Studie
07. Mai 2013

Warum sich Jugendliche nicht in der Kirche engagieren

Foto: PR
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Stuttgart (idea) – Zu den größten Barrieren für das Engagement von Jugendlichen in der Kirche gehört der traditionelle Gottesdienst. Zu diesem Ergebnis kommt die Jugendstudie „Brücken und Barrieren“, die das Markt- und Sozialforschungsinstitut Sinus (Heidelberg) im Auftrag der evangelischen Jugendwerke in Baden und Württemberg durchführte und am 7. Mai in Stuttgart vorstellte. Dazu wurden 72 Jugendliche intensiv befragt, deren Konfirmation ein bis zwei Jahre zurücklag. Sie kritisierten, dass die Predigten „zu umfangreich, nicht abwechslungsreich genug, schwer verständlich, alltags- und jugendfern“ seien. Die traditionelle Uhrzeit des Gottesdienstes am Sonntagvormittag w...

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5 Kommentare

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 197 Tagen

Es ist immerhin interessant, dass in manchen Gemeinden recht viele junge Menschen sind, obwohl die Predigten länger als in der Landeskirche sind und in keinem Punkt von den Wahrheiten der Bibel abweichen. Ja, natürlich kann und soll man z.B. in der Art der Musik dem Geschmack junger Menschen entgegen kommen. Haben aber diese konfirmierten Jugendlichen jemals klar das Evangelium gehört? Haben sie erlebt wie der Pfarrer/die Pfarrerin begeistert sind vom Evangelium, von Herzen Jesus nachfolgen? --- @Berlin1972: aus Ihrem Beitrag spricht (sorry) ein ziemlicher Hass gegen die Evangelikalen. Und ob Sie es nun glauben oder nicht: genau dort findet man die meisten junge Menschen. Natürlich müssen junge Menschen zu einem persönlichen Glauben finden, nicht von den Eltern ererbt. Als ich noch sehr jung war, hat mich eine Frage bewegt: was ist denn nun der Unterschied zwischen einem anständigen Nichtchristen und einem Christen? Nur am Sonntag zur Kirche gehen und moralisch gut leben? Das ist ja sicher was. Aber zum Glauben kam ich durch Menschen, die so begeistert von Jesus waren, dass sie ihr ganzes Leben nach seinem Willen ausrichteten und auch in großer Not nicht von Gott abwichen. Das hat mein Herz berührt, denn von der Richtigkeit des Glaubens hatte ich schon vorher genug gehört. Es war nicht genug.  

1Kor13-13vor 1 Jahr und 200 Tagen

Lasset die Kinder zu mir kommen! Dann muss man in die Knie gehen und auf Augenhöhe. Man muss sich für die Jugendlichen interessieren, nach ihren Interessen fragen, wissen, welche Musik sie hören, welche Sorgen sie haben. Den Griechen ein Grieche und den Jugendlichen ein Jugendlicher. Die Zeiten, in denen man Zwang einsetzen konnte, sind zum Glück lange vorbei. Viele Alte leiden noch heute darunter, was damals mit ihnen gemacht wurde. Man muss Gemeinschaft bieten, die zu den Jugendlichen passt. Räume bieten, in denen sie ihren Glauben leben und präsentieren können. Mit ihrer Musik, mit ihren Gefühlen. Wer sich nicht um den Nachwuchs kümmert und wer von ihm nur Anpassung fordert, wird den Nachwuchs verlieren. --- Zu Katharina: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Wer in der Kindheit und Jugend die Geborgenheit der Kirche nicht erfahren konnte, wird als Erwachsener auch nicht daraus leben können. Es stimmt: Man muss Ernst machen damit, dass Gott selbst den Kontakt zu seinen Kindern nie aufgibt. Man muss aber auch Ernst mit dem Gedanken machen, dass man Gott auf vielfältige Weise so im Weg stehen kann, dass die Kinder ihn nicht mehr sehen können. Und darüber werden wir einmal alle Rechenschaft ablegen müssen.

Berliner1972vor 1 Jahr und 200 Tagen

Dass sich Jugendliche nicht in der Kirche engagieren, mag auch daran liegen, dass in ihrer dogmatischen Erscheinungsform gerade der Gesichtspunkt der Liebe zu kurz kommt. Es spricht nach meinem Empfinden nicht für die "Liebe Gottes", wenn der auf Lügen gegründete Irak-Krieg des "wiedergeborenen Christen" George W. Bush, mit Tausenden von Toten und perverser Folter in evangelikaler Sicht als gottgefälliger angesehen wird als z.B. echte Liebe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern. Dass die Jugend einem Gott nicht vertrauen kann, dem Krieg, Tod und Leid lieber ist als Liebe, spricht nicht gegen die Gottfeindlichkeit der Jugend, sondern m. E. eher gegen die hasserfüllte Menschenverachtung mancher evangelikaler Strömungen .... Der lebendige Gott liebt jeden einzelnen Menschen! Er liebt nicht die Dogmen "evangelikalen" Menschenhasses, sondern jeden Menschen so, wie er ist!

Katharinavor 1 Jahr und 203 Tagen

"ihnen müßten jeweils spezielle Angebote gemacht werden". Ich habe große Zweifel daran, ob das richtig ist. Laßt doch die Jugendlichen erstmal in Ruhe erwachsen werden! Niemand kann ihnen den Weg weisen, außer GOTT selbst!

Leovor 1 Jahr und 203 Tagen

Aha - zu den "größten Barrieren für das Engagement von Jugendlichen in der Kirche gehört der traditionelle Gottesdienst". Schon seltsam. Dabei finden gerade sehr strenge traditionelle Formen des Buddhismus und Hinduismus oder so manche esoterische Spinnerei großen Anklang bei Jugendlichen. Gar nicht zu sprechen von diesen Neuheiden, die sich allerhand obskuren Ritualen, streng nach Vorschrift von selbsternannten Zauber- und Hexenmeistern, unterwerfen. Das Markt- und Sozialforschungsinstitut Sinus scheint auf einem Auge blind zu sein. Oder will es gar für die "Spaß-Motivierten" Jugendlichen "neue Märkte" in der Kirche eröffnen?  

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