Kritik an Westerwelle
21. September 2012

Zweierlei Maß bei religiösen Beleidigungen?

Der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion in Wiesbaden, Bernhard Lorenz. Foto: PR
Der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion in Wiesbaden, Bernhard Lorenz. Foto: PR

Wiesbaden (idea) – Eine Gleichbehandlung aller Religionen in Deutschland bei Beleidigungen hat ein Wiesbadener Kommunalpolitiker in einem offenen Brief an Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) gefordert: Wie der Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion in Wiesbaden, Bernhard Lorenz, im Blick auf den anti-islamischen US-Film „Die Unschuld der Muslime“ schreibt, sei es nicht „hinnehmbar, dass für unterschiedliche Religionen unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe angesetzt werden, wann eine Ehrverletzung vorliegt“. Westerwelle hatte gefordert, mit „rechtsstaatlicher Härte“ gegen die Verbreitung des Videos vorzugehen.

Wenn Jesus mit Kot beschmiert wird ...

5 Kommentare

StSDijlevor 2 Jahren und 87 Tagen

@ caro, ich wurde hier schon mehrfach als egoistisch und materialistisch, nur auf Gewinnbedacht bezeichnet. Ich empfinde das als Beleidigung, zumal niemand der mich kennt, mir das bisher vorgeworfen hat. Was die Artikel betrifft, so gab es da vor längerer Zeit mal einen massiv beleidigenden, der eben wörtlich behauptet hat, dass Menschen ohne Gott nicht gut sein können, aber in der Tat, ich habe das Gefühl, dass das besser geworden ist. Immer noch fraglich finde ich aber Behauptungen, wie neulich, dass Atheisten antichristliche Stimmungsmache betrieben, wobei es dabei um eine Plakatwerbung in Polen ging, die vor allem gegen Ressentiments gegenüber Atheisten/Humanisten kämpft. Zumindest die 2 übersetzten Plakate waren das sicher nicht. Die Botschaften beschränkten sich auf: Wir glauben nicht an Gott und sind doch Menschen mit ethischen Grundsätzen und Gewissen und (mehr auf die eigene Gruppe gerichtet) Wenn du nicht an Gott glaubst, bist du nicht allein. Das sind sicher keine pro-christlichen Botschaften, aber antichristliche Stimmungsmache sicher auch nicht. Aber jemanden vorzuwerfen, dass er Stimmungsmache betreibt ist schon hart an der Beleidigung vorbei geschrammt...

Carovor 2 Jahren und 87 Tagen

Hallo StSDijle, ich lese auch häufig die Artikel und Forumsbeiträge, habe aber noch keine Beleidigungen gegenüber Ungläubigen gelesen. Vielleicht liegt es auch am Verständnis des christlichen Glaubens. Natürlich können Humanisten, Atheisten, Buddhisten u.a. gute Taten tun und gut sein. Gottes Wille ist es aber, dass wir ihm vertrauen und durch seinen Sohn Jesus unsere Schuld vergeben bekommen. Nur dadurch werden wir vor Gott gerecht bzw. gut, das steht in der Bibel im Neuen Testament, z.B. Joh. 3, Vers 16. Kennen Sie einen Menschen, der noch nie schuldig geworden ist, gegenüber Gott oder seinen Mitmenschen, außer Jesus? Ebenso wenig können wir uns durch gute Taten, Geld oder sonstiges den Himmel verdienen. Außerdem meine ich, dass Christen auch Satire und Kritik aushalten sollten, wir brauchen kein Blasphemie-Gesetz sondern können in Gesprächen und friedlichen Demonstrationen uns dagegen wehren. Da muss bei den Muslimen noch ein Umdenken stattfinden, mit Kritik und Provokation ohne Gewalt umzugehen.

StSDijlevor 2 Jahren und 87 Tagen

Beschweren sich hier nicht irgendwie die falschen? Wie oft wird auf dieser Seite, ob in den Artikeln oder durch Forumsbeiträge Beleidigendes gegenüber Nichtgläubigen geäußert? Wie oft wird behauptet, dass der Mensch ohne Gott nicht gut sein könne, dass Humanisten Egoisten sind usw.? Es macht übrigens doch hoffentlich für alle noch einen Unterschied, ob man ein Thema satirisch bearbeitet oder unbelegbare Behauptungen aufstellt.

Carovor 2 Jahren und 88 Tagen

Es scheint so, wer Gewalt und Terror verbreitet, dem werden von Seiten der Politik vermehrt Rechte eingeräumt, selbst wenn Freiheit und Grundgesetz missachtet werden. Herr Westerwelle, ist das Ihr Verständnis von Demokratie und Menschenrechten? Warum setzen Sie dieser intoleranten Islam-Ideologie keine Grenzen?

vor 2 Jahren und 89 Tagen

Ist der Staat unfähig bzw. gar nicht gewillt, gleiches Recht für alle gelten zu lassen, zeigt er seine Schwäche denen, die diese ausnutzen wollen. Er macht sich erpressbar und damit unfähig, seine Bürger und eines der höchsten Güter des sogenannten 'Christlichen Abendlandes' zu schützen, das der freien Meinungsäußerung. So wird der schrittweisen Einschränkung der bürgerlichen Freiheitsrechte Tür und Tor geöffnet - grundlos, denn ein Straftatbestand liegt nicht vor. Eine 'Religion', die nicht darüber erhaben ist, daß ein nach ihren Begriffen 'unreifer Geist' an ihr herummäkelt, sie kritisiert oder gar verlästert, ist nicht wert, als eine solche angesehen zu werden, denn sie zeigt ganz erhebliche Schwächen, ebenso wie deren Anhäger, die keine andere Antwort als die der Gewalt kennen.

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