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Metropolit
24. November 2017

EKD soll sich an Hilfe für verfolgte Christen in Nahost beteiligen

Der Außenamtsleiter der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion. Foto: picture-alliance/Valery Sharifulin/TASS/dpa
Der Außenamtsleiter der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion. Foto: picture-alliance/Valery Sharifulin/TASS/dpa

Moskau/Hannover (idea) – Die EKD soll sich an den Hilfen für die verfolgten Christen im Nahen Osten beteiligen. Darum hat der Außenamtsleiter der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion (Moskau), gebeten. Nach Angaben des russischen Internetportals „Interfax-Religion“ äußerte er die Hoffnung, dass durch gemeinsame Anstrengungen das Christentum in der Region erhalten werden könne. Ein Sprecher des EKD-Kirchenamtes in Hannover sagte auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, „bei diesem so wichtigen Thema“ gebe es einen engen Austausch zwischen den Kirchen, auch zwischen der EKD und den orthodoxen Kirchen. Erst kürzlich hätten vier der höchsten Repräsentanten altorientalischer Kirchen auf Einladung der EKD Deutschland besucht. Dabei habe man „konkrete Verabredungen“ getroffen, um verfolgten Christen im Nahen Osten zu helfen, so der Sprecher. Was vereinbart wurde, wollte er aber nicht sagen. Nach seinen Worten war auch die jüngste Auslandsreise des EKD-Ratsvorsitzenden, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), nach Ägypten Ausdruck der Solidarität mit den Christen in Nahost. Er hatte das nordafrikanische Land am 17. und 18. November besucht. Dabei traf Bedford-Strohm unter anderem mit dem Oberhaupt der koptisch-orthodoxen Kirche, Papst Tawadros II., zusammen. Zu ihr gehören rund zehn Prozent der knapp 92 Millionen Einwohner Ägyptens. Christen haben dort einen schweren Stand. Sie leiden unter Benachteiligungen und Übergriffen durch radikale Muslime. Wiederholt kam es zu Anschlägen auf Kirchen mit zahlreichen Toten.

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