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Berlin
03. Oktober 2017

Pfarrer Martens erhält Unterstützung aus Finnland

Der Pfarrer der Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz, Gottfried Martens. Foto: Privat
Der Pfarrer der Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz, Gottfried Martens. Foto: Privat

Berlin (idea) – Der Berliner Pfarrer Gottfried Martens, der sich in seiner Gemeinde besonders für zum Christentum übergetretene Flüchtlinge einsetzt, erhält Unterstützung aus Finnland. Der Geistliche der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) hat in seiner mehr als 1.600 Mitglieder zählenden Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz über 1.000 Flüchtlinge getauft, vor allem Iraner und Afghanen. Martens engagiert sich besonders für Christen, deren Asylanträge vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und in anderen europäischen Ländern abgelehnt oder die in ihren Unterkünften von Muslimen angegriffen wurden. In den Räumen seiner Gemeinde finden viele dieser bedrängten Christen Zuflucht. Ab dem 1. November arbeitet nun zusätzlich das Ehepaar Marko und Siiri Turunen unter den Flüchtlingen. Sie werden von der finnischen Missionsgesellschaft SLEY entsandt und finanziert. Die Zusammenarbeit mit der Berliner Gemeinde findet in Kooperation mit der Lutherischen Kirchenmission der SELK (Bergen) statt. Das Ehepaar wird in den ersten sechs Monaten vor allem Farsi lernen – die Sprache wird hauptsächlich im Iran und in Afghanistan gesprochen.

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Martens: Finnische Werke haben Mission unter Muslimen schon länger auf dem Schirm

Der Theologe Marko Turunen wird in der pastoralen Versorgung der Gemeinde, seine Ehefrau als Psychologin und Kirchenmusikerin arbeiten. Die beiden werden die kommenden drei Jahre in Berlin tätig sein, eine Verlängerung ist möglich. Martens: „Die finnischen Missionsgesellschaften haben schon länger die Mission unter Muslimen auf dem Schirm. In Finnland wird die Arbeit unserer Gemeinde sehr genau wahrgenommen.“ Bereits Marko Turunens Vater habe als Missionar unter Muslimen in Mannheim gewirkt und dort Kontakte zu SELK-Gemeinden gehabt. Martens ist für die Unterstützung dankbar, da er aufgrund der stark wachsenden Gemeinde an seine Grenzen stoße: „Wir erleben immer wieder das Wunder, dass uns Christus immer genau zur richtigen Zeit die Mitarbeiter schickt, die wir brauchen – ohne dass wir irgendetwas dazu könnten.“

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