Rat an FeG-Mitglieder
30. Mai 2013

Abendmahl nicht in Volkskirche nehmen

Abendmahl nicht in Volkskirche nehmen
Wer soll am Abendmahl teilnehmen? Foto: Pixelio.de/Ralf Dietermann

Witten (idea) – Mitglieder von Freien evangelischen Gemeinden (FeG) sollten beim Gottesdienstbesuch in volkskirchlichen Gemeinden nicht am dortigen Abendmahl teilnehmen. Das empfiehlt der freikirchliche Theologe und Buchautor Hartmut Weyel (Brühl bei Köln) in der FeG-Zeitschrift „Christsein Heute“ (Witten). Diese Position sei nicht antiökumenisch, sondern gehöre zum FeG-Profil im ökumenischen Gespräch, gerade auch deshalb, weil Freie evangelische Gemeinden eine überkonfessionelle Offenheit beim Abendmahl praktizierten. Wie Weyel in dem Heft mit dem Schwerpunkthtema „Kennzeichen Abendmahl“ schreibt, gebe es einen engen Zusammenhang zwischen dem Abendmahlsverständnis und d...

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14 Kommentare

Peter Weissvor 1 Jahr und 90 Tagen

Die Begründung der Position Weyels ist so weit vom reformatorischen Abendmahls- und Gemeindeverständnis entfernt, dass hier von einem "Bruch" gesprochen werden muss. Nach Luther ist das Abendmahl "nicht gegründet auf Menschen Heiligkeit, sondern auf Gottes Wort" (Großer Katechismus: Abendmahl; Confessio Augustana Kap. 7). Seine Gültigkeit hängt am Wort: "Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird... usw.", also daran, dass es recht ausgeteilt wird, und daran, dass sich der, der es empfängt, im Glauben an dieses Wort hängt und sich darauf verlässt. Aber es hängt weder am Glauben dessen, der es austeilt, noch am Glauben der anderen, die es empfangen. Die Abendmahlsgemeinde nicht als "corpus permixtum" (Luther), sondern als reine, heilige Gemeinde als Voraussetzung einer Teilnahme zu verstehen, ist eine Variante des römisch-katholischen Selbstverständnis, das die Reformatoren seinerzeit mit biblischen Gründen (vgl. Mt 13,24-30) abgelehnt haben. Es ist sehr zu hoffen, dass sich dieser Bruch mit dem reformatorischen Abendmahls- und Gemeindeverständnis im Bund Freier evangelischer Gemeinden nicht durchsetzt.

Franzvor 1 Jahr und 92 Tagen

Hartmut Weyel - Buchautor und Theologe - veröffentlicht diese brisanten Thesen in einer FeG-Zeitung. Es ist nun die Aufgabe der leitenden Repräsentanten des Bundes freier evangelischer Gemeinden, diese Haltung zu bestätigen oder zu korrigieren. So, wie idea die Meinung zusammenfasst, läuft sie darauf hinaus, dass die FeG die volkskirchliche Abendmahlspraxis insgesamt verwirft und ihr so das Kirche-Sein abspricht. Das kann nicht Konsens im Bund freier evangelischer Gemeinden sein.

Großevor 1 Jahr und 92 Tagen

Aus eigenem Erleben weiß ich, wie schmerzhaft es ist, ungerechtfertigt vom Heiligen Abendmahl ausgeschlossen zu werden - und das von Menschen, die die Bibel als unser Fundament aufweichen und beliebig machen. Die SELK und gerade freikirchliche Gemeinden haben mich damals eingeladen, bei ihnen Abendmahl zu feiern. Das war eine große Ermutigung in dieser Zeit. Inzwischen nehme ich - Gott sei Dank - wieder am Abendmahl teil und mir ist es eine große Anfechtung, o. g. Artikel zu lesen! Welch eine wohlmeinende Überheblichkeit. Zuallererst muss ich selbst wissen, ob ich zum Abendmahl gehen kann - und es ist meine Verantwortung vor Gott, das Mahl zu empfangen oder nicht. Zweitens ist es in der Regel so, dass der Pastor, der für die Spendung verantwortlich ist, nie alle Menschen kennt, die zum Altar kommen. Bei offensichtlichen Verfehlungen, die den Gang zum Mahl fragwürdig machen, ist jederzeit ein Gespräch möglich - trotzdem liegt die geistliche Entscheidung beim Abendmahls-Empfänger. Jesus selbst hat das Abendmahl eingesetzt als eine geistliche Kraft und Stärkung für uns als seine Geschwister und um uns nahe bei sich und bei dem zu halten, was er für jeden einzelnen von uns getan hat. Machen wir uns doch um Himmels Willen nicht gegenseitig diese einmalige Kostbarkeit in unserem Leben kaputt und verfallen der Anmaßung, entscheiden zu dürfen, wer "würdig" ist oder nicht.  

