Samstag • 22. Juli
Olaf Latzel
13. Juli 2017

„Ich wäre schnurstracks in die Hölle gegangen“

Der evangelikale Bremer Pastor Olaf Latzel. Screenshot: Youtube/Memra TV
Der evangelikale Bremer Pastor Olaf Latzel. Screenshot: Youtube/Memra TV

Bremen (idea) – „Ich war ein verlorener Mensch.“ So hat der evangelikale Bremer Pastor Olaf Latzel sein Leben vor seiner Bekehrung zum christlichen Glauben beschrieben. Wenn er nicht zu Christus gefunden hätte, wäre er „schnurstracks in die Hölle gegangen“, sagte Latzel in einem Gespräch mit dem arabischen Christen Abdul Memra auf der Internetplattform „YouTube“. Trotz christlicher Eltern und eines frommen Pastors habe er nach der Konfirmation „keine lebendige Beziehung zu Jesus Christus“ gehabt. „Für mich war klar: Kirche ist etwas für die dicken Jungs und die hässlichen Mädchen.“ Auf Wunsch seiner Eltern sei er dann widerwillig auf eine Freizeit des CVJM in Schladming (Österreich) mitgefahren. „Ich war sehr ablehnend gegen die christlichen Inhalte“, so Latzel über seine anfängliche Haltung. Ein Mitarbeiter habe ihm dann gesagt: „Du hast den Geist Gottes nicht. Du bist nicht bei Jesus.“

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Latzel: Nach einem Gebet schlug der Heilige Geist bei mir ein

Auf den Rat des Mitarbeiters habe er ein Gebet gesprochen, um Jesus zu bitten, in sein Leben zu kommen. „Dann ist der Heilige Geist eingeschlagen.“ Eine Bibelarbeit am nächsten Tag sei „eine Offenbarung“ gewesen. „Wie ein Dürstender in der Wüste habe ich erlebt, dass mich das Wort Gottes angesprochen hat.“ Noch heute wisse er genau, wie sehr ihn dieses Erlebnis erfüllt hat. „Das war nichts, was ich gesucht hätte, sondern Gott hat mich gefunden.“ Der Beruf des Pastors sei „nicht sein Traumberuf“ gewesen – doch der Herr habe „klar gesprochen“, und er habe diesen Dienst nur noch annehmen können. Heute sei für ihn der wichtigste Satz: „Jesus über alles – ohne Jesus ist alles nichts.“ An Nichtchristen gewandt, sagte Latzel: „Wenn ihr Jesus Christus nicht habt, dann geht hin und sucht das Wichtigste, was es gibt.“ Er riet dazu, jeden Tag ein Kapitel aus dem Johannesevangelium zu lesen. Besonders wichtig sei es, „von erkannter Sünde zu lassen“. Latzel ist Pastor der 1.250 Mitglieder zählenden St.-Martini-Gemeinde in Bremen. Zu seinen Gottesdiensten kommen im Durchschnitt über 350 Besucher.

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