Dienstag • 31. Mai
Kommentar
25. April 2015

Die Reformation im Wohnzimmer

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg zeigt mit 260 Exponaten, wie die Reformation den Alltag prägte. idea-Redakteur Karsten Huhn hat die Ausstellung besucht.

Die Brauttruhe war reich verziert. Auf dem kostbaren Hochzeitsgeschenk trägt Moses die Gesetzestafeln, der Evangelist Johannes verspricht Gnade. Das wuchtige Möbel enthält Mahnung und Trost zugleich. So blieb den Eheleuten in der guten Stube Gesetz und Evangelium, Himmel und Hölle gegenwärtig. Die Bremer Brauttruhe aus dem Jahr 1618 ist eines von 260 Exponaten, mit denen die Oldenburger Ausstellung zeigt, wie die Bilder der Reformation in den Alltag einzogen. Bildgeschichten finden sich auch auf Schränken, Tellern und Bechern. Ein Fabrikant für Küchenfliesen fertigte über 600 Bibelmotive, die millionenfach verkauft wurden. Mitunter heizte die Reformation den Christen mächtig ein...

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