18. Januar 2013
Ökumene
Vatikan: Ein Ordinariat für Lutheraner?

Rom/Wolfenbüttel/Hamburg (idea) – Können sich künftig evangelische Gemeinden der römisch-katholischen Kirche anschließen und dabei ihre bisherige geistliche Prägung behalten? Diese Möglichkeit hat der Präfekt der römischen Kongregation für die Glaubenslehre, Erzbischof Gerhard Ludwig Müller (Rom), kürzlich ins Gespräch gebracht. Nach Angaben des papstnahen Informationsdienstes „Catholic Culture“ kann sich Müller ein lutherisches Ordinariat innerhalb der römisch-katholischen Kirche vorstellen, wie es der Vatikan Anfang 2011 für Anglikaner eingerichtet habe. Ein Ordinariat ist eine rechtlich selbstständige Teilkirche innerhalb der katholischen Kirche, die neben den territorial festgelegten Bistümern besteht und eigene Gemeinden und Verwaltungsstrukturen hat. Von deutschen Lutheranern wird diese Idee unterschiedlich beurteilt.
Bischof Weber: Wer übertreten will, soll es komplett tun
Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), der braunschweigsche Landesbischof Prof. Friedrich Weber (Wolfenbüttel), weist Müllers Vorstoß als „undenkbar“ zurück. Für ein konfessionelles Mischwerk, wie es ein lutherisches Ordinariat darstellen würde, gebe es keine Basis, sagte er auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Weder kenne er genügend Lutheraner, die katholisch werden wollten, noch ließen sich die großen theologischen Unterschiede übersehen. Insbesondere eine Unterordnung unter das Papstamt komme für Protestanten nicht infrage. Lutheraner, die sich unter die Jurisdiktionsgewalt (Rechtsprechung) des Papstes stellten, könnten nicht Mitglied einer evangelischen Kirche sein. Weber zufolge treten Lutheraner für das fundamentale Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit ein. Dies bedeute auch, dass jeder Lutheraner frei sei, falls er zur römisch-katholischen Kirche gehören wolle, diese Wahl zu treffen. Deshalb sollte jemand, der in der katholischen Kirche eine größere Nähe zum Evangelium sehe als in der eigenen, „komplett übertreten“.
„Unökumenische Aufforderung zum Seitenwechsel“
Nach den Erläuterungen von Erzbischof Müller könnte die katholische Kirche den Lutheranern erlauben, ihre „legitimen Traditionen, die sie entwickelt haben“, beizubehalten und doch Mitglieder der katholischen Kirche zu werden. Einige Lutheraner seien der Meinung, dass die vom Reformator Martin Luther (1483-1546) geforderten Veränderungen in der katholischen Kirche mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil abgeschlossen seien. In Deutschland gebe es Protestanten, die vielfach katholische Traditionen bewahrt hätten. Dazu sagte Weber: „Wenn dies so vertreten worden sein sollte, würde offenbar unter ‚Einheit der Christen’ eine ‚Rückkehrökumene’ verstanden, die mit einer ‚unökumenischen Aufforderung zum Seitenwechsel’ vorbereitet werde.“
Bekennende Gemeinschaften führten Gespräche
Laut Weber wird im Vatikan schon seit längerem über ein lutherisches Ordinariat nachgedacht. Bisher sei es aber bei Gedankenspielen geblieben. Dass Erzbischof Müller die Idee öffentlich gemacht habe, beweise eine „neue Qualität“, die die evangelische Seite „genau zur Kenntnis nehmen“ müsse. Weber erinnerte daran, dass 25 Lutheraner aus Deutschland, Skandinavien und dem Baltikum im Februar 2012 mit leitenden Vertretern des Päpstlichen Rats für die Förderung der Einheit der Christen sowie der Glaubenskongregation Kontaktgespräche geführt hätten. Den anschließenden Pressemeldungen habe er entnommen, dass es der lutherischen Delegation darum gegangen sei, „die auch nach der Reformation erhalten gebliebenen Gemeinsamkeiten zwischen der römisch-katholischen Kirche und den lutherischen Kirchen herauszustellen“. An dem Treffen im Gästehaus des Vatikans nahmen auch der Präsident der theologisch konservativen Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, Pastor Ulrich Rüß (Hamburg), und der Ehrenpräsident der Konferenz, Prof. Peter Beyerhaus (Gomaringen bei Tübingen), teil.
