Reformationsjubiläum
26. November 2012

Landesbischof für Schuldbekenntnis der Kirchen

Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Foto: PR
Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Foto: PR

Hof (idea) – Für ein gemeinsames Schuldbekenntnis von evangelischer und katholischer Kirche zum 500jährigen Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 hat sich der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München) ausgesprochen. Bei den Gedenkfeiern sollten „die dunklen Seiten Martin Luthers, insbesondere seine antijudaistischen Ausfälle“, ebenso angesprochen werden wie „das Leid, das aus der Kirchenspaltung und den sich anschließenden Konfessionskriegen entstanden ist“, sagte der Bischof am 26. November vor der Landessynode in Hof. Zusammen mit der katholischen Kirche sollten sich die Protestanten „des eigenen Versagens, der eigenen konfessionalistischen Engstirn...

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14 Kommentare

Carovor 1 Jahr und 304 Tagen

Ich erwarte ein Schuldbekenntnis von diesem "Bischof"! Er fordert die Öffnung der Christen für den Islam und fordert die Wertschätzung des islamischen Glaubens! Unglaublich! Christen sollen sich dieser Polit-Religion, die die Menschenrechte missachtet, antisemitisch und antichristlich ist, öffnen? Ist das Ihr Ernst Herr "Bischof"? Lesen Sie die Bibel, was hat Jesus gesagt?

Carovor 1 Jahr und 317 Tagen

Ein Bischof, der sich für die für die Öffnung der Christen zur menschenverachtenden Islam-Ideologie einsetzt, ist völlig unglaubwürdig. Luthers Aussagen bezüglich der Juden sind völlig inakzeptabel. Mit der Öffnung zum antisemitischen und antichristlichen Islam werden dem Antisemitismus wieder Tor und Tür geöffnet. Buße (Umkehr zu dem Gott der Christen) ist für einen Christen immer dran, auch für Sie Herr Bischof.

vor 1 Jahr und 317 Tagen

Einige unserer (Ur)Opas in Politik und Kirche fanden die zitierten Luther-Passagen so zeitgemäß, dass sie sich dabei auf Luther beriefen: "Am 10. November 1938, an Luthers Geburtstag, brennen in Deutschland die Synagogen [Kristallnacht]. Vom deutschen Volk wird [...] die Macht der Juden auf wirtschaftlichem Gebiet im neuen Deutschland endgültig gebrochen und damit der gottgesegnete Kampf des Führers zu völligen Befreiung unseres Volkes gekrönt. In dieser Stunde muss die Stimme des Mannes [Martin Luther] gehört werden, der als der Deutschen Prophet im 16. Jahrhundert einst als Freund der Juden begann, der getrieben von seinem Gewissen, getrieben von den Erfahrungen und der Wirklichkeit, der größte Antisemit seiner Zeit geworden ist, der Warner seines Volkes wider die Juden." Evangelisch-lutherische Landesbischof Martin Sasse (1938, Theologe, Landesbischof von Thüringen, Vorwort zu seiner Schrift "Martin Luther und die Juden - Weg mit ihnen!", http://hpd.de/node/3170, Stand März 2009) "Ein kirchlicher Protest gegen diese Schrift ist nirgends bekannt geworden; im Gegenteil" Pfarrer Hartwig Hohnsbein (25.01.2003, Vortrag Feindschaft gegen Juden: Antijudaismus im deutschen Protestantismus im 20. Jahrhundert) "Als Glieder der deutschen Volksgemeinschaft stehen die unterzeichneten deutschen evangelischen Landeskirchen und Kirchenleiter in der Front dieses historischen Abwehrkampfes, der u. a. die Reichspolizeiverordnung über die Kennzeichnung der Juden als der geborenen Welt- und Reichsfeinde notwendig gemacht hat. Wie schon Dr. Martin Luther nach bitteren Erfahrungen die Forderung erhob, schärfste Maßnahmen gegen die Juden zu ergreifen, und sie aus deutschen Landen auszuweisen. Von der Kreuzigung Christi bis zum heutigen Tage haben die Juden das Christentum bekämpft oder zur Erreichung ihrer eigennützigen Ziele missbraucht oder gefälscht." Landeskirchen Sachsen, Hessen-Nassau, Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Anhalt, Thüringen und Lübeck (September 1941 - Gemeinsame Erklärung zur Anordnung über die Einführung des Judensterns, Günter Brakelmann/Martin Rosowski Hg., Antisemitismus, Seite 108, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1989) "Luther war ein großer Mann, ein Riese. Mit einem Ruck durchbrach er die Dämmerung; sah den Juden, wie wir ihn erst heute zu sehen beginnen." Adolf Hitler (1924, Zwiegespräche zwischen Adolf Hitler und mir. Dietrich Eckart, München 1924; S. 34, http://de.wikiquote.org/wiki/Martin_Luther) Mir ist bekannt, dass ein allgemeines Desinteresse an antjudaistische Aussagen Luthers besteht. Jetzt zum Luther-Jubiläum sogar ein ausdrückliches Desinteresse, mit der Forderung an alle anderen, ebenfalls kein Interesse haben zu wollen. Ob sich alle daran halten werden?

