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Bad Liebenzell
21. Mai 2018

Pfingstmissionsfest: „Gottes Reich ist international“

Missionare aus aller Welt berichteten beim Pfingstmissionsfest über ihre Arbeit. Foto: Jochen Lengler
Missionare aus aller Welt berichteten beim Pfingstmissionsfest über ihre Arbeit. Foto: Jochen Lengler

Bad Liebenzell (idea) – Die weltweite Dimension des christlichen Glaubens prägte das diesjährige Pfingstmissionsfest der Liebenzeller Mission. Dazu versammelten sich am 20. Mai rund 4.300 Besucher in Bad Liebenzell. Zum Programm gehörte unter anderem ein afrikanischer Gottesdienst und eine Sushi-Verkostung. Zu den Hauptrednern gehörte der aus Sambia stammende Theologe Joe Kapolyo. Er war Leiter der Partnerkirche des Missionswerkes in Sambia und zwölf Jahre Pastor der „Edmonton Baptist Church“ in London. Kapolyo sagte in seiner Predigt: „Wir sollten uns immer wehren, wenn der Glaube auf eine bestimmte Gruppe, Nation oder Klasse begrenzt wird. Gottes Reich ist international und nicht auf eine Region eingeschränkt.“

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Problem in Afrika: „Sektengemeinden“ mit selbsternannten Propheten wachsen stark

Missionsdirektor Martin Auch bezeichnete die theologische Ausbildung in allen Einsatzländern Afrikas als ein Markenzeichen der Liebenzeller Mission: „Gerne tragen wir dazu bei, dass in Afrika, dem Kontinent mit dem schnellsten Bevölkerungswachstum, Menschen in Gottes Wort gegründet werden.“ Das sei wichtig, da auf diesem Kontinent Sektengemeinden mit selbst ernannten Propheten und Heilern derzeit ein starkes Wachstum erlebten. „Deshalb war ich sehr begeistert, als mir unsere Missionare eine neue Bibelausgabe vorstellten: eine Studienbibel, von afrikanischen Theologen für Afrikaner erklärt. Ohne viel Bürokratie haben wir für Pastoren in Sambia solche Studienbibeln gekauft.“

Prof. Gäckle: Bildungsangebote verändern Christen und Gemeinden weltweit

Der Leiter der Internationalen Hochschule Liebenzell, Prof Volker Gäckle, sprach über die Vielfalt an Bildungs- und Ausbildungsangeboten des Missionswerkes. So nähmen jedes Jahr etwa 100 junge Menschen an einem Kurzeinsatz im Ausland teil. An der Internationalen Hochschule Liebenzell studierten rund 220 Christen, an der Interkulturellen Theologischen Akademie etwa 30. Diese Bildungsangebote veränderten die Absolventen und mittel- bis langfristig auch Gemeinschaften und Gemeinden weltweit. In der Mittagspause konnten die Besucher Gespräche mit Missionaren führen. Die Liebenzeller Mission ist mit rund 240 Mitarbeitern in 25 Ländern eines der großen evangelischen Missionswerke in Deutschland.

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