Sonntag • 21. Januar
Nigeria
02. Januar 2018

Bis zu 21 Personen nach Gottesdiensten erschossen

Immer wieder werden Christen in Nigeria Opfer von Anschlägen, so wie 2015 in Jos, als ein Islamist mehrere Menschen vor einer Kirche mit einer Bombe in den Tod riss. Foto: picture-alliance/dpa
Immer wieder werden Christen in Nigeria Opfer von Anschlägen, so wie 2015 in Jos, als ein Islamist mehrere Menschen vor einer Kirche mit einer Bombe in den Tod riss. Foto: picture-alliance/dpa

Abuja (idea) – In Nigeria haben unbekannte Angreifer zahlreiche Menschen nach Neujahrsgottesdiensten erschossen. Das Verbrechen ereignete sich im Ort Omoku im südlichen Bundesstaat Rivers. Die Täter eröffneten das Feuer auf Gottesdienstbesucher, die aus verschiedenen Kirchen kamen und auf dem Heimweg waren. Die Angaben über die Zahl der Todesopfer schwanken zwischen 14 und 21. Unter den Getöteten seien auch Frauen und Kinder, berichtete Dandy Bathuel, ein örtlicher Pastor. Es gebe auch zwölf Verletzte, sagte ein Polizeivertreter der Nachrichtenagentur AFP. Wer hinter der Tat steckt, ist bislang unbekannt. Im Bundesstaat Rivers treiben bewaffnete Banden ihr Unwesen, die für Entführungen und Morde verantwortlich gemacht werden.

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Nordostnigeria: 700 Personen aus Gefangenschaft der Terrorgruppe Boko Haram geflohen

Im Norden des westafrikanischen Landes wütet die islamistische Terrorgruppe Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde). Nach Angaben der Streitkräfte sind im Nordosten Nigerias in jüngster Zeit mehr als 700 Menschen aus der Gefangenschaft der Terrormiliz entkommen. Es handle sich vor allem um Personen, die von den Islamisten als Arbeitssklaven gehalten worden seien. Bei Angriffen und Anschlägen von Boko Haram sind seit 2009 mindestens 20.000 Menschen ums Leben gekommen. Millionen sind vor der Gewalt geflohen. Von den 186 Millionen Einwohnern des Landes sind 48 Prozent Kirchenmitglieder und 51 Prozent Muslime.

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