Gesellschaft
16. Februar 2013

EKD-Chef plädiert für ein neues familienpolitisches Leitbild

Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider. Foto: idea/kairospress
Der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider. Foto: idea/kairospress

Berlin (idea) – Für ein neues familienpolitisches Leitbild plädiert der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf). „Familie ist da, wo Menschen verbindlich auf Dauer zusammenleben und Verantwortung füreinander übernehmen“, sagte er in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin). Auch Paare ohne Kinder bildeten eine Familie. Laut Schneider muss die soziologische Sicht, dass eine Familie aus Vater, Mutter und Kind bestehe, durch eine inhaltliche Definition ersetzt werden. Konstitutiv seien Verbindlichkeit, Liebe, Achtsamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme. Die Ehe als „Möglichkeit, in einer rechtlich geordneten Weise Verantwortung füreina...

Zur Startseite
Zur Rubrik Gesellschaft
6 Kommentare

Hoffnungstraegervor 1 Jahr und 208 Tagen

Es ist einfach nur traurig und blamabel zugleich, wie der oberste ev. Kirchenführer herumeiert, wenn es um die Bewahrung des christlichen Familienbildes geht. Zu staatlichen Fehlleistungen findet er immer klare Worte, nur wenn es um den Verein geht, dem er vorsteht, wird sogar Sünde mit viel Rhetorik schön geredet und verharmlost.. Zum christlichen Familienbild gehören niemals gleichgeschlechtliche Partnerschaften, weil sie laut biblischer Aussage schlicht und einfach von Gott unter seine Höchststrafe gestellt und verboten sind. Vielleicht wird der Präses erst so richtig wach, wenn die letzte Kirche einem anderen Zweck zugeführt wurde, weil viele Menschen sich mit dieser Beliebigkeits-Kirche nicht mehr identifizieren können und austreten. Wenn Herr Schneider schon die Umwandlung einer Kirche in eine Moschee als geistliche Zumutung für Gemeindemitglieder ansieht, sollte er sich wirklich mal überlegen, welchen Schaden er mit der Relativierung von Gottes Geboten an der Glaubwürdigkeit und Identität der Ev. Kirche anrichtet und was er den Menschen antut, die in Sünde leben und von ihm noch indirekt bestärkt werden. Das unter seiner Verantwortung gleichgeschlechtliche Partnerschaften verbotenerweise gesegnet werden, ist eine Gotteslästerung. Er gibt ohne Not Glaubensinhalte auf, für die viele seiner Amtsbrüder mit ihrem Leben eingetreten sind. Diese Lauheit ist noch schlimmer als die Zweckentfremdung von Kirchen, die letztlich ihren Ursprung in der christlichen Profillosigkeit der Amtsträger hat.  

Steebvor 1 Jahr und 244 Tagen

Ich begrüße die Aussagen des Ratsvorsitzenden zur Ehe. Sie zu stärken und zu schützen ist sinnvoll und nötig. Und es stimmt auch, dass die Ehe mit großer Anstrengung verbunden ist. Glück fällt einem nicht einfach nur zu. In Beziehungen muss und darf investiert werden. Aber in mindestens drei Punkten ist kräftiger Widerspruch nötig: 1. Bei der Umdefinition von Familie. Seit Hunderten von Jahren ist klar, dass Familie aus Ehen mit Kindern besteht. Eine verbindliche Lebensgemeinschaft ohne Kinder ist keine Familie sondern eben, wenn sie öffentlich zwischen einem Mann und einer Frau eingegangen wird, eine Ehe. Nach der Umdefinition des Ratsvorsitzenden wäre z.B. auch ein Orden oder ein Diakonissenmutterhaus eine Familie. 2. Beim Ankratzen des Ehegattensplittings. Wenn und weil Ehe eine verbindliche Lebensgemeinschaft zwischen einer Frau und einem Mann ist und die zwei nach biblischem Verständnis „eins“ sind, ist es richtig und nötig, ihnen das Selbstbestimmungsrecht über ihre Rollenverteilung zu überlassen. Und das muss dann auch gültig bleiben, wenn z.B. die Kinder nach einer langen Familienphase außer Haus sind. Die Abschaffung des Ehegattensplittings wäre eine Diskriminierung der Lebensform Ehe, verbunden mit einem sozialen Abstieg der weniger verdienenden Ehegatten. Insgesamt wäre auf jeden Fall netto bei Ehen noch weniger im Geldbeutel. Auch eine weitere Abstrafung von Ehegatten, die sich z.B. jahrelang selbst um die Kindererziehung gekümmert haben und darum auch später nicht mehr Spitzenverdiener werden. 3. Beim Nein zum Betreuungsgeld: Ich könnte verstehen, wenn der Ratsvorsitzende die Höhe des Betreuungsgeld als unsozial weil viel zu niedrig einstuft. Dass er aber Müttern und Vätern, die sich aus guten Gründen selbst intensiv in den ersten Jahren um ihre Kinder kümmern wollen, auch die minimale materielle Anerkennung versagen will, enttäuscht mich und verletzt vor allem hauptberufliche Mütter, vor allem, wenn sie mehrere Kinder nacheinander haben und erziehen. Man kann doch nicht von Wahlfreiheit reden, wenn man ein Konzept der Kindererziehung mit mindestens 1000 Euro finanziell fördert und dadurch Eltern ein zweites Familieneinkommen und später höhere Altersbezüge ermöglicht und das doch mindestens gleichwertige Konzept – man könnte auch mit sehr guten Gründen behaupten, das Konzept dass das Wohl der Kinder höher setzt als ein kurzfristiges Wirtschaftserfolgsrezept – noch nicht mal mit zeitlich begrenzten 150 Euro fördern will! Das ist leider das Gegenteil von Anerkennung von Familienleistung und Ermutigung dem Kindeswohl erste Priorität einzuräumen!  

