Donnerstag, 24.04.2014

16. Dezember 2012

Nahost

Wiege der Christenheit in Gefahr

Wiege der Christenheit in Gefahr
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi. Foto: dpa

Washington (idea) – Im Nahen Osten könnten Christen bald zu einer aussterbenden Art werden. Diese Prognose stellt der US-amerikanische Schriftsteller Noah Beck. Gerade in der Wiege der Christenheit – etwa in Syrien, dem Libanon, Irak und Ägypten – seien die Nachfolger Jesu Christi besonders bedroht. Die einzige Ausnahme bilde Israel, wo die Freiheit der Religionsausübung gesichert sei, schreibt der Autor des Romans „The Last Israelis“ (Die letzten Israelis) in einer Kolumne für die Internet-Zeitung Christian Post (Washington). Trotz der muslimischen Vorherrschaft seit dem siebten Jahrhundert hätten die Christen im Nahen Osten bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein rund 20 Prozent der Bevölkerung ausgemacht. Heute seien es noch etwa fünf Prozent, und ihre Zahl gehe stark zurück. Bis 2020 könnte sie sich halbieren – wegen sinkender Geburtenzahlen und zunehmender Verfolgung, die zur Auswanderung führe.

Arabischer Frühling verschlimmert die Lage

Der Arabische Frühling habe die Lebensbedingungen der christlichen Minderheiten verschlechtert. In allen Ländern außer Israel sehe ihre Zukunft düster aus. In Ägypten hätten die Christen, die etwa zehn Prozent der rund 80 Millionen Einwohner stellen, bereits unter dem früheren Alleinherrscher Hosni Mubarak vielfach als „Bürger zweiter Klasse“ leben müssen. Dies werde sich unter Präsident Mohammed Mursi und den radikal-islamischen Muslim-Bruderschaften wahrscheinlich noch verschärfen. Begleitet von schweren Konflikten stimmen die Ägypter derzeit über einen Verfassungsentwurf ab, der stark vom islamischen Religionsgesetz, der Scharia, geprägt ist.

Christen im Libanon in Gefahr

Der Libanon weist laut Beck zwar den höchsten christlichen Bevölkerungsanteil der Region auf – knapp 40 Prozent der 4,3 Millionen Einwohner sind Christen – aber mit dem wachsenden Einfluss der von Iran finanzierten Terrorbewegung Hisbollah verschlimmerten sich auch hier ihre Zukunftsperspektiven. Hinzu komme die Gefahr, dass durch den Bürgerkrieg im Nachbarland Syrien die Gewalt auch auf den Libanon übergreife. Dann sei eine Auswanderungswelle von Christen vorhersehbar.

Syrien: Was kommt nach Assad?

In Syrien stellten die etwa 2,5 Millionen Christen etwa zehn Prozent der Bevölkerung. Unter der sozialistischen und oft brutal regierenden Assad-Dynastie hätten sie zumindest einen gewissen Schutz genossen, erläutert Beck. Der könnte nach einem Sturz des Diktators und einer Machtübernahme durch radikal-islamische Kräfte dahin sein. Schon jetzt seien Christen von Aufständischen verfolgt und getötet worden.

Einziger Lichtblick: Israel

Im Irak habe sich die Zahl der Christen nach der Invasion der USA und ihrer Alliierten im Jahr 2003 dezimiert. Mindestens die Hälfte der rund 800.000 Christen habe das Land wegen gewalttätiger Anschläge verlassen. Laut Beck können die Christen im Nahen und Mittleren Osten nur mit Sorge in die Zukunft schauen. Mehr und mehr Länder gestalteten die Staatsordnung auf der Grundlage der Scharia. Der einzige Lichtblick sei Israel; dort seien Christen sicher, schreibt Beck.

4 Leserkommentare
milan | 18.12.2012 um 11:33 Uhr

Die Welt macht sich nicht mit Christen eins. Sie kann sich nicht mit von-oben-geborenen Christen eins machen. Finsternis und Licht können sich niemals eins machen. Darum fühlt sich auch die EU zur islamischen Finsternis hingezogen, in dieser nachchristlichen Zeit. Aller Erweckungsprophetien zum Widerspruch, verblasst und verkümmert das Christentum in (West-)Europa und Nordamerika, obwohl der innere Kern gestärkt wird und bei einsetzender Verfolgung erst recht kräftiger wird, werden muss, um zu widerstehen, d.h. damit die Schwächeren sich anlehnen können. --- Danke auch für Bruder Nazir und alle anderen, die Gottes Licht in die Höhe halten. --- In Nahost spitzt es sich zu. Der islamische Teil des Antichristen ist im Aufwind. Mögen die Jünger Jeshuas im Geist gemeinsam standhaft bleiben wie eine Festung unerschütterlich zur Ehre Adonais allein.

Golf-Variant | 18.12.2012 um 11:23 Uhr

Die Lüge muss man nicht bekämpfen sondern die Wahrheit (der Bibel). Es ist ein Krieg gegen Gott und sein heiliges Wort. Es gibt ein Video von Norbert Lieht des Mitternachtsrufs im Web, das sich "Krieg gegen Gott" nennt.