vor 1 Jahr und 94 Tagen

Zitat: "Dass eine Kirche eine Gemeinschaft von Gläubigen sei, bei der nur zu Jesus Christus Bekehrte zur Gemeinde gehören und am Mahl des Herrn teilnehmen. In der Volkskirche sei dies leider nicht der Fall." Durchaus ist es richtig, die Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Gläubigen die der HERR herausgerufen hat. Aber auch wir können in der Gemeinde den Menschen nur vor den Kopf schauen. Auch in unseren freikirchlichen Reihen gibt es Menschen, die zwar Mitglieder sind, aber auch nicht (mehr?) glauben. Es ist ungeistlich den Kirchen das Gemeinde sein auf diese Weise in Frage zustellen. Dann müssten wir als Freikirchen das auch tun. In vielen Gemeinden sind Mitglieder in der dritten, vierten oder noch älteren Generation. Manchmal nur noch aus Tradition, weil es in den Familien so Sitte war. Fassen wir uns gelegentlich an die eigene Nase und versuchen als Christen - zusammen in allen Konfessionen - die freimachende Botschaft glaubwürdig zu leben. Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir uns gegenseitig den Glauben absprechen. Was ist das für ein Christuszeugnis?

Katharinavor 1 Jahr und 94 Tagen

Ich kann dem Buchautor Weyel nicht zustimmen. Zu den guten Gedanken hier zum Abendmahl und den Worten aus der Bibel dazu möchte ich einen m. E. wichtigen Aspekt hinzufügen: die Buße! Wer VOR dem Abendmahl öffentlich und im Herzen Buße getan hat, darf teilnehmen! Zur Buße sollte von der Leitung immer aufgerufen werden und ein Bußgebet gesprochen werden! Menschen, die neben mir stehen, kann ich niemals ins Herz sehen. - Manchmal kann man den Eindruck gewinnen, als ob Leute mehr darauf achten, was andere tun oder nicht, als auf sich selbst und sein eigenes Herz.

