„Halberstädter Abende“
08. Februar 2013

Kirche verhindert Auftritt von Ursula Sarrazin

Die Pädagogin und Buchautorin Ursula Sarrazin. Foto: dpa
Die Pädagogin und Buchautorin Ursula Sarrazin. Foto: dpa

Halberstadt (idea) – Die Pädagogin und Buchautorin Ursula Sarrazin (Berlin) darf im April nicht bei der kirchlichen Gesprächsreihe „Halberstädter Abende“ auftreten. Das hat der Gemeindekirchenrat des Evangelischen Kirchspiels Halberstadt (Harz) beschlossen, wie der Geschäftsführende Pfarrer Harald Kunze auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea bestätigte. Kunze und der Pfarrer i.R. Hartmut Bartmuß von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) sind Initiatoren und Moderatoren der seit 2005 stattfindenden Gesprächsreihe in der Winterkirche des Domes. Laut Kunze befürchtet der Gemeindekirchenrat, dass ein Auftritt von Ursula Sarrazin einen ähnlich...

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8 Kommentare

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 232 Tagen

@ Ulrich Motte Welche einseitige Politisierung meinen Sie? Ich bin entsetzt, dass ausgerechnet in der früheren DDR wieder Redeverbote erteilt werden. Warum hat man denn um alles in der Welt Angst vor Frau Sarrazin? Warum befürchtet man da einen Konflikt? Und dazu: sonst sind doch Kirchen dafür, dass man Konflikte nicht scheuen soll. Vielmehr sollte man doch die Vielfalt der Meinungen zulassen. Ach so, nur solche Vielfalt, die sich mit der Einfalt einer bestimmten politischen Richtung verträgt? Ach, ich bin traurig über "meine" Kirche.

UlrichMottevor 1 Jahr und 232 Tagen

Die konservativere Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche und die konservative Evangelisch-Lutherische Freikirche lehnen eine einseitige Politisierung der Kirche ausdrücklich ab.

75173vor 1 Jahr und 234 Tagen

EINFACH NUR DUMM!

SIMOvor 1 Jahr und 234 Tagen

Die wirklichen Faschisten finden wir heute in der linken Hälfte unseres Landes. Natürlich müssen wir auch zur Kenntnis nehmen, dass der Nationalsozialismus aus denselben gottverachtenden Wurzeln der atheistischen Aufklärung entspringt, nicht umsonst führen die Weiterlebenden dieser Ursprünge nun wieder Sippenhaftung und Hexenjagd ein. Der Zeitgeist herrscht über Gottes Geist, Gedanken- und Meinungsfreiheit sind heute Makulatur, beherrscht von EU- und staatskontrollierten Medien der Political Correctness.

Laufervor 1 Jahr und 235 Tagen

Welch Geist bestimmt wohl den Halberstädter Gemeinde-Kirchenvorstand? Eigentlich sind Redeverbote dort seit 1990 doch nicht mehr in?!

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 235 Tagen

Ach, auf Ausgewogenheit achtet man. Dabei kann man doch bei der Aufzählung der geladenen Gästen klar erkennen, welche Seite da stark überwiegt. Ich kann da nur Herrn Prof. Wolffsohn herzlich danken. Ein Mann mit einer klaren, guten, toleranten und demokratischen Meinung. Ja, ja, das Jahr der Toleranz. Damit meint man wohl, dass wir allen anderen gegenüber tolerant sein sollen, die die Kirche als richtig erkennt. Sorry, ich bin entsetzt!

Johannes3.16vor 1 Jahr und 235 Tagen

In unendlicher "Toleranz" unterwerfen sich Kirchenfunktionäre von Hamburg bis München der menschenverachtenden Ideologie des Islam und verbrüdern sich dabei mit LINKEN und GRÜNEN. Wenn es aber um eine andere Meinung geht, die dem eigenen, oft engen bürgerlichen Verständnis und/oder dem Mainstream entgegen stehen, bricht das ganze Toleranzgerede zusammen und es verbleibt ein unangenehmer Geruch von Ignoranz. Toleranz gehört immer auch zu der zu akzeptierenden Freiheit des Andersdenkenden. Toleranz kommt von "tolerare", ertragen. Das heißt, ich muss die Meinung des Anderen nicht akzeptieren, aber ertragen und gegebenenfalls mit friedlichen Mitteln und den Waffen des Geistes widerlegen. Im Grundgesetz heißt es (Art. 5, 1): "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten ... (2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze ..."   Wenn ein Gemeindekirchenrat, noch dazu der einer freien evangelischen Kirchengemeinde, diese Freiheit der Meinungsäußerung nicht mehr erträgt, gerät er in Gefahr, sich selbst in die Unfreiheit zu begeben. Christen sind zur Freiheit berufen und können sich mit Meinungen und Meinungsströmungen, die dem WORT widersprechen, auseinandersetzen und sehr wohl in die Schranken weisen.  

Der Leservor 1 Jahr und 235 Tagen

Zu Recht weist Hartmut Bartmuß auf die Diskrepanz zum EKD-Motto "Toleranz" hin. Aber das ist die traurige Wirklichkeit in der EKD, insbesondere bei ihren Führungspersönlichkeiten und den ihnen folgenden lokalen Handlangern: Toleranz gilt nur für die Gleichgesinnten, möglichst Linksorientierten. Alle anderen werden ausgegrenzt und diskriminiert, im schlimmsten Fall mit Unterstützung bestimmter Medien auch öffentlich diskreditiert und verunglimpft.  

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