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Appell
01. März 2016

Zwei Pastoren im Sudan freilassen

v. l.: Pastor Telahoon Nogosi Kassa Rata und Pastor Hassan Abduraheem Kodi Taour. Foto: World Wach Monitor
v. l.: Pastor Telahoon Nogosi Kassa Rata und Pastor Hassan Abduraheem Kodi Taour. Foto: World Wach Monitor

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangene des Monats März“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea zwei Pastoren aus dem Sudan benannt. Sie rufen dazu auf, für sie einzutreten und zu beten. Es handelt sich um Telahoon Nogosi Kassa Rata und Hassan Abduraheem Kodi Taour. Der 36-jährige Rata ist seit dem 13. Dezember vorigen Jahres inhaftiert. Mitarbeiter des sudanesischen Geheimdienstes NISS (National Intelligence and Security Service) hatten den Leiter der Evangelischen Kirche Khartum Nord festgenommen. Am 18. Dezember durften ihn seine Eltern im Al-Kober-Gefängnis der sudanesischen Hauptstadt einmal besuchen. Einen Anwalt durfte er noch nicht sprechen. Laut IGFM sickerten Informationen durch, nach denen gegen Rata wegen angeblicher Spionage ermittelt wird. Unbekannt ist der Verbleib von Pastor Taour von der Kirche Christi Sudan. Am 18. Dezember verhafteten ihn Mitarbeiter des NISS in der Stadt Omdurman bei Khartum zusammen mit Pastor Kuwa Shamal. Der Leiter des Kirchenkomitees kam aber nach drei Tagen wieder frei. Wie Rata sollte auch Taour längst einem Richter vorgeführt oder freigelassen werden. Im Sudan, dessen Regierung als extremislamisch gilt, leiden Christen unter Verfolgung, insbesondere wenn sie ihren Glauben bekennen. Die IGFM und idea rufen dazu auf, Staatspräsident Umar Hasan Ahmad al-Baschir in Briefen aufzufordern, die Religionsfreiheit zu achten und die beiden Pastoren freizulassen. Der Sudan hat vor 30 Jahren den internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der auch Religionsfreiheit garantiert. Auf die Abkehr vom Islam steht bis heute trotzdem die Todesstrafe. 97 Prozent der rund 35 Millionen Einwohner des Sudans sind Muslime. Der Anteil von Christen liegt bei 1,5 Prozent. Auf die Abkehr vom Islam steht die Todesstrafe.

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