionen Einwohnern des Karibikstaates. Täglich würden mehr als 100 Kubaner Christen und es entstehe eine neue Hausgemeinde. In den vergangenen zwei Jahren hätten sich rund 7.000 Kirchenmitglieder auf die Gründung von Hauskirchen vorbereitet. Der von ihm geleitete Kirchenbund „Los Pinos Nuevos“ (Neue Kiefern) umfasse 400 staatlich anerkannte Gemeinden und inzwischen mehr als 9.000 Hauskirchen. Das rasante Wachstum ist laut Quesada eine Reaktion darauf, dass zahlreiche Versprechen der kommunistischen Machthaber nicht eingetroffen seien. Das Land befinde sich in einer tiefen Wirtschaftskrise, so dass viele Kubaner hungerten. Der Glauben an Jesus Christus gebe den Menschen ein neues Selbstbewusstsein und die Erfahrung, „dass ein erfülltes Leben nicht von den äußeren Umständen abhängt“. Sie hätten eine über den Tod hinausreichende Hoffnung, an der sie ihre Mitmenschen teilhaben lassen wollten. Quesada zufolge kombinieren sie die Verkündigung des Evangeliums häufig mit sozialen Aktionen, etwa Armenspeisung, Gefängnisseelsorge und Renovierung von Häusern. Etwa 50 Prozent der Kubaner sind Angehörige der römisch-katholischen Kirche und acht Prozent Protestanten. Jeder vierte Bürger ist ohne Religionszugehörigkeit, und etwa 18 Prozent sind Spiritisten.

Diese Woche lesen Sie

  • Kirchenmusik Ohne Musik kein Christentum
  • Gebet Warum wir Gott Vater nennen dürfen
  • Pro und Kontra Sollte man im Gottesdienst applaudieren?
  • Kommentar Warum immer mehr Kirchenaustritte?
  • 1990 „Es war richtig, die beiden aufzunehmen“
  • mehr ...
ANZEIGE