Kinderbetreuung
21. Juni 2013

Schadet die Krippe Kleinkindern?

Schadet die Krippe Kleinkindern?
Kinder im Kindergarten- und im Grundschulalter haben umso größere soziale Schwierigkeiten, je länger sie im Alter bis zu drei Jahren fremdbetreut wurden. Foto: PR

Washington/Zürich (idea) – Die Krippenbetreuung von Kleinkindern kann schädliche Auswirkungen im späteren Leben haben. Die Institutionen können die Rolle der Eltern nicht ersetzen. Das zeigen wissenschaftliche Langzeituntersuchungen aus den USA und der Schweiz. Das Für und Wider wird in Deutschland derzeit vermehrt diskutiert, weil ab 1. August jedes Kind vom ersten Geburtstag an Anspruch auf einen Krippenplatz hat. Eine der bisher größten Längsschnittstudien des Nationalen Instituts für Kindergesundheit und menschliche Entwicklung (NICHD/Washington) hat den Einfluss von Fremdbetreuung in mehr als 1.100 US-Familien aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen über 16 Jahre hinweg untersucht. Das Ergebnis: Kinder im Kindergarten- und im Grundschulalter haben umso größere soziale Schwierigkeiten, je länger sie im Alter bis zu drei Jahren fremdbetreut wurden. Die negativen Effekte verstärkten sich laut Untersuchung noch, wenn die Qualität der Einrichtung zu wünschen übrig ließ. Wie einer der Initiatoren der Studie, der britische Entwicklungspsychologe Jay Belsky (London), erklärte, sind Kinder, die in der Krippe waren, ihren Altersgenossen, die zuhause betreut wurden, zwar in den kognitiven Fähigkeiten wie dem Spracherwerb oder dem Lesenlernen leicht voraus. Zugleich seien sie aber auch aggressiver, verhielten sich oft risikobereiter und neigten zu sozialen Auffälligkeiten.

Je mehr Fremdbetreuung, desto stärkeres Problemverhalten

Diese Beobachtungen decken sich mit einer Studie über den „Zusammenhang zwischen Quantität, Art und Dauer von externer Kinderbetreuung und Problemverhalten“, die Margit Averdijk vom Institut für Soziologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich im vergangenen Jahr veröffentlicht hat. Die Untersuchung basiert auf Daten der langjährigen Zürcher Studie zur sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Das Ergebnis fasst Averdijk so zusammen: „Kinder, die in den ersten sieben Lebensjahren außerfamiliär in Gruppen betreut wurden, weisen mehr Problemverhalten auf.“ Das zeige sich etwa durch ein aggressives Auftreten, Aufmerksamkeitsdefizite oder auch Ängste und Depressionen.

Eltern haben den größten Einfluss

Bestätigt wurde durch die US-Studie, dass der Einfluss der Eltern für die kindliche Entwicklung selbst dann am wichtigsten ist, wenn kleine Kinder ganztags außer Haus betreut wurden. Hat ein Kleinkind zuhause eher ein schlechtes Umfeld, dann kann das auch eine noch so gute Kindertagesstätte nicht aufwiegen. Umgekehrt gilt laut Studie: Hat ein Kind ein intaktes Elternhaus, dann schadet ihm auch eine zeitweise Fremdbetreuung nicht. Denn die familiären Einflüsse blieben auch dann erhalten, wenn Kind und Eltern zeitweise getrennt seien.

Zur Startseite
Zur Rubrik Thema des Tages
4 Kommentare

milanvor 1 Jahr und 93 Tagen

75173 sollte jeder Christ uneingeschränkt beipflichten, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller Aussagekraft.