Rüß: Ein neuer Impuls für das ökumenische Gespräch
Im Gegensatz zu Weber plädiert Rüß für eine differenzierte Bewertung von Müllers Vorstoß. Die Möglichkeit eines Ordinariats für Lutheraner gebe der Ökumene „eine neue, bisher nicht vorstellbare Dimension und einen neuen Impuls für das ökumenische Gespräch“, erklärte er auf Anfrage von idea. Klärungsbedarf gebe es aber im Blick auf die Frage, ob ein Lutheraner wirklich innerhalb der katholischen Kirche leben könne, ohne seine „lutherische Identität“ zu leugnen, und wie die katholische Kirche es den Lutheranern erlauben könnte, ihre legitimen Traditionen beizubehalten. Rüß zufolge wird der Wunsch nach Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche von einzelnen Lutheranern und lutherischen Gruppen in vielen Ländern geteilt. Sie wiesen zu recht darauf hin, dass Luther keine Kirchenspaltung, sondern eine Reform der Kirche gewollt habe, und dass die durch das Zweite Vatikanische Konzil veränderte katholische Kirche von heute nicht mit der desolaten Kirche zur Zeit Luthers gleichzusetzen sei. Einige Lutheraner sähen das Zentrum des christlichen Glaubens und der lutherischen Reformation in der „real existierenden lutherischen Kirche“ schlechter aufgestellt als in der katholischen Kirche. Die evangelische Kirche gefährde ihre reformatorische Identität im Sog von Säkularisierung und Zeitgeist, und durch ihren Pluralismus sei sie ein unberechenbarer ökumenischer Gesprächspartner. Deshalb stagniere der offizielle ökumenische Dialog der lutherischen Kirche mit Rom. Erschwerend sei auch, dass die evangelische Seite unter Ökumene nur die gegenseitige Anerkennung dessen, was ist, verstehe. Fragen nach der Wahrheit in Glauben und Lehre würden nicht bearbeitet, und das Ziel einer Gesamtkirche werde nicht im Auge behalten.
Von der Begrüßungs- zur Arbeitsökumene
Für Rüß besteht der ökumenischer Dialog in hartem theologischen Arbeiten unter Anrufung des Heiligen Geistes, das über ein gegenseitiges Sichbestätigen und Anerkennen hinausgehe: „Die gegenwärtige nette Begrüßungsökumene muss sich zur theologischen Arbeitsökumene entwickeln, die neu um die Wahrheit ringt.“ Rüß plädiert für „eine christuszentrierte-trinitarische Bekenntnisökumene“. Die gemeinsame Ausrichtung auf die Mitte des Glaubens ermutige auf dem Weg zur Einheit. Die Lutheraner könnten für die Ökumene ein großer Gewinn sein, wenn sie wirklich Lutheraner im Sinne Luthers wären, so Rüß.


@Germane: Schön, dass Sie so sachlich bleiben...von daher erspare ich mir jetzt einen weiter ausführlichen Kommentar, ich denke es ist genug darüber gesagt worden.
6. Nur weil vielleicht Ungeübte auf seine Irreführung: Sie sagt also "...Mutter meines Gottes" hereinfallen könnten, hier die kurz und hoffentlich heilsame Korrektur. Jesus hatte als Gott keine Mutter, denn er ist als Gottessohn von Gott dem Vater nicht geschaffen, sondern gezeugt worden, der das sagt »ehe Abraham war, bin ich«. Und Maria kam 2000 Jahre nach Abraham! Und Maria ist die Mutter des Menschen Jesu. Und daher hatte Jesus zwei Leben: das menschliche Leben, das er am Kreuz für die Sünden der Welt gab, kraft seines göttlichen Lebens, in dem er die Kraft hatte, irdisches Leben zu nehmen und zu geben! Der Begriff Gottesmutter wird von der Bibel widerlegt! Und für die immer noch Zweifelnden: Jesus streckte seine Hand aus über seine Jünger und sagte: »seht da, meine Mutter und meine Brüder! Denn wer den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter!