Ökumenischer Weltgebetstag: „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“
01. März 2013

Kirchen fordern Aufnahme syrischer Flüchtlinge

Darmstadt/Hildesheim (idea) – Eine unbürokratische Aufnahme syrischer Flüchtlinge in Deutschland fordern die beiden großen Kirchen. Über 850.000 Menschen seien aufgrund des Bürgerkriegs in die Nachbarländer geflohen, schreiben der Vorsitzende der Migrationskommission der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Norbert Trelle (Hildesheim), und der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der EKD, Kirchenpräsident Volker Jung (Darmstadt), in einer Erklärung aus Anlass des ökumenischen Weltgebetstages der Frauen am 1. März. Nach Angaben der UN seien fast 80 Prozent der Flüchtlinge Frauen und Kinder. Für in Deutschland lebende Syrer sei es so gut wie unmö...

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2 Kommentare

hans.leichvor 1 Jahr und 241 Tagen

Deutschland hat im Bosnienkrieg ca. 600.000 Moslems aus Bosnien aufgenommen. Es ist nun angebracht, dass Deutschland ebenso viele Christen aus Syrien und Irak aufnimmt. Wir sollten uns klar werden, dass besonders die Christen dort unsere Hilfe brauchen, da sie keine nennenswerte Hilfe von den Moslems erwarten können, weder von der Türkei, noch von Ägypten, noch von Saudi-Arabien. Die Türkei, Ägypten oder Saudi-Arabien könnten sich dann voll auf die Hilfe für ihre muslimischen Brüder konzentrieren. Die Christen dort brauchen aber die Hilfe von und bei uns. Wenn wir Hilfsgelder in die muslimischen Staaten schicken würden, wird dort nichts oder wenig bei den Christen ankommen. Das haben wir doch schon vor Jahren bei den Hilfssendungen für Pakistan gelernt. Wann begreifen das endlich die Politiker und Träumer in der EKD. Ob die Verantwortlichen in Politik und Kirche die Kraft haben für eine klare Hilfszusage über ein Aufnahmekontingent besonders zugunsten der aktuell unterdrückten und verfolgten Christen in Irak, und Syrien? Wir sollten dafür beten. 

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 244 Tagen

Vor allem sollte man an die Christen aus Syrien denken. Sie finden auch in den muslimischen Nachbarländern keine Zuflucht, da dort auch die Christen oft verfolgt werden. Natürlich sollen wir allen Menschen in Verfolgung helfen, abhängig von der Religion. Aber hier sehe ich für Deutschland eine besondere Verantwortung.

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