Montag • 25. September
Früherer EKD-Ratsvorsitzender Huber
09. September 2017

Zwischen Islam und Islamismus unterscheiden

Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, Altbischof Prof. Wolfgang Huber. Foto: Dirk von Nayhauß
Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende, Altbischof Prof. Wolfgang Huber. Foto: Dirk von Nayhauß

Münster (idea) – Islam und Islamismus müssen klar unterschieden werden. Dafür hat sich der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber (Berlin), ausgesprochen. Bei islamistisch geprägtem Terror gehe es nicht um einen Kampf der Kulturen. „Was wir in Wirklichkeit erleben, ist ein Kampf um Kultur – zumal die meisten Opfer der islamistischen Anschläge Muslime sind“, sagte er am 6. September in Münster. Er sprach dort in der Reihe „Domgedanken“ im St.-Paulus-Dom. Zugleich wandte sich Huber dagegen, islamistischen Terror zu verharmlosen. Es könne nicht gesagt werden, die Zerstörung heiliger Stätten durch die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) habe mit dem Islam nichts zu tun: „Das wäre dasselbe, als wenn wir sagen würden, die Kreuzzüge haben mit dem Christentum nichts zu tun.“ Christen warnte Huber vor Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit. Jeder sei gerufen, die dunklen Seiten der eigenen Religion aufzudecken und unterschiedslos für die Würde jedes Menschen einzutreten.

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