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Missionswerk
22. Mai 2018

Gideonbund: Neue Projekte auf der Jahreskonferenz vorgestellt

Etwa 4.700 Christen in 217 Ortsgruppen engagieren sich in Deutschland für das Missionswerk. Foto: Gideons
Etwa 4.700 Christen in 217 Ortsgruppen engagieren sich in Deutschland für das Missionswerk. Foto: Gideons

Wetzlar (idea) – Der deutsche Zweig des Internationalen Gideonbundes (Wetzlar) konnte im vergangenen Jahr 255 weitere Mitglieder gewinnen. Damit engagieren sich jetzt etwa 4.700 Christen in 217 Ortsgruppen für das Missionswerk. Das berichtete der Referent für Kommunikation und Entwicklung, Fabian Neumann, auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea anlässlich der Jahreskonferenz des Internationalen Gideonbundes bei Hamburg. 2017 habe der Bund neue fremdsprachige Bibeln herausgebracht, die besonders Flüchtlingen gerne annehmen, so Neumann. Dazu zählt beispielsweise eine Ausgabe in der Sprache „Tigrinya“, die vor allem in Äthiopien und Eritrea gesprochen wird. Auch 10.000 Exemplare einer Bibel-Sonderausgabe zum Reformationsjubiläum 2017 wurden verteilt. Als weiteres Projekt dazugekommen sind die sogenannten „Trucker-Einsätze“ auf Autobahnrastplätzen an Sonntagen. „Dazu gehen lokale Gruppenmitglieder mit Koffern, die Taschenbibeln in bis zu 30 verschiedenen Sprachen enthalten, zu den Fernfahrern, erfragen deren Muttersprache und bieten ihnen entsprechende Taschenbibeln an“, so Neumann. Eine weitere Innovation ist das „Junior-Gideon-Programm“. Dabei können Studenten, angehende Handwerksmeister, Techniker und Fachwirte sich im Rahmen einer Schnuppermitgliedschaft in die Gideonarbeit einbringen und kostenlos Bibeln in ihrem Bereich verteilen. Bereits etabliert ist hingegen der Gideon-Frauendienst. Er feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Künftig möchte das Werk die Zusammenarbeit mit Gemeinden verstärken und auch dort seine Arbeit vorstellen. Laut Neumann hofft man dabei „auf tatkräftige Unterstützung seitens der Pastoren und Gemeindeleitungen“. Der Gideonbund ist nach einem alttestamentlichen Richter benannt und wurde 1899 von Handelsreisenden gegründet. Er hat weltweit 280.000 Mitglieder in über 190 Ländern. Sie bringen die Heilige Schrift unter anderem in Hotels, Flüchtlingsheime und Schulen, aber auch in Krankenhäuser oder Gefängnisse. Vorsitzender ist Manfred Wiegel (Fürth), Geschäftsführer Johannes Wendel.

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