Sparen im Rheinland
06. August 2013

Der Gürtel wird immer enger geschnallt

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski. Foto: EKiR
Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski. Foto: EKiR

Düsseldorf/Mülheim an der Ruhr/Aachen (idea) - Die Evangelische Kirche im Rheinland muss noch mehr und schneller sparen. Wie Präses Manfred Rekowski (Düsseldorf) mitteilte, ist es nötig, den landeskirchlichen Haushalt statt um 15 Prozent bis 2023 nun um 35 Prozent bis 2018 zu kürzen. Das entspricht 20 Millionen Euro. Auf einer außerordentlichen Synode am 23. November 2013 in Hilden soll über Schwerpunktsetzungen beraten werden. Auch betriebsbedingte Kündigungen schließt der Präses nicht aus. Für die stellvertretende Vorsitzende des Evangelischen Pfarrvereins im Rheinland, Asta Brants (Aachen), ist wichtig, dass keine Pfarrstellen gestrichen werden: „Wir sollten den Beruf nic...

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9 Kommentare

Enricovor 1 Jahr und 73 Tagen

@Leo ...ein absolutes Amen zu deinem Post.

Johannes3.16vor 1 Jahr und 73 Tagen

Herr "1Kor13-13", was Sie unter dem Deckmäntelchen Ihres gewählten Paulus-Wortes von sich geben, ist völlig unakzeptabel, weil mit der Bibel in keiner Weise übereinstimmend. Das bezieht sich nicht nur auf Ihren obigen Kommentar, sondern auf Ihre sämtlichen Äußerungen. Sie sollten besser schweigen und über Ihre Haltung zum WORT GOTTES nachdenken! Eine Umkehr ist ja auch für Sie möglich, wenn Sie es nur ernstlich wollen!

milanvor 1 Jahr und 74 Tagen

Ein Banker schrieb vor wenigen Jahren "Deutschland schafft sich ab". Wann schreibt denn mal ein Religiöser "Die Kirchen schaffen sich ab"?

MCC Münchenvor 1 Jahr und 74 Tagen

@Leo: Leider muss ich Dir in Deiner Kritik im vollem Umfang beipflichten.

Leovor 1 Jahr und 75 Tagen

Es ist nur zu begrüßen, wenn gespart wird. So manches schrumpft dann eben zwangsläufig auf das reelle Maß zurück. Gerade die Evangelische Kirche im Rheinland hat das nötig. Denn soweit ich diese Kirch kenne hat sie weder was mit Jesus noch mit Verkündigung im biblischen Sinn zu tun. Und dieses Gejammer des Evangelischen Pfarrvereins wegen eines möglichen Wegfalls von Pfarrstellen kann ich auch nimmer hören. GOTT sei Dank fallen diese weg. Wer brauch schon gut honorierte Pfarrerinnen und Pfarrer, die nur sich selber verkünden? Da gibt es genug Politiker, die das tun.

1Kor13-13vor 1 Jahr und 76 Tagen

Wann endlich hört die evangelikale Desinformation über Gender- und Gleichstellungsarbeit auf? Die Kirche hat zu Recht auf Frauenförderung gesetzt, bis man merkte, dass an anderen Stellen eben auch Jungen und Männer gefördert werden müssen. Es geht bei Genderförderung eben nicht darum, alle gleich zu machen, sondern darum, Unterschiedliche nicht zu benachteiligen, und denen, die auf unterschiedliche Weise benachteiligt werden, die ihnen zustehende Förderung zukommen zu lassen. Wer anderes behauptet, kennt die Genderprogramme nicht (und sollte dann besser die Klappe halten) oder er kennt sie - und lügt bewusst. Die Hauptproblematik der Rheinischen Kirche gegenwärtig ist derzeit weniger, dass so viele Menschen aus der Kirche austreten oder die Kirchensteuer dramatisch abnimmt, sondern dass die Rheinische Kirche vor 20 Jahren Investitionen getätigt hat (Menschen eingestellt und Kirchen und Gemeindezentren gebaut hat), ohne sauber zu klären, wer später bei stetig durch Geburtenmangel abnehmenden Gemeindegliederzahlen die Kosten trägt (z.B. Pensionen der vielen Pfarrerinnen und Pfarrer, die ab 2020 in den Ruhestand treten werden). Diese Entscheidungen fallen in die Zeit lange vor Rekowski und Schneider. Auch hier könnte man fragen, warum aus der evangelikalen Ecke der Rheinischen Kirche sofort wieder unsachliche Desinformation und Polemik kommt. Kompetenz sieht anders aus.   Wenn man sich einmal anschaut, dass 1970 in Deutschland 78 Mio. Menschen lebten und 2010 etwas mehr als 81 Mio. Menschen, von denen aber 15 Mio. einen Migrationshintergrund haben und 7 Mio. keinen deutschen Pass, dann kommt man drauf, wo der Hauptgrund für den Mitgliederschwund liegt, nämlich insgesamt in der Bevölkerungsentwicklung und dass er nicht in der Hauptsache bei den Austritten liegt (ohne dass diese vernachlässigt werden dürften). (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Deutschlands)  

Johannes3.16vor 1 Jahr und 77 Tagen

Herr Rekowski wird hoffentlich mit gutem Beispiel vorangehen und auch sein Einkommen aus Steuermitteln (!) zwischen 8.000 und 12.000 Euro monatlich reduzieren! Wer so viele Mitglieder verloren hat, muss sich ohnehin fragen und fragen lassen, ob die rheinische Kirche überhaupt noch ihre Existenzberechtigung hat - zumindest in dem jetzigen Fahrwasser und unter dem vorherigen und jetzigen "Kapitän"!

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 77 Tagen

Zum einen möchte ich Pfarrer Sickinger zustimmen. Was braucht Kirche eigentlich und was gehört da gar nicht hin und zersetzt am Ende noch vieles. Und da habe ich noch eine Idee, die aber wohl den Präses nicht so erfreuen wird. Wie wäre es, wenn alle höheren Positionen über Pfarrer hinaus nicht mehr verdienen würden. Höchstens tatsächliche Mehraufwendungen ersetzt bekommen. Das ist vielleicht nicht so ein großes Sparpotenzial, aber ich höre immer wieder von Gemeindegliedern, dass da viel zu viel verdient wird. Irgendwo muss man ja anfangen. Und das wäre sicher besser als Pfarrstellen zu streichen. Nicht unten, sondern oben und an Stellen, die gar nicht eigentlich zur Kirche gehören, anfangen.

UlrichMottevor 1 Jahr und 77 Tagen

Im Rheinland sitzt auch die theologisch konservative Kamen-Initiative, die mit sehr wenig Geld auskommt und auf Anfrage auf konservative Gemeinden hinweist sowie bei solchen Neugründungen hilft.

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