Er widersprach einer theologischen Aussage auch im Rat der EKD
06. August 2013

Baden: Landesbischof Fischer rügt Orientierungshilfe

Karlsruhe/Gunzenhausen (idea) – In der badischen Landeskirche nimmt der Widerstand gegen die Orientierungshilfe der EKD zu Ehe und Familie zu. Das Papier ist umstritten, weil das darin vertretene erweiterte Familienbild unter anderem auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern einschließt. Auch Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe) – er ist Mitglied des Rates der EKD, der die Herausgabe der Schrift verantwortete – antwortet in Briefen an Kritiker, dass er dem Papier „keineswegs unkritisch“ gegenüberstehe. Beispielsweise teile er nicht die Ansicht, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften, in denen sich Menschen zu einem verbindlichen und verantwortlichen M...

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2 Kommentare

3054114vor 1 Jahr und 25 Tagen

Psalm 33: Man muss nur das von der Ev. Kirche in Baden eingestellte Video ansehen, bei dem Bischof Dr. Fischer mit leichter Besserwisserei und auch Schulmeisterei die Kritiker behandelt. Da ist nichts von "Rüge" des Papiers zu sehen. Und dieses Video steht seit Wochen unverändert auf der offiziellen Seite! Das Spiel ist leicht durchschaubar: Bischof Fischer will die Evangelikalen seiner Landeskirche in den letzten Monaten seines Amtes nicht brüskieren. Aber er ist der Miterfinder des neuen Begriffs für Partnerschaft, die mit "Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Verantwortung" umschrieben wird. Diese Umschreibung, die auch für Ehen gelten soll, geht fundamental an der biblischen Botschaft vorbei. Dort ist die Ehe eine gesegnete göttliche Stiftung, die einzigartig Gottes Menschenfreundlichkeit zeigt und zugleich als Baustein für die Gemeinde Jesu weltweit gilt. Erst, wenn Familien als Zelle der Gemeinde neu anerkannt, gefördert und beachtet werden, können dazu auch Lebensformen in der Gemeinde sich finden, die ohne Ehe leben (müssen). Und die Gemeinde Jesu hat es einfach satt, dass gestandene Theologen unserer Kirchen diesen Blickwinkel nicht haben und damit die Attraktion der christlichen Familie auf ihre "Funktion" reduzieren.

Johannes Hardtvor 1 Jahr und 26 Tagen

Von Rügen würde ich da nicht sprechen. Aber auch ein Bischof merkt, wenn sich sogar die Pfarrer gegen dieses Papier aussprechen. Traurig, dass man erst etwas veröffentlicht und dann sagt, man müsse darüber diskutieren. Super, dass Pfarrer wie Gerrit Hohage sich nicht aus Angst vor der Meinung der EKD beugen.

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