Papst-Rücktritt
13. Februar 2013

Bewertung seiner Amtszeit ist gespalten

Kritik von Bischof Dröge: Erwartungen wurden nicht erfüllt. Foto: PR
Kritik von Bischof Dröge: Erwartungen wurden nicht erfüllt. Foto: PR

Stuttgart (idea) – Nachdem führende Vertreter der Kirchen und der evangelikalen Bewegung zunächst mit Hochachtung auf den angekündigten Rücktritt von Papst Benedikt XVI. reagiert haben, werden jetzt zunehmend Stimmen laut, die eine geteilte oder kritische Bilanz seiner Amtszeit ziehen. Nach Ansicht des Bischofs der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge, hat die katholisch-evangelische Ökumene unter Benedikt keine Blüte erlebt. Die hohen Erwartungen an den ersten deutschen Papst seit der Reformation hätten sich nicht erfüllt, sagte Dröge laut Mitteilung seiner Kirche in einer Predigt zum „Aschermittwoch der Künstler“ in Berlin. Au...

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8 Kommentare

Lutheranusvor 1 Jahr und 265 Tagen

Es ist doch ganz eindeutig: Benedikt XVI./Ratzinger ist durch und durch römisch-katholisch. Er hat stets die römische Werkgerechtigkeitslehre vertreten, gerade auch in seinen Katechesen über Paulus. Er verwirft ausdrücklich die biblisch-reformatorische Lehre von der Rechtfertigung allein aus Gnaden, allein um Christi Verdienst willen, allein durch den Glauben. Er hat alle römisch-katholischen Irrlehren aufrecht erhalten. Und er ist eindeutig bibelkritisch eingestellt, hat in seinen Jesus-Büchern, in beiden Bänden, sich klar zur historisch-kritischen Methode bekannt. Es kann daher keine Gemeinschaft mit Rom geben, auch keine Zusammenarbeit, denn Einheit kann es nur in der Wahrheit geben.

Johannes3.16vor 1 Jahr und 279 Tagen

Wenn man mit e i n e m Finger auf einen anderen zeigt, zeigen zumindest drei Finger auf einen selbst.

Vstansaveruvor 1 Jahr und 281 Tagen

Ökumene im Sinne vertiefter Gemeinschaft zwischen den Kirche und einzelnen Christen ist nur auf dem Wege vertiefter Gemeinschaft mit Christus zu haben. Das bedeutet, dass eine Ökumene im Sinne irgendeiner Selbstrechtfertigung meines Soseins keine echte Ökumene sein kann. Die Kirchenspaltung ist sehr klar eine Folge der Sünde und letztendlich Ausdruck der Selbstrechtfertigung. Luther selbst hat das Thema der Rechtfertigungslehre - und dazu gehört dann auch die Zurückweisung jeder Selbstrechtfertigung - eindeutig als articulus stantis et cadentis ecclesiae, als den Artikel, mit welchem die Kirche und das Kirchesein steht und fällt - gewertet. Von dieser Einsicht sind diejenigen Vertreter der evangelischen Kirchen, welche allein von der katholischen Kirche Änderungen und zugleich die Anerkennung ihres Soseins als evangelische Kirchen fordern, meilenweit entfernt. Darüber hinaus kann als Kriterium für die nötigen Änderungen und Reformen nichts anderes gelten als einzig und allein die Frage, was und wer uns näher zu bringt, und es ist selbst aus evangelisch-reformatorischer Perspektive völlig klar, dass hier keine Neuerungen in Rede stehen können, welche im Widerspruch zu Schrift und Bekenntnis stehen. Vielleicht sollten wir uns auch angewöhnen, nicht mehr von Änderungen und Reformen zu reden, sondern von Erneuerung und Rückkehr zum rechten Glauben der einen, heiligen, allumfassenden und apostolischen Kirche. Das ist nach meiner Überzeugung die Aufgabe, die sich sowohl den einzelnen Christen als den vielen in Spaltung und Selbstrechtfertigung verharrenden kirchlichen Gemeinschaften und Kirchen stellt. Diese Aufgabe zu lösen ist nur durch umfassende, aufrichtige Buße und Umkehr möglich, indem wir mit ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft alles von Gottes Güte und Gnade erwarten.