Jesaja53,5vor 1 Jahr und 319 Tagen

Es ist immer wieder beachtlich wie die Nadel im Heuhaufen gesucht wird. Die Äußerungen und das Verhalten der Menschen, die Jahrhunderte vor uns gelebt haben, mit den heutigen Maßstäben zu messen. Da darf natürlich der Antisemitismus nicht fehlen, ganz wichtig in unseren Land! Man möchte so manchen Leser bzw. Schreiber hier nahelegen einmal darüber nachzudenken, ob wir in unserem Zeitalter das Maß aller Dinge sind oder ob es nicht doch noch Generationen nach uns geben wird, die ebenfalls über uns und unsere Gedanken den Kopf schütteln werden!

Johannes3.16vor 1 Jahr und 322 Tagen

@ Michael Schalter: Es freut mich, dass Sie sich nach längerer Zeit mal wieder hier zu Wort melden! Ich schätze Ihre sachlichen Kommentare! Nun zu Luther: Es wäre sicher angebracht, wenn sich Frau Käßmann, die Luther-Beauftragte für das Jubiläumsjahr, über eine vernünftige Besinnung auf den Reformator Gedanken machen würde, anstatt sich auf vielerlei Weise in Talk Shows, unzähligen Büchern und als Kommentatorin z. B. bei "Terra X" zu vermarkten. Die Kirche hätte genug Grund, sich einer weiteren wirklichen Reformation zu unterziehen. Was nun ein Schuldbekenntnis der Kirche hinsichtlich Luthers anbetrifft, so hat die Kirche schon etliche andere nutzlose Schuldbekenntnisse abgelegt, die ohne Folgen blieben. Wegen Luthers antisemitischer Ausfälle vor 500 Jahren sollte m.E. kein Schuldbekenntnis erfolgen, weil die heutige Generation dafür nicht verantwortlich gemacht werden kann! Aber: Der Antisemitismus der Kirche und ihrer LeiterInnen heute ist so katastrophal, dass darüber dringend Buße erfolgen soll. Es muss ein Neubeginn der Beziehung zwischen Kirche(n) und ISRAEL, dem Volk Gottes, erfolgen. Dafür muss das, was der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer in Kapitel 9 bis 11 über das Verhältnis zwischen Juden und Christen entfaltet, die Grundlage sein! Und bei allem darf nicht vergessen werden, was der HERR JESUS selbst gesagt hat: "Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern (also den Juden!), das habt ihr mir getan." Das ist der Maßstab, der für uns alle gilt!

vor 1 Jahr und 324 Tagen

Werden wir doch mal konkret. Für welche der folgenden Sätze Luthers brauchen wir keine Buße zu tun, wenn wir das Reformationsjubiläum feiern? Hat Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm Unrecht, wenn er hierfür ein Schuldbekenntnis fordert? Dr. Martin Luther: "Ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist‘s um diese Juden, ... unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. [...] Wenn ich könnte, wo würde ich ihn niederstrecken und in meinem Zorn mit dem Schwert durchbohren. [...] Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke und, was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun, unserm Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien und solch öffentlich Lügen, Fluchen und Lästern seines Sohnes und seiner Christen wissentlich nicht geduldet noch gewilliget haben. Zum andern, dass man auch ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre. Denn sie treiben eben dasselbige drinnen, das sie in ihren Schulen treiben. Dafür mag man sie etwa unter ein Dach oder Stall tun, wie die Zigeuner, auf dass sie wissen, sie seien nicht Herrn in unserem Lande, wie sie rühmen, sondern im Elend und gefangen, wie sie ohn' Unterlass vor Gott über uns Zeter schreien und klagen. Zum dritten, dass man ihnen nehme alle ihre Betbüchlein und Talmudisten, darin solche Abgötterei, Lügen, Fluch und Lästerung gelehret wird. Zum vierten, dass man ihren Rabbinern bei Leib und Leben verbiete, hinfort zu lehren. ... Zum fünften, dass man den Juden das Geleit und die Straße ganz und gar aufhebe. Denn sie haben nichts auf dem Lande zu schaffen, weil sie nicht Herren noch Amtleute noch Händler oder desgleichen sind, sie sollen daheim bleiben." Dr. Martin Luther (Reformator, Von den Juden und ihren Lügen. In: Borcherdt, H. H., Merz, Georg (Hg.): Martin Luther - Ausgewählte Werke. Ergänzungsreihe dritter Band: Schriften wider Juden und Türken. München, 1938. Chr. Kaiser Verlag. S. 61-228. Zitate S. 189-193)

milanvor 1 Jahr und 325 Tagen

Schade, dass unsere Bemerkungen bei diesen Menschen nichts bewirken. Ja, sie sind nun mal immunisiert gegen die Wahrheit der Bibel. Nichts kann sie erschüttern, sie nehmen es gelassen. Ein Knasti würde sagen, dass sitzt er auf einer Backe ab.

