Jetzt kommen die „Christen für Deutschland“
14. August 2012

Christliche Kleinparteien wollen sich vereinigen

Weissach/Dresden (idea) – Die geplante Vereinigung der beiden christlichen Kleinparteien PBC (Partei Bibeltreuer Christen) und AUF (Partei für Arbeit, Umwelt und Familie) macht Fortschritte. Am 3. November soll die Verschmelzung stattfinden, teilten die Vorsitzenden, Ole Steffes (PBC/Dresden) und Dieter Burr (AUF/Weissach bei Stuttgart), mit. Der neue Name laute voraussichtlich „Christen für Deutschland – Bündnis AUF&PBC“. Die Bündelung der Kräfte in einer Partei solle zeigen, dass Christen geschlossen auftreten können: „Wir wollen ein Zeichen setzen, das die politischen Kräfte in Deutschland verändern soll.“ Gemeinsam wolle man sich für christliche Werte einsetze...

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4 Kommentare

Jesaja53,5vor 1 Jahr und 340 Tagen

Ich möchte hier einmal kurz als frisches AUF-Mitglied antworten. Ich selbst war jahrelang Mitglied in einer anderen christlichen Kleinpartei. Dort auch in verantwortungsvoller Position. Wir haben das Problem in den so gennnanten christlichen Kleinparteien, dass quasi jeder sein eigenes Süppchen kocht. Dafür ist aber das Wählerpotential nicht groß genug! Die Zahl derer, die in unserem Land noch etwas mit christlichen Werten anfangen können schrumpft, mit jedem Tag. Nun haben wir momentan 4, evtl. noch 5 Parteien, die christliche Werte vertreten. Christliche Mitte (stark katholisch orientiert), PBC (eher evangelisch dominiert), Zentrum (innerlich zerrissen und kurz vor einer weiteren Spaltung) und eben die AUF-Partei, die es sich als Ziel gesetzt hatte, Christen aus allen Parteien und auch die, die eben noch nicht politisch aktiv waren zu sammeln und dann ein neues Projekt zu starten. AUF wurde aus Mitgliedern der ÖDP, Zentrum und PBC gegründet. Hinzu kamen noch Mitglieder aus der CDU, die vollkommen zurecht erkannt haben, dass das "C" in der Union langsam aber sicher verblasst und nur noch Makulatur ist. Im September wird es einen gemeinsamen Bundesparteitag geben und dort wird man versuchen, die Fusion zu vollziehen, was dann natürlich noch eine Mitgliederbefragung nach sich zieht. Momentan sieht es so aus, dass man fusionieren wird. Nun noch kurz zu den Anmerkungen zu den Bibelsprüchen der PBC. Die PBC hat sich seit ihrer Gründung als Missionsmittel gesehen, weniger als politisches Instrument. Meiner Ansicht nach falsch. Dort hat aber soweit ich informiert bin, ein Umdenken stattgefunden, so dass man nun bereit ist, sich auf die politische Tätigkeit zu konzentrieren. Zu den eingeführten Namen: Ich denke, dass die Namen schon mit "Meinungen" besetzt sind. Was sich positiv wie negativ auswirken kann, das mag jeder für sich interpretieren. Problem ist natürlich: wenn 2 gleichberechtigte Partner zusammenkommen, dann möchte sich eben jeder "wiederfinden". Ob der neue Name nun das Optimum ist, dazu erlaube ich mir hier keine Meinung. Zu kritisieren ist immer einfach - aber es stellt sich die Frage, ob man es besser kann. Zu den Christen für Deutschland und der Befürchtung, dass man sich über andere Völker erhebt, möchte ich folgendes sagen. Es gibt einen Unterschied zwischen Patriotismus und Nationalismus. Leider wird dieses in unserer Gesellschaft vermischt. Ein Nationalismus sieht sich anderen Ländern bzw. Völkern überlegen. Ein gesunder Patriotismus sieht alle Staaten und Völker als gleichberechtigt an, erlaubt aber den Stolz und die Achtung vor dem, was sein eigenes Land an Leistung (Kultur, Sport, Wirtschaft usw.) erbracht hat, OHNE sich dabei über andere zu erheben! Das zu erkennen und zu vertreten, erfordert aber eben ein wenig Nachdenken, differenzieren und vor allem eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, dieses auch in der Öffentlichkeit zu vertreten! An dieser Stelle schlage ich allen Lesern vor, sich weiterhin über die Aktivitäten zu informieren. Vielleicht möchte sich der eine oder andere selbst aktiv in die neue Partei einbringen, um dort kreativ und aktiv mitzuwirken und somit Einfluss auf das politische Leben in Deutschland zu nehmen. Engagierte Menschen, die in christlichen Werten denken, benötigt dieses Land mehr denn je!

