Dienstag • 17. Oktober
Wittenberg
23. September 2017

Katholischer Arzt schlägt „9+5 katholische Thesen“ an

Der katholische Theologe und Psychiater Prof. Manfred Lütz. Foto: Privat
Der katholische Theologe und Psychiater Prof. Manfred Lütz. Foto: Privat

Lutherstadt Wittenberg (idea) – Als humoristischen Beitrag zum 500-jährigen Reformationsjubiläum hat der katholische Theologe und Psychiater Prof. Manfred Lütz (Köln) am 22. September in der Lutherstadt Wittenberg „9+5 katholische Thesen“ an der Tür der evangelischen Stadtkirche angebracht. Lütz spielt damit auf den legendären Thesenanschlag gegen den Ablasshandel an, mit dem Martin Luther (1483–1546) der Überlieferung nach 1517 die Reformation einleitete. In seinen neuen Thesen fordert der Buchautor unter anderem eine „flächendeckende Einführung von Karneval in allen evangelischen Regionen“. Auch verlangt er ein „Verbot von altmodischer Männerkleidung für Frauen (Beffchen und Talar) als erster Emanzipationsschritt der protestantischen Pastorin und protestantischen Bischöfin“. Eine weitere Reform wäre für Lütz die „Einführung des Zwangszölibats für humorlose, besserwisserische aber diensteifrige evangelische Pfarrer, die für Ehefrauen und Kinder eine Zumutung darstellen würden“. Schließlich plädiert er für die „Einführung protestantischer Wallfahrten! Suche nach einer prachtvollen protestantischen Barockkirche mit angeschlossener Brauerei und gediegener Gastwirtschaft“. Während Lütz die Thesen verlas, brachte der evangelische Superintendent Christian Beuchel (Wittenberg) sie mit Tesafilm an die Tür der Stadtkirche an.

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