Jesaja53,5vor 1 Jahr und 248 Tagen

Was der Herr Schneider hier als Zumutung tituliert, hat seine Kirche selbst zu verantworten. Sie nimmt genug Geld ein und hätte das Gebäude auch andererseits verwenden können, als Bürgertreff usw. Die EKD ist doch selbst dafür verantwortlich, dass ihr die Gläubigen davon laufen. Und nun läuft man diesen nach, indem man sich dem Zeitgeist hingibt. Ergebnis: noch mehr Mitglieder verlassen diese "Kirche", weil sie unbiblisch wird - und die Davongelaufenen kommen auch nicht zurück. Familie ist für mich Mann, Frau und Kind - alles andere sind Paare oder sogenannte Singles. Herr Schneider wird mir mit jedem Interview, das er gibt, suspekter!  

hinweis77vor 1 Jahr und 248 Tagen

Wenn ich diese Aussagen von Herr Schneider lese, dann sehne ich mich danach, dass Gott, wie in der Bibel geschrieben steht, mit seinem Gericht an seinem Haus anfängt. Dann erübrigen sich alle mühseligen Diskussionen über Recht und Unrecht, dann handelt ER!

Tabuvor 1 Jahr und 249 Tagen

Herr Schneider greift die Menschen, die eine "klassische" Familie leben ebenso an, wie es schon die Parteien links der Mitte tun. Das Betreuungsgeld ist für Eltern, die sich um ihre 0 bis Ende des zweiten Lebensjahres alten Kinder eigenverantwortlich kümmern wollen richtig und wichtig. Eltern mit solch jungen Kindern haben oft nicht sehr viel Geld zur Verfügung, und es wäre somit keine Wahlfreiheit gegeben, wenn man sich mangels Finanzen nicht um seine Säuglinge (um die geht es beim Betreuungsgeld!) kümmern könnte. Später sichert das Ehegattensplitting gerade Familien mit mehreren Kindern das finanzielle Überleben. Wer meint, hier in Zukunft nur Geringverdienern die Möglichkeit des Splittings zu lassen, lässt Mittelstands-Familien, die sich selbst um ihre Kinder kümmern, in Zukunft nur noch den Weg in die finanzielle Armut offen. Auch bei der Zerstörung der Familie mischt Schneider kräftig mit. Ein Baustein hin zur Auflösung und Zerstörung der Familie ist es, die Begrifflichkeiten neu zu definieren. Man stelle sich vor, vor 20 oder auch nur vor 10 Jahren hätte einer behauptet, der Begriff "Familie" enthalte per Definition nicht mehr zwingend "Kinder". Man wäre nicht wirklich ernst genommen worden. Ebenso verhält es sich mit der Erziehung der eigenen Kinder. Musste man sich früher rechtfertigen, wenn man seine Kinder über den Tag hinweg komplett fremd betreuen ließ (Stichwort: Rabeneltern), so wird heute versucht Eltern unterschwellig oder auch ganz offen vorgeworfen, ihren Kindern Bildung zu verweigern, wenn sie nicht schon im Säuglingsalter außer Haus "versorgt" werden. Die "Entsorgung" der Bedeutung des Begriffes "Familie" geht synchron mit der "Entsorgung" der Kinder.      