Glaube777vor 1 Jahr und 94 Tagen

Was mich an dem Artikel stört, ist Folgendes: Herr Weyel zitiert mit keinem Wort die Bibel. Obwohl Gottes Wort vieles zu diesem Thema sagt. Vielleicht ist das die Schuld der Redaktion. Wer weiß?! Ich habe sein Buch nicht gelesen. Aber ansonsten hat Hartmut Weyels gar nicht so Unrecht. Er spricht hier von keinem GESETZ oder das man jedem Menschen ins Herz schauen muss... sondern über eine grobe Richtlinie.   Man soll Abendmahl nur dort einnehmen wo auch die Teilnehmer gläubig sind. Das heißt nicht, dass sie es auch unbedingt sind. Wer und wie kann das auch wissen? Es soll aber eine gewisse Vorkehrung getroffen werden um Missbrauch zu vermeiden (1. Korinther 11,17-34). Die Teilnehmer sollen zumindest bekehrt und getauft sein. Ob sie nun würdig sind das Mahl einzunehmen oder nicht, ist ihnen überlassen. 1. Korinther 11,17-34 unterstützt Weyels Ansicht. Die Korinther hatten das Problem, dass aus ihrem Abendmahl ein Saufen und Fressen wurde. Jesus der ja Mittelpunkt dieser Feier sein sollte, wurde durch dieses Handeln aus dem Zentrum verdrängt. Anstatt an das Leiden und Sterben Jesu zu gedenken, haben sie sich die Bäuche voll gehauen. Somit haben sie Schuld auf sich geladen.   Wie sollen jetzt aber Ungläubige, an das Leiden und Sterben Jesu gedenken? Sie haben keine Beziehung zum HERRN. Viele Glauben noch nicht einmal an Jesus. Ja, sogar viele Pfarrer lehnen Jesus ab. Heute kommen ja viele nur aus Tradition in die Kirche, oder wegen der besonderen Atmosphäre. Wer Abendmahl feiert ohne an Jesus zu Glauben, befindet sich in derselben Situation wie die Korinther. Die Ansicht Weyels ist daher "fast" richtig. Wieso nur fast? Wo der Gläubige sein Abendmahl einnimmt, spielt eigentlich keine Rolle. Wenn er es aus Glauben und Herzen tut, wird der HERR Abendmahl halten in seinem Herzen.   Diese Regel sollte viel eher ein Schutz für die Ungläubigen sein, die oft einfach daran teilnehmen, weils so schön ist. Aber im Herzen sind sie weit weg vom HERRN. Damit diese sich nicht belasten, sollten wir ihnen auch nicht die Möglichkeit dazu geben.   Viele schauen zu sehr durch die Brille der Liebe. Jesus will, dass nur "Heilige" am "Heiligen Abendmahl" teilnehmen und keine Sünder. Ja, und was ist mit Petrus und Judas und den anderen Jüngern(die hier sooft erwähnt werden)? Sie haben doch am Abendmahl teilgenommen... 1. Sie waren gläubig, aber ihr Glaube war noch im Wachstum 2. "Der Mensch aber prüfe sich selbst" (1. Korinther 11,28)   Jesus überlässt uns die Prüfung. Wir sollen entscheiden, ob wir würdig oder unwürdig sind, und diese Entscheidung wird Er uns auch nicht abnehmen. Aber sie kann weitreichende Folgen haben (1. Korinther 11,17-34).   Ein Mensch in dessen Leben Jesus keine Rolle spielt, kann nicht am Abendmahl für 10 Minuten Jesus im Zentrum haben. Auch wenn er das sagt. Mit Glaube hat das nichts zu tun, sondern nur mit Gefühlen. Das wäre genauso, wie wenn jemand sagen würde "Ich glaube", lebt aber keinen Glauben. Sein Glaube ist Tod. Sein Bekenntnis nur eine Floskel (Jak 2,17). Ebenso ist ein Ungläubiger unwürdig das Abendmahl einzunehmen. Tut er es doch, macht er sich schuldig am Leib und Blut des HERRN.

Jojovor 1 Jahr und 94 Tagen

Auch wenn ich nicht in die Volkskirche gehe, musste ich bei dem Text an Lukas 22,32 denken. Dort lässt sich raus lesen, dass Petrus zu der Zeit noch nicht bekehrt war. Und das war nach dem Abendmahl... @jesusfirst, das Wort Wein wurde übrigens nicht nur für das alkoholische Getränk benutzt. Die Pflanze heißt nun mal Wein/Weintraube/Weinrebe, dann ist es irgendwie naheliegend, dass der Saft auch das Wort Wein beinhalten kann.

rolfkruegervor 1 Jahr und 94 Tagen

Abgesehen von diesem unsäglichen Schubladendenken "gerettet" / "ungerettet": Ich hoffe nicht - und glaube es kaum -, dass so eine Meinung in den FeGs mehrheitsfähig ist. Die Jünger sind alle eine halbe Stunde nach dem Abendmahl Hals über Kopf vor Judas mit ein paar Römern im Schlepptau geflohen, weil sie nur ihren eigenen Hintern retten wollten. Sind das die vorbildlichen, erlösten Christen, die Weyel vorschweben? Selbst Judas ist von Jesus nicht vom Abendmahl ausgeschlossen worden. Da sehe ich keinen exklusiven Club der Erretteten, sondern einen sehr inklusiven Moment, mit einem sehr umarmenden Christus.

