Mittwoch • 13. Dezember
Buß- und Bettag
22. November 2017

Welche Richtung soll Deutschland nehmen?

Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Foto: ELKB/Rost
Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Foto: ELKB/Rost

München (idea) – Zu einer Kultur des Zuhörens und der Nachdenklichkeit hat der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), anlässlich des Buß- und Bettags (22. November) aufgerufen. Er hoffe, dass sich eine solche Kultur verbinde „mit einer Selbstvergewisserung über die Grundorientierungen, die unser Land tragen und gerade für uns Christen von zentraler Bedeutung sind: die Menschenwürde, der Schutz der Schwachen und die Verantwortung gegenüber der Natur, die wir Christen als Schöpfung Gottes sehen“. Sie gehöre den Menschen nicht, sondern sei ihnen anvertraut, um sie zu bebauen und zu bewahren, erklärte Bedford-Strohm. Am Buß- und Bettag könne jeder über Grund und Ziel seines Lebens nachdenken und über das, was wirklich zähle im Leben. Er sei aber auch eine Gelegenheit „für unser Land, über die Richtung nachzudenken, die es nehmen will“. Der protestantische Buß- und Bettag – erstmals 1532 im Straßburg eingeführt – wurde 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung in allen Bundesländern außer in Sachsen als gesetzlicher Feiertag gestrichen. Dennoch laden viele Kirchen abends zu Gottesdiensten und Andachten ein.

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