« Also wieder ein Eigentor unseres „Es ist doch wohl Wurst-alypius“! --- 7. Und er macht noch einen typischen Versuch mit dem Zitat: "Seid also standhaft, Brüder, und haltet an den ÜBERLIEFERUNGEN fest,..“ und verschweigt dabei, dass Paulus die alttestamentlichen Überlieferungen und sein Evangelium nur meinen konnte, nicht aber die nach ihm entstehenden voller Irrtümer und Widersprüche steckenden, wie bereits Luther bekannt gab, ca. 150 Bände katholischer Überlieferungen, die im Verhältnis zur Bibel wie 150 : 1 stehen, und die kein „Papst“, kein „Erzbischof“ geschweige denn ein „Laie“ – bei den Katholiken gibt es Laien – kennen kann. Die er aber befolgen soll, um selig zu werden. Ein Unding. --- 8. Ebenso unzutreffend ist, dass erst im vierten Jahrhundert entschieden wurde, welche Schriften zur Heiligen Schrift gehören. Ganz im Gegenteil bis dahin war es völlig unstrittig und erst dann kamen Einflüsse des Allversöhners Origines mit seiner Gnosis aus dem Irrlehrenzentrum Alexandria in die fehlerhafte Vulgata des Hieronymus. --- 9. Und zu seiner Empfehlung: die 3 Bände von Herrn Ratzinger über Jesus zu lesen, kann man hier am besten die Folgen an Verwirrung und Durcheinander erkennen, die eintreten können, wenn man , diese Sekundärliteratur von Herrn Ratzinger ernst nimmt, anstatt sich über Jesus in der einzigen Originalliteratur, nämlich der Heiligen Schrift, zu orientieren. Noch viel besser als in dem hier empfohlenen "katholischen Katechismus“ sind die Irrlehren diese Organisationen in deren Dogmensammlung der Jesuiten Neuner-Roos: „Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung“ zu erkennen mit den darin nachlesbaren tatsächlichen Verfluchungen aller gläubigen Christen, die zum Beispiel Heilsgewissheit haben, durch die Kurie in Rom. Und leider sehe ich auch die diesbezügliche Blindheit der Blindenführer in den „evangelischen“ Kirchen. --- 10. Wenn unser „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ die ausgezeichneten Bücher von Dave Hunt lächerlich findet, weil der angeblich alles verdreht, so stellt er sich mit dieser Beurteilung selber sein eigenes Zeugnis aus, wie die obigen Beweise belegen. Und wo Fakten durch Spekulation ersetzt werden ist es dann auch ein kleiner Schritt aus der dreifachen Reparatur der dreifachen Verleugnung ein Petrusamt zu erfinden, dass es nie gab und nicht gibt, die Geschichte auf den Kopf zu stellen mit der Behauptung, zuerst seine Tradition dagewesen, obwohl nachweislich zuerst die Briefe des Paulus in den kleinasiatischen und griechischen Gemeinden herumgereicht wurden dann akribisch abgeschrieben wurden von Generation zu Generation und schließlich bei der Eroberung von Konstantinopel 1453 von den dortigen Gelehrten nach Westeuropa gebracht wurden, wo sie von Erasmus von Rotterdam zum Textus Rezeptus, dem griechischen Neuen Testament, zusammengefasst wurden auf dessen glaubwürdigster Basis alle reformatorischen evangelischen Bibeln bis 1912 gründeten, die die größten Erweckungsbewegungen in der Menschheitsgeschichte trugen. --- 11. Statt hier auf weitere Verwirrungen von unserem „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ einzugehen, empfehle ich das Buch: »Die Frau und das Tier« von Dave Hunt, CLV Verlag, in dem vieles über die Tyrannei, die Fälschungen, die Verbrechen, und die auch heute noch unglaubliche politische Macht der römischen Kurie zum Beispiel beim Untergang der Sowjetunion, Seite 220, dargelegt wird. Wer das wahre Gesicht Roms sehen will, der lese deren Wälzer "Una Sancta“, und er wird für den Rest seines Lebens von allen Illusionen geheilt sein.
