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WM-Aus
28. Juni 2018

Daniel Böcking: Gott ist mehr als nur ein Fußball-Gott

Fans sind nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland enttäuscht und frustriert. Foto: picture-alliance/dpa
Fans sind nach dem Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland enttäuscht und frustriert. Foto: picture-alliance/dpa

Berlin (idea) – „Danke, Gott, dass du mehr bist als nur ein Fußball-Gott.“ Mit diesen Worten beendet der stellvertretende „Bild“-Chefredakteur Daniel Böcking seinen Kommentar zum Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland nach dem 0:2 gegen Südkorea. Wie er schreibt, ist der Gott, an den die Christen glauben, der Gott von allem und über alles. „Er ist auch für Fußballer da und für Fans. Und in meinem Herzen war er auch bei dieser schlimmen Pleite dabei.“ Zur Frage, warum Deutschland dann nicht gewonnen hat, meint Böcking: „Da gilt dieselbe Antwort für den Fußball wie für das ganze Leben: Unser Glaube schützt uns nicht vor Kummer, vor Niederlagen, vor Prüfungen.“

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Im Vergleich zu Leidensgeschichten in der Bibel ist WM-Aus „ein Klacks“

Wer in die Bibel schaue, finde viele Leidengeschichten, von Hiob über Jesus bis Paulus. „Dagegen ist ein WM-Aus ein Klacks“, so der Journalist. Es gebe Wichtigeres als den Fußball. So könnte und sollte man „anderen (bedürftigen) Menschen“ so viel Emotion und Leidenschaft entgegenbringen wie dem Fußball, sich so sehr über sinkende Arbeitslosenzahlen oder den neuen Job der Nachbarin freuen wie über ein Tor.

Gott war „der Betreuer nach Abpfiff, statt Tor-Joker“

Es gebe viele Gründe, dankbar und froh zu sein, etwa über Gesundheit, Familie und Freundschaften, oder auch darüber, „dass draußen die Sonne scheint, wir Sommer haben und das Leben so schön ist, wie es vor dem Anpfiff war“. Gott habe „gegen Korea nicht im Sechzehner geholfen, aber er hilft mir dabei, dass mir nicht zum Heulen zumute ist, nicht nach Wut und Hohn“. Gott sei eher der Betreuer nach Abpfiff statt Tor-Joker gewesen.

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