Johannes3.16vor 1 Jahr und 249 Tagen

Schneider bleibt seiner Linie als Kirchenleiter u n d Politiker der vereinten LINKEN – zu der er sich ja auch freimütig bekennt („mein Herz schlägt links“) – treu. Wenn er erneut das biblische Leitbild der Familie nach der Ordnung GOTTES verwirft zugunsten gleichgeschlechtlicher und sonstiger Gemeinschaften, verwirft er praktisch auch die herkömmliche Familie als staatstragendes Fundament, wie es ausdrücklich im Grundgesetz festgeschrieben ist. Gemäß Art.6 GG steht die Familie „unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“. Was will dieser Kirchenmann eigentlich? Signalisiert er nicht mit seiner Haltung in dieser und anderen dringenden Fragen der „evangelischen“ Kirche, dass er sein Amt nicht mehr ausfüllen könne? Er beschwert sich über den scheidenden Papst, dass dieser ihm bei der Erfurter Begegnung nicht entgegen gekommen sei. Das konnte Benedikt auch gar nicht, hat sich doch die Kirche der Reformation, die einst JESUS CHRISTUS, Sein WORT und Seine Gnade und Barmherzigkeit ins Zentrum der Verkündigung stellte, so weit von ihren reformatorischen Grundsätzen entfernt, dass sie als Gemeinschaft der Glaubenden kaum noch wahrgenommen wird. Papst Benedikt XVI. hat dagegen die Verkündigung des Evangeliums und den Blick auf unseren HERRN in den Mittelpunkt seines Wirkens gestellt – auch wenn evangelische Fragen an die katholische Kirche bleiben. Der Präses der EKD ist zwar in seinen Äußerungen zum Islam eindeutig – hinsichtlich des Verkaufs einer Kirche ausgerechnet an Muslime - spricht er aber von „geistlicher Zumutung“ gegenüber „unseren Leuten“. Merkwürdig! Schneider bezeichnet Mohammedaner immer wieder als „Glaubensgeschwister“ und gratuliert diesen bei jeder Gelegenheit an muslimischen Festtagen zu Ehren des Götzen Allah! Berechtigte Kritik an der islamischen Ideologie nennt er aus seiner Sicht folgerichtig „krankhaft und unchristlich“. Den Verkauf der Kirche sieht er aber doch nicht so gern, weil dann noch mehr von den eigenen Schäfchen ins Grübeln kommen und von der Fahne gehen könnten. Die Hamburger Bischöfin Fehrs rettete diese Widersprüchlichkeit evangelischer Kirchenführung allerdings mit dem ihr eigenen Fingerspitzengefühl und meinte ganz einfältig, dass die Kirche auch bei den Mohammedanern ein „Gotteshaus“ bleibe. Sie bekennt damit ihre Unkenntnis über den Islam, denn jede Moschee in noch nicht vom Islam eingenommenen Gebieten ist ein Stützpunkt Allahs, der nicht aufgegeben werden darf. Unter der Vorgängerin von Fehrs, der feministischen Maria Jepsen, verlor übrigens die Hamburger Kirche über 30 Prozent ihrer Mitglieder. Da werden wohl demnächst weitere Kirchen in Hamburg zum Verkauf stehen – aber nicht nur dort. Eigentlich sollte Fehrs öffentlich mehr kirchlichen Beistand erhalten, hat doch der mitverantwortliche Gerhard Ulrich, der demnächst als einziger Kandidat zur Wahl des Landesbischofs der Nordkirche ansteht, bei dem Staatsvertrag zwischen Hamburger Senat, Kirche und Moslemorganisationen – alle unter Beobachtung der Staatsschutzbehörden – kräftig mitgewirkt! Das für Christen wichtigste Ergebnis ist, dass es in Zukunft an Hamburger Schulen einen „evangelisch-islamischen Religionsunterricht“ geben soll, der nicht nur grundgesetzwidrig ist (Art.7, Abs. 3 GG), sondern sowohl von islamischen als auch von „evangelischen“ Lehrkräften wechselweise erteilt werden kann!  

Diese Woche lesen Sie

  • Presbyter Die Säulen der Gemeinde
  • ideaSpezial Christenverfolgung 2014
  • Fundraising Am Geld soll es nicht scheitern
  • Pro & Kontra Ist es gut, dass die Kirche schrumpft?
  • Biblisches neu erzählt Ihr habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!
  • mehr ...
ANZEIGE