jesusfirstvor 1 Jahr und 344 Tagen

Es ist höchste Zeit, dass Christen sich engagieren, um ihre Anliegen in das politische Geschehen unseres Landes einzubringen. Es ist wünschenswert, dass sie das gemeinsam tun. Es ist richtig, dass in einer Partei zu tun, die wirklich auf christlichen Grundlagen steht. Das gilt definitiv für die CDU nicht mehr, die die Anliegen der christlichen Wähler immer mehr mit Füßen tritt, da diese ja eh keine andere Wahl haben, als immer wieder das sogenannte "kleinere Übel" zu wählen. Die Zeit ist also für eine echte christliche Partei überreif. Aber diese Art von Fusion von AUF und PBC scheint mir doch nicht der richtige Weg zu sein. So anerkennenswert der Einsatz der PBC war, so hat sie durch ihren Namen und teilweise ihr Auftreten nicht genug realpolitische Weite vermittelt. Der Ansatz und Name der AUF-Partei (Arbeit, Umwelt, Familie - Christen für Deutschland) ist hier weitaus vielversprechender und einladender. Dass es AUF gelungen ist, schon kurz nach Gründung einige kommunalpolitische Mandate zu erringen und hier bereits aktiv politische Verantwortung zu übernehmen sowie bei bisherigen Wahlteilnahmen erste Achtungserfolge zu erzielen, zeigt, dass AUF bisher auf einem guten Weg war. Dieser müßte nur zielstrebig weiterverfolgt und ausgebaut werden. Fehlt hierzu die Geduld? Sinnvoll wäre es, wenn die PBC sich ehrlich eingestehen würde, dass AUF der bessere Name ist und den zukunftsweisenderen Ansatz hat, und sich die PBCler zur Bündelung der Kräfte in die AUF-Partei und ihren guten Ansatz einbringen würden. Die jetzt geplante fusionierte Partei wird mit einem neuen Namen antreten, der "nicht Fisch und nicht Fleisch" ist. Dort wo AUF durch erste erfolgreiche Basis-Arbeit und erste Mandate bereits bekannt ist, beginnt die mühselige Kleinarbeit, eine neue Partei bekannt zu machen, von vorne. Menschen, die wegen der realpolitischen Weite von AUF bereit waren, dieser Partei ihr Vertrauen, ihre aktive Unterstützung und ihre Stimme zu geben, fühlen sich evtl. enttäuscht oder schlimmstenfalls sogar getäuscht, dass diese Partei kurz nach Gründung ihren guten Namen und ihren eingeschlagenen Anfangskurs schon wieder ändert. Ich wünsche den Verantwortungsträgern für anstehende Entscheidungen viel Weisheit. Sie haben eine große Verantwortung. Denn wie gesagt: Es braucht dringend eine gute christliche Partei.

vor 1 Jahr und 344 Tagen

Die Idee, zusammen voran zu gehen ist ja prinzipiell gut. Aber überwiegen da nicht die Nachteile? Zwei eingeführte und bissige Namen werden aufgegeben und als Kompromiss steht 'Christen für Deutschland - Bündnis AUF&PBC'. Und was ist die Aussage? Also gegen die anderen Länder? Eine Partei für Christen, die die Interessen der Christen vertritt? Ich glaube, da tun sich die beiden Parteien keinen Gefallen. Warum nicht entweder den eingeführten, wenn auch inzwischen belasteten Namen PBC behalten oder den frischen Namen AUF? Schließlich ist die AUF-Partei diejenige, die wächst und neue Menschen anzieht. Ich fürchte es kommt so, wie es bei vielen Gemeinden auch schon gekommen ist. Am Ende hat man drei Parteien oder vielleicht sogar mehr. Aber vielleicht sieht man das auf den Parteitagen anders.

KODOMOvor 1 Jahr und 344 Tagen

Ungeachtet dessen, ob sich die Christen vielleicht besser in den großen Prteien einbringen würden, geht mir folgendes durch den Kopf: Die AUF-Partei ist mir unbekannt. Der Wahlkampf der PBC ist mir unangenehm in Erinnerung. Da wurden tatsächlich Bibelverse als Wahlkampfplakate aufgestellt! Ich habe sie damals nicht gewählt, weil mir der Auftritt zu peinlich war. Wenn das wieder so peinlich wird, wähle ich sie wieder nicht. Bibelverse gehören nicht auf Wahlplakate. Schließlich ist eine Wahl keine Evangelisation. Christliches in der Politik? Ja, aber übersetzt, so dass es jeder versteht und sich hoffentlich viele damit identifizieren können.

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