Dienstag • 23. Januar
Papst Franziskus
26. Dezember 2017

Herzen nicht verschließen wie die Häuser von Bethlehem

Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Past Franziskus. Foto: imago stock&people
Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, Past Franziskus. Foto: imago stock&people

Rom (idea) – Zu Solidarität und Mitmenschlichkeit hat Papst Franziskus in seiner Weihnachtsbotschaft am 25. Dezember in Rom aufgerufen. „Unser Herz möge nicht verschlossen sein, wie es die Häuser von Bethlehem waren“, sagte das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche vor rund 50.000 Christen aus aller Welt: „Nehmen wir im Jesuskind die Liebe Gottes auf, der für uns Mensch geworden ist.“ Bereits in der Christmette in der Heiligen Nacht hatte Franziskus das Schicksal von Maria und Joseph mit dem heutiger Flüchtlinge verglichen. In der Weihnachtsansprache stellte er die Kinder in den Mittelpunkt: „Wir erblicken Jesus in den vielen Kindern, die gezwungen sind, ihre Länder zu verlassen, alleine unter unmenschlichen Bedingungen zu reisen und so zur einfachen Beute der Menschenhändler werden.“

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Femen-Aktivistin stürmt mit nacktem Oberkörper die Weihnachtskrippe

Neben Syrien, dem Irak und der koreanischen Halbinsel ging der Papst auch auf die angespannte Situation zwischen Israelis und Palästinensern ein. Er bete dafür, dass beide Seiten den Willen zu einem friedlichen Miteinander fänden. Anlass für die jüngsten Spannungen war die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und die US-Botschaft dorthin verlegen zu wollen. Zu einem Zwischenfall war es kurz vor der Weihnachtsansprache des Papstes gekommen. Eine Aktivistin der feministischen Bewegung „Femen“ rannte mit nacktem Oberkörper zur Weihnachtskrippe des Vatikans und riss die Jesusfigur aus der Krippe. Dabei rief sie auf Englisch „Gott ist eine Frau“. Sicherheitskräfte stoppten die 25-jährige Ukrainerin. Die Polizei wirft ihr unter anderem Beleidigung religiöser Symbole, versuchten Diebstahl sowie obszönes Verhalten in der Öffentlichkeit vor. „Femen“ wurde 2008 in der Ukraine gegründet und ist heute in vielen Ländern aktiv. Markenzeichen der Gruppierung: Proteste mit entblößten Brüsten. Eigenen Angaben zufolge tritt die Organisation damit für mehr Frauenrechte ein.

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