Freitag • 20. Januar
Publizist
01. Januar 2017

Wir erleben eine Integration Deutschlands in den Islam

Viele Muslime haben sich nicht in das bestehende Rechts- und Wertesystem in Deutschland eingebunden. Foto: pixabay.com
Viele Muslime haben sich nicht in das bestehende Rechts- und Wertesystem in Deutschland eingebunden. Foto: pixabay.com

München (idea) – Anstatt Muslime in das bestehende Rechts- und Wertesystem einzubinden, vollzieht sich gegenwärtig eine Integration Deutschlands in den Islam. Diese Ansicht vertritt der deutsche Islamwissenschaftler, Politologe und Publizist Ralph Ghadban in einem Gastbeitrag für Focus-Online (München). Die Verbreitung des Multikulturalismus in den neunziger Jahren habe diese Entwicklung begünstigt: „Die Kritik am Islam wurde als politisch inkorrekt verpönt. Auf alle Ebenen, der politischen, der juristischen und der Sicherheitsebene, begann der Rückzug des Staates aus Angst, rassistisch zu handeln und die Minderheiten zu stigmatisieren.“ Diese Art der Öffnung der deutschen Gesellschaft habe aber nichts gebracht. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 seien die Migrantenkinder weniger integriert gewesen als in den neunziger Jahren. Das hätten unter anderem die Daten in der Bildung und auf dem Arbeitsmarkt belegt: „Die Integration war gescheitert.“

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In Frankreich hat der Staat die Kontrolle über die Muslime weitgehend verloren

Mit der Einwanderung von etwa einer Million Muslimen in den vergangenen drei Jahren sei die muslimische Gemeinde in Deutschland auf über fünf Millionen Mitglieder gewachsen: „Damit liegen wir an zweiter Stelle nach Frankreich mit seinen geschätzt sieben Millionen Muslime und sind auf dem besten Weg, ähnliche Sicherheitsverhältnisse zu haben.“ Dort habe der Staat die Kontrolle über seine muslimischen Bürger in hohem Maße verloren und es herrschten seit ein paar Jahren bürgerkriegsähnliche Verhältnisse. Viel mehr als die mangelhafte Integrationspolitik der Regierung haben nach Ghadbans Worten die Fundamentalisten zur Entstehung der Parallelgesellschaften beigetragen. Ihre islamischen Zentren seien nicht nur Moscheen: „Dort werden Erziehung und Sozialarbeit auf der Basis eines anderen Wertesystems, nämlich der Scharia, geleistet.“ So könnten große Teile der Kinder und Enkelkinder der muslimischen Migranten weiterhin gegen die Mehrheitsgesellschaft erzogen werden.

Der Islam erkennt andere Religionen nicht als gleichwertig an

Deutschland wie auch die anderen europäischen Länder müssten sich verteidigen und die Terrorgefahr auf ein Minimum reduzieren. Dazu gehöre „eine effektive, koordinierte Kontrolle der europäischen Außengrenze, eine Harmonisierung des Asylverfahrens auf europäischer Ebene, eine Intensivierung der Abschiebungen und ein Einwanderungsgesetz“. Außerdem müssten Bürgerkriegsflüchtlinge in angrenzenden Ländern versorgt werden, damit sie nicht weiterzögen nach Europa. Deutschland müsse sich auf die Grundwerte einer pluralistischen Demokratie besinnen und mit den Illusionen des Multikulturalismus aufräumen: „Außer den erfolglosen Islamreformern, die meistens in Exil leben, erkennt der Islam weder andere Religionen noch andere Menschen als gleichwertig an.“

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