1. Also für alypius gilt: Es ist doch wohl Wurst, ob ob dort nun allein "Hure", oder "Mutter der Huren" steht! Dann gilt für ihn das gleiche wohl auch für Mutter und Tochter, Vater oder Sohn, Isaak oder Ismael! Offenbar hat unser „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ noch nichts davon gelesen, dass das Wort der einzigen Heiligen Schrift in der Menschheitsgeschichte siebenmal geläutert ist, vom Herrn ewiglich behütet, Psalm 12, vom Heiligen Geist eingegeben, eingehaucht ist und damit Wort Jesu ist, der sagt: »Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.« Aber liebe Leser, das Wissen können Sie alles nicht von einem Mitglied der Organisation erwarten, die von Jesus in der Offenbarung „Hure Babylon“, „Mutter der Huren“, genannt wird und die ihren Mitgliedern lange Zeit den Besitz einer Bibel verboten hat und die Besitzer von Bibeln über Jahrhunderte ermordete. Im katholischen Belgien war der Besitz einer Bibel noch bis 1960 verboten! Daher ließen sich belgische Offiziere vom Vater meines Nachbarn nach 1945 die Bibel, dieses für sie unbekannte Buch, erst einmal erklären, was ist das für ein Buch, was sagt es aus, welche Bedeutung hat es für mich? Ich bin sicher, zumindest Jesus wird unserem armen „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ am Ende klar machen, was heiligstes Wort Gottes ist und was Wurst ist! --- 2. Aber eines hat unser „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ ebenfalls richtig erkannt, die Hure Babylon ist die große Stadt und wird hoffentlich noch erkennen, dass dies eine Doppelbezeichnung ist, die nach Offenbarung 17,1 die große Hure ist, d.h. die abgefallene und Götzen anhängende untreu gewordene Gemeinde ist, die an vielen Wassern, also Volker sitzt und damit die Organisation ist, die über 1,2 Milliarden Menschen herrscht. Und er wird sicherlich auch noch erkennen, dass die Verdammung von Sodom und Gomorra letztlich nicht auf die Steine der Stadt abzielt, sondern auf die Menschen, wie die Bibel ausführlich erläutert. Und dann wird unser „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ vielleicht im Gegensatz zu seinen jetzigen Behauptungen auch erkennen, dass Jerusalem nicht die große Hure sein kann, weil sie von Jesus dort ganz anders und zwar als Sodom und Ägypten bezeichnet wird! --- 3. Unser „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ lehrt: Offenbarung 18, wo eigentlich gar nichts mehr für die Auslegung auf die Katholische Kirche passt. Die Bibel lehrt in Offenbarung 18 die Vernichtung der Hure Babylon in 1 h als Gottes Rache und in Offenbarung 19 wird noch das große Halleluja einer großen Volksmenge im Himmel ergänzt die noch sagt »und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit«, so endet Rom, so endet die Katholische Kirche laut dem biblischen Zeugnis! --- 4. Die nächste Textverwirrung versucht unser „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ vergeblich mit dem "Blut von vielen Propheten und Heiligen". Vergeblich deswegen, weil Jesus Christus in der Personenbeschreibung der großen Hure Babylon noch kennzeichnender hinzu gefügt hat: »berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu« jeder, der halbwegs in der Schule aufgepasst hat, weiß, dass die Verantwortlichen von Jerusalem eine überschaubare kleinere Anzahl der Jünger Jesu auf dem Gewissen haben. Die riesige Menge von Zeugen Jesu aber, wurde von Rom, der katholischen „Kirche“, der großen Hure Babylon, hingerichtet bzw. verurteilt, was von weltlichen Knechten vollstreckt werden musste. Ein sogen. "Papst" ließ an einem einzigen Nachmittag in Südfrankreich mehr Gläubige abschlachten als römische Kaiser in ihrem ganzen Leben! Noch Fragen Kienzle? Und ebenso kann die wahre Kirche Jesu nur die sein, die andere Christen nicht über Jahrhunderte verfolgt und tötet, sondern die Trennung von Unkraut den Engeln am jüngsten Tag überlässt. --- 5. Auch sein Satz: »Ebenso war diese Farbe den Kaisern vorbehalten«, ist ein Eigentor, denn welche Herrschaften sahen sich noch über den Kaisern stehend, nun, das waren die Herrschaften, die sich "Päpste" nannten! Sie brauchten am meisten davon! Darum ließ es Jesus in ihre Personenbeschreibung setzen. Also auch das ist nur wieder ein Beweis gegen die Irreführungen unser „Es ist doch wohl Wurst-alypius“ 6.