Josuavor 1 Jahr und 281 Tagen

Ich habe genau an dem Tag und auch noch zur Mittagszeit die Nachrichten auf Eins Extra gesehen, als der Rücktritt bekannt gegeben wurde. Eine katholische Referentin sagte, dass sich die katholische Kirche nicht genug dieser Welt anpasst und ich vermute mal, dass dieser Herr Dröge vom selben Kaliber ist. Sie wollen eine verweltlichte Kirche. Das hat aber nichts mit dem Wort Gottes und der Verkündigung des Evangeliums zu tun. Vielleicht hätten diese Herrschaften sich einen anderen Beruf aussuchen sollen. Wenn die Verantwortlichen in den Kirchen endlich die klare und eindeutige Botschaft verkündigen würden und sie auch leben würden und glauben würden, wären auch die Kirchen wieder voll. Aber noch mehr Lügen, für das brauche ich keine Kirche. Außerdem wird Jesus alle Herrschaft und alle Gewalt und alle Macht wegtun (1. Korinther 15, 24), bevor er das Reich Gott übergeben wird. Irrt euch nicht: Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten. Werdet rechtschaffen nüchtern und sündigt nicht! (1. Korinther 15, 33-34).

UlrichMottevor 1 Jahr und 282 Tagen

Entgegen einer obigen Aussage hat sich der Papst mehrfach, etwa in seinen beiden ersten Jesusbüchern zur Bibelkritik bekannt, und in seinem dritten Jesusbuch die Bibel kritisiert.

milanvor 1 Jahr und 282 Tagen

Wir sind in der Welt, aber nicht von der Welt, wir sind hier Fremdlinge, so sagt es das Wort Gottes. Denn wir sind Himmelsbürger, Säulen im Tempel Gottes, aus dem wir nicht heraus gehen werden; bekleidet mit einem weißen Kleid; berufen den geistig Armen das Evangelium zu verkündigen; gesalbt mit Freudenöl; ausgestattet mit göttlicher Autorität; das Himmelreich auf Schritt und Tritt hinauszutragen in die Welt; Jeshua nachzufolgen wie u.a. Paulus, Petrus und Johannes; mit allen Konsequenzen. --- Davon ist in der aktuellen "christlichen" Welt nicht viel zu sehen. (ich stehe auch nicht besser da). Die suchende Welt gibt sich dem Extremismus hin, weil sie bisher nichts besseres entdeckt hat, und schon gar nicht bei den allgemeinen Christen. Das lebendige Wort hat weitgehend dem toten den Platz überlassen, weil sich jeder sein persönliches Evangelium zurechtlegt, wie er es möchte, wie es in seinen Ohren klingelt. Das gilt für viele, ob Karteileiche, Kirchgänger bis in höchste Regionen, durch die Bank. --- So gesehen hat es nur einen unrühmlichen Abgang mehr gegeben. Mit oder ohne Tod ist dabei belanglos.

Katharinavor 1 Jahr und 282 Tagen

Wir brauchen keine Ökumene, sondern eine REformation der Katholischen Kirche. Leider verwenden Katholiken den Begriff selten. - Hin zur Bibel, hin zum Wort Gottes, hin zur Verkündigung des vollen Evangeliums unseres HERRN. Ich vermute, dass Papst Benedikt diese Not-Wendigkeit erkannt hat und resigniert - nicht "nur" wegen seines Alters, sondern auch wegen der Aussichtslosigkeit aufgrund seines Umfelds. Herr Ratzinger, Sie sind herzlich willkommen in den evangelischen Freikirchen!

WPEVvor 1 Jahr und 282 Tagen

+++ hat die katholisch-evangelische Ökumene unter Benedikt keine Blüte erlebt +++ Aus wessen Sicht betrachtet und war es zu erwarten? Ist es vom nächsten Papst mit Recht zu erwarten? Was soll er über Bord werfen, und hat das den Papst Benedikt gehindert?

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