Freitag • 19. Januar
Ulrich Parzany
10. Januar 2018

Das katholische „Mission Manifest“ macht Mut

Der Leiter des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Ulrich Parzany. Foto: Martin Weinbrenner
Der Leiter des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Ulrich Parzany. Foto: Martin Weinbrenner

Kassel (idea) – Als eine „Mut machende Initiative in der katholischen Kirche“ hat der Leiter des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, Ulrich Parzany (Kassel), das „Mission Manifest“ begrüßt. Es wurde auf der charismatisch orientierten Glaubenskonferenz „MEHR“ vorgestellt, die vom 4. bis 7. Januar mit 11.000 Teilnehmern in Augsburg stattfand. In dem Papier mit zehn Thesen wird Mission als das Gebot der Stunde bezeichnet. Sie müsse angesichts der „Erosion des Glaubens“ wieder „Priorität Nummer 1“ werden. Zu den Initiatoren des Papiers gehören der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg, der katholische Theologe Johannes Hartl, der Direktor des päpstlichen Missionswerkes „Missio“ in Österreich, Pater Karl Wallner (Wien), sowie der katholische Publizist Bernhard Meuser (Augsburg). Laut Hartl haben sich Vertreter von 100 Gemeinschaften, Initiativen und Werken in der katholischen Kirchen hinter dem Manifest versammelt. Auf der Internetseite des Netzwerks Bibel und Bekenntnis schreibt Parzany: „Ich wünschte mir, wir könnten in den evangelischen Kirchen mit gleicher Entschiedenheit und Begeisterung sagen, was die katholischen Christen in ihrer ersten These ausdrücken.“ Darin heißt es: „Uns bewegt die Sehnsucht, dass Menschen sich zu Jesus Christus bekehren. Es ist nicht mehr genug, katholisch sozialisiert zu sein. Die Kirche muss wieder wollen, dass Menschen ihr Leben durch eine klare Entscheidung Jesus Christus übergeben.“

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„Lasst euch von Mission Manifest anstecken!“

Er habe, so Parzany, in seinem Evangelisationsdienst immer wieder herzliche Zusammenarbeit mit katholischen Christen erlebt, „die für Jesus brennen“: „Dafür bin ich dankbar und hoffe auf mehr.“ Kritisch wendet Parzany ein, dass die Thesen auch Bezug nehmen auf die Überlieferung der Kirche, die im katholischen Weltkatechismus ausführlich beschrieben werde: „Da steht leider manches drin, das überhaupt nicht mit der Bibel in Einklang zu bringen ist. Das würde ich aber mit größerem Nachdruck kritisieren, wenn nicht in unseren evangelischen Kirchen aktuell auf peinliche Weise die Autorität der Bibel als Maßstab für Glauben, Leben und Lehre missachtet und bestritten würde.“ Allein durch die Heilige Schrift wisse man, „dass Jesus Christus allein der Retter der Welt ist“. Er bete mit dafür, so Parzany, „dass durch diesen Aufbruch in der katholischen Kirche viele Menschen Jesus Christus als ihren Retter und Herrn kennenlernen und sich zu ihm bekehren“. Die Stellungnahme des Evangelisten endet mit der Aufforderung: „Lasst euch von Mission Manifest anstecken!“

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