Montag • 22. Mai
Evangelische Pop-Akademie
19. Mai 2017

Neue und alte Lieder sind gleich wichtig

Gott loben mit Popmusik: Sängerin Miriam Schäfer in dem Konzert-Gottesdienst „Worship Café“ in der Evangelischen Pop-Akademie in Witten. Foto: Michael Dettmann
Gott loben mit Popmusik: Sängerin Miriam Schäfer in dem Konzert-Gottesdienst „Worship Café“ in der Evangelischen Pop-Akademie in Witten. Foto: Michael Dettmann

Witten (idea) – Für christliche Gemeinden sind alte und neue Lieder gleich wichtig. Diese Ansicht äußerte der Geschäftsführer der Evangelischen Pop-Akademie, Martin Bartelworth (Witten), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. „Die christliche Musik braucht Innovation und Tradition gleichermaßen“, erklärte Bartelworth anlässlich der Eröffnung der Hochschule am 4. Mai. Für Gemeinden sei es wichtig, einen festen Bestand gemeinsamer Lieder zu haben. „Wir wollen deshalb nicht nur Neues fördern, sondern auch in einem neuen Sound den Kernbestand der traditionellen Lieder und Choräle pflegen, die über Jahrzehnte hinweg das Leben in den Gemeinden begleiten“, so Bartelworth. Die Evangelische Pop-Akademie ist die erste ihrer Art in Europa. Sie wurde von der Evangelischen Kirche in Westfalen gegründet, um die Qualität von Pop, Rock, Jazz und Gospel in der Kirche zu verbessern. Sie bietet einen vierjährigen Bachelor-Studiengang „Kirchliche Popularmusik“ sowie berufsbegleitende Ausbildungen zum Gemeindemusikpädagogen oder zum Musikerzieher an. Außerdem veranstaltet sie Kurse für ehrenamtliche Gemeindemitarbeiter. Popmusik sei „kein Allheilmittel gegen leere Kirchen“, erklärte Bartelworth gegenüber idea. „Aber sie erreicht viele Menschen und verleiht dem Glauben lebendigen Ausdruck.“ In der christlichen Popmusik gebe es derzeit den Trend, dass wieder mehr auf Deutsch gesungen werde. Noch vor fünf bis zehn Jahren seien die Lobpreis-Lieder der Hillsong- und der Gospelchorbewegung mit ihren englischen Texten absolut prägend gewesen. Daran knüpften jetzt Künstler wie Albert Frey musikalisch an, verbänden die Lieder aber mit deutschen Texten. Ein weiterer Trend sei, dass die Grenzen zwischen verschiedenen musikalischen Sparten wie Jazz, Rock, Pop oder Gospel durchlässiger würden. Bartelworth: „Da werden heute oft ganz unterschiedliche Trends und Stile kombiniert.

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