Montag • 25. Juli
03. Januar 2003

Ist die evangelikale Solidarität nicht mehr erwünscht?

Die lange willkommene Unterstützung der modernen Präsenz des Volkes Israel in Palästina durch christliche, besonders evangelikale Kreise, wird in jüngster Zeit auf jüdischer Seite immer mehr hinterfragt. Rabbi Simcha Kook, der Oberrabbiner von Rehovot, zum Beispiel befürchtet, daß die politische und finanzielle Rückendeckung Israels von christlicher Seite den „Messianischen Juden“ den Boden bereitet.

Gerade in den letzten zwei Jahren - seit der arabisch-islamistische Terror Israel immer härtere Gegenmaßnahmen aufzwingt und damit auch das Israelbild in der Welt verfinstert - waren evangelikale Christen die treuesten Freunde des jüdischen Volkes und seines Staates geblieben. Schließlich hat diese Haltung Tradition: Von den Evangelischen Marienschwestern in Darmstadt, die für das neuerstandene Israel zu beten begannen, bis zu jener protestantischen Institution, die jetzt auf einmal im Mittelpunkt israelischer Verdächtigungen steht: dem Jerusalem-Freundschafts-Fonds. Dieses evangelikale Hilfswerk war 1983 von vorwiegend englischsprachigen Christen geschaffen worden. Zur Förderung d...

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