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Umfrage
24. Oktober 2017

Sechs von zehn Deutschen verbinden mit 31. Oktober den Reformationstag

Der Reformator Martin Luther begründete am 31. Oktober mit dem Anschlag von 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg die Reformation. Foto: idea/Limberg
Der Reformator Martin Luther begründete am 31. Oktober mit dem Anschlag von 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg die Reformation. Foto: idea/Limberg

Erfurt (idea) – Obwohl es im am 31. Oktober zu Ende gehenden Reformationsjubiläumsjahr zahllose Veranstaltungen gab, verbinden nur knapp 60 Prozent der Deutschen dieses Datum mit dem Reformationstag. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ergeben. Ein Viertel der Befragten denkt beim 31. Oktober an das Gruselfest Halloween. 13 Prozent können mit dem Datum nichts anfangen, und zwei Prozent kommt zuerst die kommunistische Oktoberrevolution von 1917 in den Sinn. Männer (59 Prozent) assoziieren mit dem 31. Oktober eher den Reformationstag als Frauen (55 Prozent) und Bürger in den neuen Bundesländern (64 Prozent) eher als Westdeutsche (55 Prozent). Noch deutlicher sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersgruppen. Je älter die Befragten waren, desto eher wussten sie um die Bedeutung des Tages. Während mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der über 60-Jährigen den 31. Oktober mit dem Thesenanschlag Martin Luthers (1483–1546) im Jahr 1517 in Wittenberg verbinden, sind es unter den 18- bis 29-Jährigen nur 42 Prozent. Für die jüngeren Befragten hat der Feiertag vor allem mit Halloween zu tun. Auch hinsichtlich der konfessionellen Bindung gibt es Unterschiede. Am ehesten sehen Landeskirchler (69 Prozent) den 31. Oktober im Zusammenhang mit dem Reformationstag. Unter katholischen (54 Prozent) und freikirchlichen Christen (55 Prozent) sowie unter Konfessionslosen (54 Prozent) geht es jeweils gut jedem Zweiten so. Befragt wurden 1.002 Bürger ab 18 Jahren.

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