jesusfirstvor 1 Jahr und 95 Tagen

Ich bin immer wieder erstaunt, wie auch in bibelorientierten Kreisen die Bibel so zurecht gelegt wird, wie es gerade passt. 1. Beispiel: Saft statt Wein. Dass Abendmahl aus Rücksicht auf alkoholkranke Menschen mit Traubensaft zu feiern, mag um der Liebe willen denkbar sein - dann aber nicht als Regel, sondern immer einmal wieder als Ausnahme, damit klar bleibt, was die eindeutige Einsetzung Jesu ist: Wein. Ein einfaches Bibelstudium über die heilsgeschichtliche Bedeutung des Weines im Wort Gottes zeigt schnell, dass dieser nicht egal ist, weil das Element des Weines in der Bibel eben der Träger ganz bestimmter geistlicher Botschaften ist (z.B. 1.Mose 49,11.12; Jes 25, 6ff: Festfreude über die überfließende Heilsfülle , die der Messias bringt; daher ist Jesu erstes Zeichen auch das Weinwunder bei der Hochzeit zu Kana: Wein in Fülle = Heil in Fülle; genau dazu kommt Jesus als Bräutigam, um seine Brautgemeinde zu retten). Die totale Verdrängung des Weines durch Saft verflüchtigt immer mehr diese geistlichen Zusammenhänge und ist schlicht Ungehorsam gegenüber der eindeutigen Einsetzung Jesu. In der Bibel wird auf Schritt und Tritt deutlich, dass der Herr Heil und Segen allein da verheißt und schenkt, wo wir seine klaren Worte einfach ganz schlicht ernstnehmen und danach handeln. 2. Beispiel: Einzelkelche statt Gemeinschaftskelch. Das ist der Triumph des Individualismus über die geschwisterliche Liebe. "Wir haben uns ja alle soooo lieb - aber igitt, mit dir aus einem Kelch trinken...?" Das Wort Gottes betont den Gemeinschaftscharakter in 1. Kor 10 ganz klar. Ebenso klar redet das Wort Gottes immer wieder von dem Kelch. Mit den Geschwistern daraus zu trinken ist auch ein Stück ganz konkreter, gelebter gegenseitiger Annahme: Ich bin mir dazu nicht zu schade, mit den Anderen aus einem Kelch zu trinken. Und was noch schöner ist: Die Andern sind sich nicht zu schade, mit mir aus einem Kelch zu trinken - wir sind vom Herrn zusammengestellt und nehmen einander an. Wer hat denn gesagt, dass gelebte Liebe und gegenseitige Annahme immer leicht und appetitlich ist? Auf Hygiene muss geachtet werden - das gebietet das Verantwortungsbewußtsein! Doch wo ein Kelch sorgfältig während der Austeilung gedreht (damit es immer eine neue Stelle gibt) und nach jeder Umdrehung (ca. 4-5 Kommunikanten) mit geeigneten Mitteln desinfiziert wird, da ist Angst vor Ansteckung nicht objektiv, sondern eingebildet. Und diese Angst kann und sollte durch die Liebe bezwungen werden ("Furcht ist nicht in der Liebe. Die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus." 1. Joh 4). Das ist auch eins unter vielen andern Feldern für geistliche Reifung. Übrigens: Das Abendmahl nimmt uns ins Geschehen von Golgatha hinein. Wie appetitlich, hygienisch und ästhetisch ging es denn da zu? Entscheidend ist doch, worauf ich meine Gesinnung richte: Mache ich mir klar, dass der Kelch des Mahles für die überfließende Fülle des Heils und der rettenden Liebe meines Herrn steht, der dafür am Kreuz gerungen und gelitten hat, dann greife ich freudig zu und nehme einen kräftigen Schluck. Für kleinliche Bedenken habe ich dann gar keinen Sinn mehr, weil mir die Fülle des Heils, dich mich mit Jesus und den Geschwistern verbindet, doch das allerwichtigste ist. Schließlich: Im Artikel heißt es, das Abendmahl könne mit Einzelkelchen gefeiert werden, weil es ja die Gemeinschaft nur symbolisiere! Das ist ja ein blanker Widerspruch in sich. Gerade wer das Abendmahl primär symbolisch versteht (was ich allerdings für eine unbiblische Verkürzung halte), muss doch ein besonderes Interesse am Gemeinschaftskelch haben, damit das Symbol möglichst deutlich und anschaulich ist. Wie schon gesagt: Der Einzelkelch ist dann wohl eher geeignet als Symbol postmodernen Aneinandervorbeilebens und postmoderner Willkür im Umgang mit geistlichen Wahrheiten. Liebe Geschwister, wenn Euch das etwas zu kantig ist, nehmt das nicht zum Anlass, nicht doch mal in Ruhe darüber nachzudenken.

