Brief an die Bundeskanzlerin: Judentum und Islam werden diskreditiert
04. Juli 2012

Freikirchen protestieren gegen Beschneidungsverbot

Witten (idea) – Die Freikirchen in Deutschland haben gegen ein Urteil des Kölner Landgerichts protestiert, das religiös begründete Beschneidungen von Jungen unter Strafe stellt. Das Gericht sieht in dieser Praxis eine rechtswidrige Körperverletzung und einen Verstoß gegen das Selbstbestimmungsrecht des Kindes. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) äußert sich in einem am 4. Juli veröffentlichen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „schockiert“ über das inzwischen rechtskräftige Urteil. Für Juden werde nun in Deutschland etwas unter Strafe gestellt, was seit Jahrtausenden den Kernbereich jüdischer Identität ausmache, schreiben der VEF-Präsident und Pr...

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1 Kommentare

vor 2 Jahren und 242 Tagen

So wichtig es auch ist, dass Menschen ihre Religion frei ausüben können, wird es doch ein Problem werden, klar einzugrenzen, wo eindeutig Religionsausübung der Fall ist und wo Brauchtum, Tradition. Wenn die Beschneidung Religionsausübung ist - obwohl lt. Aussage eines Muslims (im TV) nicht vom Koran gefordert; ob dieser sich da wirklich auskennt, weiß ich nicht - gilt das dann auch für die Scharia? Wenn das Vorliegen einer Religionsausübung vom Text des Korans, der Thora, der Bibel abgeleitet wird, und der Koran die Beschneidung nicht notwendiger Weise verlangt, das Gesetz der Juden aber auf jeden Fall, dann muss ein deutsches Gericht die Beschneidung bei Muslimen ahnden und bei Juden nicht. Das leuchtet sogar ein vor dem Hintergrund, dass jüdische Kinder am achten Tag beschitten werden. Es wurde in medizinischen Untersuchungen herausgefunden (habe ich vor etlichen Jahren mal gelesen), dass der Mensch genau am achten Tag im betroffenen Bereich keinen Schmerz wahrnimmt. Wird die Beschneidung Jahre später, und dann vielleicht ausserhalb einer Klinik unter völlig unprofessionellen Umständen vorgenommen, sieht es wohl doch anders aus....Da sollte man schon genau differenzieren. Wie es aussieht, müssen wir uns alle eingehend mit dem Koran und der Thora befassen, um überhaupt richtig mitdenken zu können. Mir scheint generell, alle Gläubigen aller Religionen sollten gründlich ihre Schriften studieren. Sehr viel mehr echte Glaubensidentität und sehr viel weniger blinder Hass wären das Ergebnis.

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