Montag • 11. Dezember
15.000 Euro geplant
18. November 2017

Sächsische Landeskirche will idea einmalig unterstützen

Eingebracht hatte den Antrag der Synodale Andreas Hartenstein. Foto: Privat
Eingebracht hatte den Antrag der Synodale Andreas Hartenstein. Foto: Privat

Dresden (idea) – Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens möchte die Arbeit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) im nächsten Jahr einmalig mit 15.000 Euro unterstützen. Einen entsprechenden Abänderungsantrag zum Haushalt 2018 nahm das Kirchenparlament am 18. November in erster Lesung mit einer knappen Zweidrittelmehrheit bei 24 Gegenstimmen an. Die zweite Lesung findet am 20. November statt. Eingebracht hatte den Antrag der Synodale Andreas Hartenstein (Burgstädt). Hintergrund ist die Entscheidung der EKD, ihren Zuschuss für idea in den nächsten zwei Jahren von 132.000 Euro auf zunächst 90.000, dann 60.000 zu kürzen und ab 2020 vollständig zu streichen. Das EKD-Ratsmitglied, Andreas Barner (Ingelheim bei Mainz), hatte die Streichung damit begründet, dass die EKD ihren Förderschwerpunkt im Bereich der evangelikalen Publizistik neu ausrichte. Hierfür würden die Zuwendungsmittel von idea abgeschmolzen und in einen Projektförderfonds investiert.

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Hartenstein: Es geht darum, die „publizistische Vielfalt“ zu erhalten

Wie Hartenstein in seinem Antrag sagte, geht es darum, die „publizistische Vielfalt“ zu erhalten. Zudem habe das Wochenmagazin ideaSpektrum in Sachsen die zweitmeisten Abonnenten nach Württemberg und werde ab 2018 von dem sächsischen Pfarrer Matthias Pankau (Leipzig) geleitet. In der Aussprache begrüßte der Synodale Till Vosberg (Leipzig) die einmalige Unterstützung. Die Art und Weise, wie die EKD die Streichung ihres Zuschusses für idea kommuniziert habe, sei nicht gut gewesen, so der Rechtsanwalt. Der Synodale Pfarrer Peter Amberg (Leipzig) erklärte, mit der Zahlung werde ein Zeichen für Meinungsvielfalt gesetzt, „auch wenn ich nicht mit allem übereinstimme“. Auch der Leipziger Superintendent Martin Henker signalisierte seine Zustimmung, obwohl er häufig zornig werde, wenn er idea lese. Synodalpräsident Otto Guse (Falkenstein) hingegen sprach sich gegen die Förderung aus. 15.000 Euro seien zu wenig, um das entstandene Loch zu stopfen: „Und für ein einfaches Zeichen ist es mir zu viel Geld.“ Die Synode stimmt am 20. November abschließend über den Haushalt ab.

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