milanvor 1 Jahr und 95 Tagen

Jeshua feierte das Pessachmahl mit seinen Jüngern, dass ja auf IHN hinweist. Wir sollen (sind) ja aus unserem Ägypten auswandern (ausgewandert). Jeshua sagte: dieses tut, so oft ihr es tut, zu meinem Gedächtnis. Es sagte auch: es ist gut für euch, dass ich gehe, damit der Tröster, der Heilige Geist kommen kann. Also ist nicht Jeshua, sondern der Heilige Geist (Ruach Ha Kodesh) anwesend. Wie sehr der Ruach Ha Kodesh präsent sein kann, habe ich zum ersten Mal am Pfingstmontag 1999 beim Abendmahl spüren können. Als kleine Gruppe von 15 Personen standen wir im Halbkreis vorm Altar. Während ich wartete berührte ER mich im Rücken. Ich lehnte mich vor, die Berührung war weg; ich lehnte mich zurück der Kontakt war wieder da. Das ganze dreimal. Nun mögen ganz Schlaue sagen, dass das vom Widersacher sei. Dann sei meine Antwort: Menschenweisheit. Ich spüre seine Gegenwart seit Jahren täglich und überall und möchte IHN nicht mehr missen. Wem es beliebt, der kann es ja ablehnen; denn sie wissen nicht, was sie tun. Man soll ja nicht unwürdig das Mahl nehmen. Man kann aber nicht verhindern, dass Nicht-Bekehrte dabei sind. Ein wirkliches Problem stellt aber nicht-bekehrte Leiterschaft dar, was nicht selten oder eher gar die Regel zu sein scheint. Als Baby-Christ wird einem das Problem nicht bewusst, später wird man solche Momente zu vermeiden wissen.

Alfred_Mignonvor 1 Jahr und 95 Tagen

Man kann die Meinung von Hartmut Weyel zum Abendmahl aus kirchenhistorischen Gründen sicher vertreten. Mir sind aber die biblischen Voraussetzungen für das Mahl wichtiger. Christus hat weder den irrenden Judas noch einen seiner anderen allesamt mängelbehafteten Jünger vom letzten gemeinsamen Abendessen ausgeschlossen. Darauf aufbauend praktizieren wir Methodisten die offene Art der Mahlfeier. Wir schließen niemanden an dieser Stelle aus und üben auch mit dem Herrenmahl keine Kirchenzucht.

SIMOvor 1 Jahr und 95 Tagen

Willkommen in Rom, FeG! Römisch Katholische Gesetzlichkeit wird dann durch "Frei"- (dieses Wort passt hier wohl nicht) -kirchliche Gesetzlichkeit ersetzt. Herr Weyel, geben Sie Ihre Empfehlung auch an die ägyptischen, syrischen, chinesischen und nordkoreanischen Christen weiter! Nicht vergessen!

Pascalvor 1 Jahr und 95 Tagen

Es ist und bleibt der Glaube der Kirche, dass Jesus Christus im hl. Abendmahl real präsent ist und dass die Christen durch Teilnahme daran Gemeinschaft mit ihrem Herrn und untereinander erhalten. In der Diskussion, ob es nun ein Heilmittel für Sünder oder eine Prämie für Tugendhafte sei, gibt man in allen Kirchen heute der ersten Variante den Vorzug. Wenn das hl. Abendmahl für Freie Gemeinden nur ein Zeichen der Einheit untereinander ist, diese aber nicht bewirkt, dann ist Christus ja nicht dabei!, dann feiern dort Tugendhafte unter sich. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber das ist etwas ganz anderes als das vom Heiland gestiftete Abendmahl, dann kann es in letzter Konsequenz auch Kaffee und Kuchen zu Hause sein; je nach Geschmack. Eine Frage aber sei erlaubt: Was stört denn freie Christen beim kirchlichen Abendmahl mehr: dass Jesus real präsent ist, oder dass an seinem Tisch auch Sünder mit dabei sind?

Schmallvor 1 Jahr und 95 Tagen

Problem von Hartmut Weyels Ansicht: Selbst in der FeG gibt es Menschen, die noch nicht Christen sind... dumm nur, dass wir ihnen nicht ins Herz schauen können. Die Volkskirche hat gewiss mehrere Millionen "Mitglieder", die keine Christen sind - ggf. überwiegt sogar der Anteil. Aber wer auf dem Land z.B. in den Sonntagsgottesdienst geht und dort die Feier des Abendmahls vorfindet, der kann schon mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Leute dort, die sich SONNTAGMORGENS um ca. 10 Uhr aus dem Bett gewagt haben, um in die Kirche zu gehen, Christen sind.

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