Tony Blair liest fast täglich im Koran
H a m b u r g (idea) - Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair liest regelmäßig im Koran. Er tue dies fast täglich, sagte er der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“.
Blair war nach seinem Ausscheiden aus den Ämtern als Premierminister und Labour-Vorsitzender im vergangenen Jahr von der anglikanischen zur katholischen Kirche übergetreten. „Es hat einfach damit zu tun, dass meine Frau Katholikin ist und meine Kinder katholisch sind und ich seit 25 Jahren zur Messe gehe“, sagte er zur Begründung. Aber es sei auch eine spirituelle Reise. Sein Übertritt stelle keine Kritik an der anglikanischen Kirche dar: „In die katholische Kirche zu gehen bedeutete, in meine natürliche Heimat zu kommen.“ Der Politiker hat eine Stiftung gegründet, die sich für interreligiöse Verständigung einsetzt. Als Repräsentant des Nahostquartetts aus den Vereinten Nationen, Europäischer Union, Russland und den USA bemüht er sich um eine friedliche Beilegung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern. Blair verteidigte den Islam gegen den Vorwurf, die Religion sei christenfeindlich: „Es gibt im Koran keine Verweise auf Jesus, die nicht zutiefst respektvoll wären.“
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