Freikirchenforscher
02. Oktober 2012

„Wer singt, ist glücklicher und gesünder“

„Wer singt, ist glücklicher und gesünder“
Holger Eschmann unterstrich auf der Herbsttagung des Vereins für Freikirchenforschung die Bedeutung des Singens für Christen. Foto: Theologische Hochschule Reutlingen

Marburg (idea) – „Wer singt, ist glücklicher und gesünder.“ Mit diesen Worten hat der Theologieprofessor Holger Eschmann (Reutlingen) Forschungsergebnisse zusammengefasst, die zeigen, dass Singen eine angstlösende und schmerzlindernde Wirkung habe. Er sprach auf der Herbsttagung des Vereins für Freikirchenforschung in Marburg. Das Treffen in der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg befasste sich mit „Liedgut und Musik in der Geschichte der Freikirchen“. Dort beobachtet Eschmann einen gegensätzlichen Trend: Chöre würden mangels Interesses oder wegen Überalterung aufgelöst; zugleich entstünden neue Singkreise. Das Singen im Gottesdienst habe nach wie vor eine hohe B...

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1 Kommentare

milanvor 1 Jahr und 332 Tagen

Das trifft nicht nur für Kirchgänger und Christen, sondern auch für Ungläubige zu. Gesang ist eine Form der Kommunikation, meist unidirektionell, jedoch Beachtung findend. Hingegen werden Gespräche zuweilen auch mit Ablehnung, oder auch mit Gleichgültigkeit außer Kraft gesetzt. Gesang ist auch noch mehr. Häufig ist darin ein Angebot enthalten. So kam es früher wohl häufig, dass ein Mann seiner zukünftigen Braut ein Ständchen sang, um sie zu gewinnen. Gesang ist auch ein Ausdruck von Lebensfreude; wer keine hat bleibt oft stumm. Gesang ist auch gesellschaftliches Leben, eine Gemeinschaftsproduktion, auch ohne lukratives Ziel. Wo nicht gesungen wird, scheint das Leben ausgestorben zu sein. Selbst der Teufel gebraucht dieses Mittel, um Hassbotschaften unter der Jugend zu verbreiten, zum Suizid aufzurufen, entweder in Fremdsprachen oder beim Rapp, damit es so wenig wie möglich auffällt. Die meistens Menschen scheinen zu vergessen, dass es ein Geschenk Gottes ist, dass Ihm zur Ehre gebraucht sein soll. König David war ein hingegebener Dichter, Komponist und Sänger, überliefert auch durch die Psalmen. Die Bibel sagt singt dem Herrn ein neues Lied. Das ist eine Aufforderung und eine Herausforderung. Nicht das da etwas zu leisten wäre, nein, die Herausforderung liegt darin sich führen zu lassen, in das Neue. Wer könnte in der Führung vortrefflicher sein als der Heilige Geist, der nicht nur in alle Wahrheit führt, sondern auch mit inbrünstiger Hingabe seinerseits in den Lobpreis und mehr noch in die Anbetung Gottes; denn auf diese Weise wird Gott in herrlicher Weise dargestellt, verherrlicht. Wer des öfteren in der Bibel spaziert, weiß um die Wichtigkeit dieser Form der Anbetung und seiner Zukunftsträchtigkeit. Wer in diese Richtung aktiv wird, der kann bald darauf erzählen, was er zu erleben begonnen hat. Begonnen, weil es ja nur der Anfang ist eines höchst interessanten, ja aufregenden Lebens, prägend dauerhaft verändert. Wer sich auf diesen Weg begibt und ihn mit ganzem Herzen und ganzer Seele geht wird überreichlich gesegnet sein, gesegnet mit der Gegenwart Gottes auf eine besonders innige Art und Weise. Die Aussage, dass Gott im Lobpreis seiner Kinder lebt, wird zur Lebenserfahrung, die oft sogar die menschliche Vorstellungskraft übersteigt. Solche persönlichen Leckerli sind Höhepunkte des irdischen Lebens, ein wenig vergleichbar mit Höhepunkten in der ehelichen (göttlichen) Beziehung. Gottes Gegenwart in allen Lebenslagen, auch und besonders in den schönen Momenten. Da kann es nur allzu leicht passieren, dass sich Ströme aus der Freudenquelle ergießen und das Herz vor Dankbarkeit überfließt. Wird zum Überfluss auch noch das himmlische Salböl ausgegossen, stürzen die Ströme des lebendigen Wasser wie ein Wasserfall hervor, dass man sich mitunter kaum noch auf den Beinen halten kann. Die Zeit verliert sich in Bedeutungslosigkeit.

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