milanvor 1 Jahr und 93 Tagen

Schaut man sich in der Welt um, wird man feststellen, dass häufig versucht wird, sich außerhalb der Familie um die "lieben Kleinen" zu kümmern. Es mag sich dabei auch um ehrliche Besorgnis über ihre aktuellen Probleme und ihre Zukunftsaussichten handeln. Aber, Adonai entgeht es nicht, viele der selbsternannten Protagonisten haben ihre Ideen kaschiert im Hinterkopf. Es geht ihnen wohl eher darum, die Kleinstkinder bereits auf ihre Richtung zu trimmen, ohne dass es von anderen bemerkt wird. Das ist auch gar nicht so neu. Sei es im Dritten Reich, sei es während des Kalten Krieges, seien es Extremisten religiöser oder anderer Natur. Das Wohl des Kindes als Aushängeschild, bestenfalls als Fasssade. Dahinter verstecken sich mitunter ausgeklügelte Systeme der Persönlichkeitskontrolle. Die Hamas praktiziert es ganz ungeniert, anderen wird weniger auf die Finger geschaut, zu wenig. Dabei sind Grüne und Rote nicht weniger abträglich in ihren Bestrebungen. --- Die Schöpfung ist wie so nun mal ist, d.h. "gefallen" und das mit allen Konsequenzen. Wer aber dem Nachwuchs wirklich das beste möchte, kann sich als Kind des Schöpfers Seinen Gedanken unterordnen. Die anderen mögen sich ein Bild im Säugetierbereich erstellen lassen. Auch dort überwiegt Vorsorge mütterlicherseits bis zur Selbstständigkeit, allein oder in Gruppen den neuen Lebensabschnitt zu bewältigen. --- Es mag durchaus in Einzelfällen berechtigt sein, durch besondere Maßnahmen Kindern außerhalb der elterlichen Fürsorge etwas Besseres zu bieten; das kann aber nicht die Regel sein, sondern nur die Ausnahme, sonst würde man den Schöpfergott zum Lügner stempeln. --- Von der Wiege bis zur Bahre - Kriegstage, Kriegstage. Im Krieg um Einfluss, Geld, Macht, Besitz, Sex und letztendlich die Seelen scheint alles erlaubt zu sein; heute mehr denn je. Dabei ist doch unser Umfeld so schön tapaziert mit Friedensaussagen, Hochglanzpapier, fantasievollen Grabsteinen, Loveparades, Film- und TV-Glitter, Pop und Rock; und alles zum Wohle ... ja, wessen Wohle eigentlich? Des Kindes? Der Eltern? Der Gesellschaft? Doch wohl eher nur kleinen Teilen der Gesellschaft, seien sie politisch, machtpolitisch, finanziell, philosophisch, humanistisch oder religiös orientiert. --- Wir leben fernab einer perfekten Welt. Jedoch können wir das, was uns gegeben wurde, bestmöglich einsetzen. Was ist besser als Mutterliebe, väterliche Fürsorge, der Schutz der Familie und nicht nur für die ersten drei Jahre des Lebens. Spinner und Manipulierte gegängelt von Manipulierern wollten uns schon lange etwas anderes glauben machen. Erteilen wir ihnen einen Korb. Führen wir ein "bescheideneres" Leben, dafür aber in der Gemeinschaft, die uns dafür gegeben wurde, der Familie. Das mag zwar weniger lukrativ für Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen sein, jedoch entspricht es dem Wohle des Kindes und nebenbei auch dem der Eltern. Seien Sie reichlich gesegnet im Namen Jeshua Adonai.

Clairevor 1 Jahr und 93 Tagen

Am besten wäre es wohl, wenn die Kleinen wenigstens die ersten drei Jahre von liebevollen Eltern zu Hause betreut würden. Leider lässt die Realität dies jedoch häufig nicht zu. In kleinen Wohnungen den ganzen Tag mit überforderten und teilweise erziehungsunfähigen Eltern bzw. der Mutter alleine zu sein, ist auch nicht unbedingt günstig. Kinder brauchen Platz zum Spielen, den Austausch mit anderen Kindern, Anregungen, die vielleicht eine gut ausgestattete Einrichtung mit geschultem Personal besser leisten kann. Viele Eltern müssen auch beide berufstätig sein, um einen gerwissen Lebensstandard bieten zu können. Es stimmt einfach nicht, dass nur karrieresüchtige und geldgeile Mütter möglichst bald wieder außer Haus arbeizen wollen. Was ist mit den Alleinstehenden, den Verlassenen, den nicht hoch qualifizierten? Ausnahmen gibt es. natürlich für alles.

75173vor 1 Jahr und 93 Tagen

Für einen Designer / Ingenieur ist es relativ einfach zu begreifen, das alles im Zusammenhang mit einer bestimmten Konzeption "gestaltetet und umgesetzte" nur in diesem Rahmen auch funktionieren kann. Ein niederschwelliges Beispiel: Ein Automobil dessen "Triebwerk" für "Superkraftstoff" ausgelegt ist, funktioniert leider nicht mit Diesel (Schade, dabei ist Diesel doch noch günstiger). Im Gegenteil. Da geht bald gar nichts mehr! Leider verhalten wir uns als Menschen generell rebellisch und ungehorsam gegenüber allem, was der Schöpfer als ANWEISUNG in sein BENUTZERHANDBUCH für gelingendes Leben, die BIBEL gelegt hat. So auch in diesem Fall. Seine Absicht war der fröhliche, schöpferische Umgang von Mann und Frau zu fruchtbarem Fortsetzen der Art, einer der schönsten menschenmöglichen Beschäftigungen mit lebenslanger Wirkung: Kinder halten einen jung bis ins hohe Alter und sind damit: RICHTIG: SEGEN! Das, was unsere NEUNMALKLUGEN WELTEN-LENKER seit Jahren verbreiten sind LÜGEN ( "Überbevölkerung rechtfertigt Millionenfachen Mord im Mutterleib") und Frau ist dann wertvoll, wenn sie den gleichen Job wie der Mann für weniger Lohn macht. NEIN, sie sollten für ihre Kinder da sein ... bis sie mit dem GOTTGESCHENKTEN PARTNER die eigene Familie gründen! SO IST DAS DESIGN DES PANCREATORS ... alles andere hat seine NEGATIVEN AUSWIRKUNGEN, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht!

Diese Woche lesen Sie

  • "Marsch für das Leben" Geballter Hass gegen Lebensschützer
  • Pro & Kontra Ist die AfD die konservative CDU?
  • ERF-Leitungswechsel „Wir müssen uns konzentrieren“
  • Gospelkirchentag Das Gospel-Phänomen
  • DDR-Aufarbeitung Der Unbeugsame
  • mehr ...
ANZEIGE