Vstansaveruvor 1 Jahr und 325 Tagen

Warum eigentlich noch fünf Jahre warten mit dem Schuldbekenntnis? Es gibt viele Gründe, die Buße und Umkehr heute schon zu beginnen. Wie wäre es also, schon heute die Heilige Schrift, Gottes Wort, und die heilige Tradition der Kirche wieder ernst zu nehmen, schon heute mit dem Sinneswandel zu beginnen, nicht erst 2017? Und warum sollen damit die andern anfangen? Wäre es nicht an uns, damit zu beginnen? - Nach dem Krieg wurden bei uns viermal jährlich Bußgottesdienste gefeiert. Nach Missernten, Blitz und Hagelschlag hat man Buße getan. Wie wäre es, wenn wir als Evangelische mit dem Anfang beginnen und auch wegen der Kirchenspaltung 1054 umkehren und Buße tun? Wenn wir also von vornherein darauf verzichteten, mit dem Finger auf andere zu zeigen?

Jesaja53,5vor 1 Jahr und 325 Tagen

Schließe mich Albert an ...Spricht hier ein Bischof oder der Sprecher der Grünen Partei?

vor 1 Jahr und 326 Tagen

Hier redet ein Sozialist im bischöflichen Gewande. Es geht um das sozial(istische) Evangelium der Umverteilung aber keineswegs um das Evangelium der Umkehr zu GOTT, das uns offenbart wurde durch CHRISTUS JESUS.

vor 1 Jahr und 326 Tagen

Die EKD sollte bei der nächsten Bundestagswahl antreten, am Besten in einem Wahlbündnis mit den Grünen. Im Ernst: Wie weit will sich die Kirche denn noch von ihrer eigentlichen Aufgabe, der Verkündung des Evangeliums, entfernen? Statt dessen versucht man, mit Gutmenschenpolitik ein Paradies auf Erden herbeizureden. Wird nicht funktionieren. Aber bis das den Herren und Damen Bischöfen auffällt, können sie sich ja noch weiter für alles Mögliche entschuldigen, gibt sicher noch genug...

vor 1 Jahr und 327 Tagen

Ich habe selten - bzw noch nie - so einen arroganten Unsinn von einem Landesbischof gelesen, wie die Argumentation von Herrn Bedford-Strohm bezüglich eines beabsichtigten Schuldbekenntnisses zum Reformationsjubiläum und seinen sonstigen politischen Ausführungen in dieser Rede. Das ist ein derartiger Unsinn und ein "Stammtischgerede", dass ich es mir sogar schenken möchte, auf einzelne Ausführungen näher einzugehen. Das wäre vertane Zeit. Martin Luther würde sich im Grabe umdrehen, wenn er das lesen oder hören würde. Die Ausführungen könnten der Aufsatz eines 14-jährigen Gymnasiasten im Fach Ethik oder Politik sein. Von christlichem (und protestantischem) Glauben ist keine Spur erkennbar. Da spricht der pure Hochmut (..."wenn wir es geschafft haben werden, die Wirtschaft so umzugestalten"...). Von Bitten um Vergebung der eigenen Sünde keine Spur. Ob sich die bayrischen evangelischen Pfarrer und die evangelische Gemeinde demnächst ein gläubiges Oberhaupt wünschen bzw. bis 2017 erbeten? Bei diesen Ausführungen bleibt der Gemeinde nur, unseren Herrn Jesus Christus um Vergebung zu bitten und ein Schuldbekenntnis über die letzte Bischofswahl zu formulieren.

milanvor 1 Jahr und 327 Tagen

Weltliche Christen bleiben weltlich.

Pascalvor 1 Jahr und 327 Tagen

Schuldbekenntnisse sind genauso unschuldig wie die kollektive Beichte: niemand fühlt sich betroffen. Manchen wäre es peinlich, aber weh tun würd´s nicht. Wenn aber schon dunkle Seiten, Versagen, Engstirnigkeit u.a.m. angesprochen werden sollen, warum machen wir aus den Reformationsfeierlichkeiten nicht eine richtige Trauerfeier mit sieben Tagen Fasten und Sitzen in Sack und Asche? Das wäre angemessener und Gott würde unserer Bußfertigkeit vielleicht Glauben schenken.

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