Freitag • 23. Februar
Mauretanien
24. November 2017

Auf Gotteslästerung steht künftig die Todesstrafe

Göttingen/Nouadhibou (idea) – Nach zehntägigen Massenprotesten von Muslimen hat das nordwestafrikanische Mauretanien sein Religionsgesetz verschärft. Künftig werden Blasphemie (Gotteslästerung) und Apostasie (Abfall vom Islam) mit der Todesstrafe geahndet. Bislang sieht das Strafgesetzbuch die Todesstrafe nur vor, wenn der Beschuldigte sich weigert, Reue zu zeigen. Die Todesstrafe wurde in Mauretanien zuletzt im Jahr 1987 vollstreckt. Die Reform muss noch vom Parlament bestätigt werden. Anlass für die Proteste war ein Urteil eines Berufungsgerichts in der Hafenstadt Nouadhibou. Es hatte am 9. November das Todesurteil gegen den Blogger Mohamed Ould Mkheitir aufgehoben und ihn zu z...

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