Rolle der Religion
04. Februar 2013

Atheist verliert Debatte gegen Kirchenmann

v.l.: Evolutionsbiologe Dawkins und Erzbischof Williams kreuzen die Klingen des Intellekts. Fotos: Marty Stone/WCC
v.l.: Evolutionsbiologe Dawkins und Erzbischof Williams kreuzen die Klingen des Intellekts. Fotos: Marty Stone/WCC

Cambridge (idea) – Der Atheist Richard Dawkins (Oxford) hat eine Debatte über die Rolle der Religion im 21. Jahrhundert gegen den früheren anglikanischen Primas Rowan Williams (Cambridge) verloren. Nach dem Meinungsaustausch, der am 31. Januar an der Universität von Cambridge stattfand, konnten die Zuhörer abstimmen. Williams erhielt 324 und Dawkins 136 Stimmen. Der 62-jährige Williams war bis Ende 2012 als „Erzbischof von Canterbury“ geistliches Oberhaupt der Anglikaner und der „Kirche von England“. Seit Anfang des Jahres hat er wieder eine akademische Tätigkeit aufgenommen. Im intellektuellen Schlagabtausch mit Dawkins argumentierte er unter anderem, dass Religion schon ...

3 Kommentare

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 317 Tagen

Heute kam mir so eine Idee. Es ist doch nachgewiesen, dass sowohl Atheisten, Agnostiker, Gleichgültige und Christen auf den Gebieten der verschiedenen Wissenschaften oft völlig einig sind. Wenn ich einen Arzt suche, ist es schön, wenn er Christ ist, aber ich messe ihn nicht danach. Er sollte gut in seinem Fach sein. Und darin zeigt sich, dass Christen ebenso gut wissenschaftlich arbeiten können wie Nichtchristen. Ich empfehle da jedem das Buch "Der Mann der überlebte" von Lawrnce Elliott. Eigentlich ein Buch für Jugendliche. Aber für jeden interessant. Es ist die faszinierende Lebensgeschichte von George W. Carver. Als Kind von Sklaven geboren, konnte er nur mit viel Mühe und Umwegen überhaupt eine Schule besuchen. Er war hochbegabt, auch vielen Gebieten. Mit vielen Mühen konnte er dann ein Examen ablegen. Er wurde der erste farbige Professor in den USA. Doch seine größte Fürsorge galt seinen Volksgenossen. Mit seinen Erfindungen erleichterte ihnen das Leben. Obwohl er doch gerade immer wieder trotz hoher Abschlüsse von vielen weißen Gelehrten verachtet und gemieden wurde, war er ein tief gläubiger Christ. In der Verbindung mit Gott hatte er seinen tiefsten Halt. Es ist geradezu rührend zu lesen, wie er mit Gott sogar seine Probleme bei Erfindungen besprach. Und das soll nun Verrat am Intellekt und allem, was uns zum Menschen macht, sein? Auf dieser einen Ebene der Wissenschaft können irgendwie alle zusammen arbeiten. Aber, wenn wir durch den Heiligen Geist Jesus als unsern Erretter kennen lernten, begeben wir uns auf eine andere Ebene. Wir haben dann Gemeinschaft mit Menschen, die genau den selben Herrn anbeten und ihn lieben - unabhängig von Geschlecht, Bildung, Stand, Rasse. Wer das noch nicht erlebt hat, kann das eben auch nicht nachempfinden. Es erscheint ihm eben wie eine Torheit. Und wir können ihm das auch nicht erklären - das kann nur Gottes Geist tun. Wir können nur für solche Menschen beten und ihnen in Liebe begegnen.

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 318 Tagen

Herr Dawkins vergisst, dass Gott auch der Schöpfer des Intellekts ist. Etwas anderes ist es, wenn Religion missbraucht wird, um die eigenen Vorteile und die egoistischen Ansichten durchzubringen.

StSDijlevor 1 Jahr und 318 Tagen

Der Artikel ist mäßig recherchiert: die Debatte fand mitnichten an der Universität statt sondern bei der Cambridge Union Society, weiterhin waren neben den genannten noch 3 weitere Sprecher (1 pro "This House Believes Religion Has No Place in the 21st Century", 2 contra) anwesend und letztlich wird mehrfach am Anfang der Debatte betont, dass es ausschließlich um institutionalisierte Religion geht. Vor allem der 1. Fakt ist enorm wichtig. Die Cambridge Union Society ist ein Debattierclub, wie er zur englischen Universitätskultur gehört. Ein hier wichtiges Detail dieser Debattierkultur ist, dass die Abstimmung ausdrücklich nicht über den Wahrheitsgehalt der These geht, sondern um die rhetorischen Fähigkeiten der Sprecher. Fast schon lustig ist, dass die eine verlorene Debatte hier erwähnt wird. An sich ist Dawkins ein passabler Sprecher und hat schon eine Vielzahl solcher Debatten rhetorisch gewonnen. Aber noch einmal, das sagt sehr wenig über den Wahrheitsgehalt der Aussage, sondern viel mehr über die Fähigkeiten der Sprecher.

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