Nazir | 16.12.2012 um 17:51 Uhr

Wir orientalischen Christen haben die Herrschaft des Islams seit fast 1500 Jahren überlebt und werden sie überleben, weil der HERR Jesus selber sagt: "... und die Pforten der Hölle werden sie nicht besiegen" ... wir vertrauen weiterhin seiner väterlichen Treue und Führung und sagen zuversichtlich trotz "sibirischer Arabellion": "Bis hierher hat uns der HERR geholfen".

| 16.12.2012 um 16:52 Uhr

Erstaunlich: Die europäischen Regierungen inklusive der bundesrepublikanischen haben den angeblichen arabischen Frühling begrüßt. Selbiges taten ausgewiesene Fachleute und Qualitätsjournalisten sowie einige Nah-Ost-Experten. Fast alle erwiesen sich als "Falsche Propheten" (soweit sich das bisher sagen lässt) oder vorgeschobene Claqueure, von Leuten vorgeschoben, die einem Welt-Teilungsplan in zehn Weltzonen, vor langer Zeit beschlossen, zugestimmt haben. Europa, die Zone zwei, befindet zeitgleich in einem, von den gleichen Strippenziehern entfachten Währungskrieg. Europa, das von ebenso gelenkten Migrantenströmen geflutet wird, steht in der Gefahr, zu einer offenen "Kriegszone" zu werden. Der vom Bundesanwalt zunächst heruntergespielte versuchte Anschlag, der einmal mehr GOTT-SEI-DANK scheiterte, ist ein weiterer Beleg. Schlimm, dass die derzeit herrschende (angebliche) Elite, die Probleme einfach deshalb nicht beim Namen nennen will, weil NICHT SEIN KANN WAS NICHT SEIN DARF. Das Ende vom vorgestellten Multikult-Idyll. Der militante Islam (und das sind Muslimbrüder und Salafisten und andere Islamische Gruppen in vielen Ländern der Erde) ist in GB mächtig am Werk. Ebenso in Frankreich. Wer etwas recherchiert findet täglich abscheuliche Berichte und Bilddokumente aus ganz Europa. Was der Bundesinnenminister heute hat verlautbaren lassen, ist einmal mehr eine technokratische Antwort. MEHR ÜBERWACHUNG IM ÖFFENTLICHEN RAUM. Eine notwendige INHALTLICHE AUSEINANDERSETZUNG, welche die ISLAMISCHE IDEOLOGIE anhand ihrer eigenen Texte erklärt und offenlegt, findet leider kaum statt. HOFFNUNG macht, dass die ZAHL DERJENIGEN die gegen die ISLAM-ÖKUMENE aufstehen beständig zunimmt. Es ist an der Zeit, einer Hofierung der diversen Islamgruppen, wie das sogar auf den diversen Islamkonferenzen geschehe ist, mit allen legalen Mitteln entgegenzutreten. Es kann nicht sein, dass die gerade eben (seltsamerweise) mit FRIEDENSNOBELPREIS ausgezeichnete EURO-ZONE (erneut) zu ANTIJÜDISCHEM wie ANTICHRISTLICHEM Land wird. Noch besteht diese Chance. Indem Christen, dem Missionsbefehl folgend zu Muslimen gehen und sie mit der GUTEN NACHRICHT zu erreichen. Denn auch das ist wahr. Sie MÜSSEN MIT DER FÜRCHTERLICHEN UNTERWERFUNG unter einen fernen Gott leben, der ein brutal mörderisches Regiment führt gegen alle die sich NICHT BEUGEN WOLLEN. In über 50 Ländern dieser Erde ist das für unsere Freunde und Geschwister Alltagswirklichkeit. Schlimm, dass in den AKTUELLEN MAINSTREAM-MEDIEN die Grausamkeit des SHARIA-GESETZES verschwiegen wird. Beten tut Not und arbeiten, dass CHRISTEN IN EUROPA UND HIERZULANDE AUS IHREM POSTMODERNEN WOHLSTANDSSCHLAF AUFWACHEN, BUSSE TUN, UND SICH GEMÄß SENUNGSAUFTRAG JEUS täglich von IHM einsetzen lassen zum BETEN, SEGNEN, GUTES TUN!

Bitte melden Sie sich an oder registrieren Sie sich neu, um Artikel zu kommentieren.
idea.de in sozialen Netzwerken
Twitter

Facebook
Mein idea
Aktuelle Nachrichten und Reportagen!



ideaHeute
  • 23. April: SPRING - Bibelübersetzungen - Südsudan
  • 22. April: Syrien - Volker Kauder zum Islam - Osterkonferenz Gunzenhausen
  • 17. April: Wort zu Karfreitag
  • 16. April: Manfred Stolpe - Kuba - Militärseelsorge
  • 15. April: Nigeria - Gnade Gottes - Mediennutzung

Anzeige

Anzeige