Sie sind aber auch echt gut im Verwirren! Es ist doch wohl Wurst, ob ob dort nun allein "Hure", oder "Mutter der Huren" steht! Fest steht, dass der Schreiber später ausdrücklich sagt, diese (von mir aus) "Mutter der Huren" ist die "große Stadt, die die Herrschaft über die Könige der Erde hat" (Offb. 17, 18) Es ist also definitif eine Stadt! Im übrigen, wo hat heute die Katholische Kirche die Macht über die Könige der Welt? Übrigens ist das mit der Farben auch nicht so ganz stimmig. Rot und Purpur sind in erster Linie Farben der Macht, und wurde auch in Jerusalem von den jüdischen Priestern für den Dienst am Heiligtum getragen (Exodus 39, 1-2. 8-14). Wenn die Bibel wirklich "heilige Schrift" ist, dann darf man auch in ihr, gerade im Alten Testament nach Belegen suchen. Nichts anderes tut Petrus, wenn er als Gegenbild der Sintflut die Taufe sieht, oder wenn man Stellen aus dem Alten Testament auf Christus bezieht. Wenn Sie mir den Vorwurf machen, ich hätte nicht den Text im Gesamten genommen, so muss ich diesen Vorwurf an Sie zurückgeben: Sie haben ebenso nur ein paar Teile aus Offenbarung 17 genannt, nicht aber aus Offenbarung 18, wo eigentlich gar nichts mehr für die Auslegung auf die Katholische Kirche passt. Sie bedenken auch nicht, dass nur wenige Verse vorher der Tempel (der ja in Jerusalem steht) mit der großen Stadt gleichgesetzt wird: "Gott hatte sich an Babylon die Große erinnert" (siehe Offenbarung 16, 17-19). Damit ist bereits vorher klar, wer und was gemeint ist. Die Farben Purpur und Scharlach sind im Übrigen ganz allgemein gesprochen Farben der Macht, weswegen sie sich sehr wohl auch auf Jerusalem beziehen können (gerade wenn wir von der Zeit Jesu sprechen). Ebenso war diese Farbe den Kaisern vorbehalten. Vielleicht noch etwas: von der Hure wird gesagt, dass sich in ihr das Blut von vielen Propheten und Heiligen befindet (Offb. 18, 24). Das erinnert mich sehr an Jesu Rede in Lukas 11, 47-51, wo er sagt, dass man die Propheten umgebracht hat und auch die Apostel umbringen wird. Weiter Lukas 13, 31-34: "....Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind." Was haben Sie eigentlich gegen den Begriff Gottesmutter? Der steht schon in der Bibel: als Maria zu Elisabeth geht, sagt sie "Und woher geschieht mir dies, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?" (Lukas 1, 43) Frage an Sie: wer ist der HERR? Sicher meint Elisabeth den, der schon immer "HERR" genannt wurde "Gott". Sie sagt also "...Mutter meines Gottes". Zu Recht ist Maria "Gottesmutter" - an dem Begriff ist nichts Verkehrtes, es sein denn, Sie leugnen die Gottheit Jesu! Auf Ihre These mit Nimrod gehe ich jetzt mal nicht ein. Noch zum Petrusamt: Bitte nehmen Sie doch auch dort die GANZE Begebenheit: denn Jesus sagt auch zu Petrus (3x) "Weide meine Schafe!". Ich sehe ganz klar, dass es in der Urkirche, dass lässt sich am ersten Apostelkonzil sehen, einen Leitungskreis der ganzen Kirche gegeben hat, dessen Vorsteher Petrus war. Dieses Prinzip dauert bis heute an. Ich muss Ihnen auch noch ehrlicherweise sagen, dass ich nicht glaube, dass die Heilige Schrift alleine Grundlage des christlichen Glaubens ist. Die neutestamentlichen Schriften geben uns nur einen Abriss dessen wieder, was in der Urkirche wirklich los war. Und mal ehrlich: was war zuerst? Schrift oder Tradition? Wenn Sie ehrlich vor sich selbst sind, müssen Sie zugeben, die Tradition! Die neutestamentlichen Schriften wurden lange nach Jesu Tod und der ersten Jahre der Kirche geschrieben. Selbst Paulus sagt, wir sollen uns auch an die mündliche Tradition halten: "Seid also standhaft, Brüder, und haltet an den ÜBERLIEFERUNGEN fest, in denen wir euch unterwiesen haben, sei es MÜNDLICH, sei es durch einen Brief." - 2. Thess. 2,15. Ebenso halte ich mich daran, dass Paulus sagt, dass die KIRCHE "die Säule und das Fundament der Wahrheit ist" (1. Tim. 3, 15). Die Frage, welche Kirche, das ist, überlasse ich jetzt mal Ihnen, es kann ja nur eine geben, weil es nur eine Wahrheit gibt. Ebenso hat ja auch die KIRCHE erst im vierten Jahrhundert entschieden, welche Schriften zur Heiligen Schrift gehören. Das war ja bis dahin ganz unklar! Noch ein Letztes zum Begriff Heiliger Vater: wie Sie sicher wissen, benennt der Apostel Paulus die Mitglieder der ersten Gemeinde als "Heilige". Johannes nennt in seinen Briefen die Mitglieder "Meine Kinder", woraus wir schließen können, dass man ihn mit Sicherheit "Vater" nannte. Von daher ist der Begriff "heiliger Vater" nicht so ein Sakrileg, wie Sie vielleicht denken. Ich kenne das Buch Dave Hunt und finde es lächerlich, da er alles verdreht und die Lehren der Katholischen Kirche in keinster Weise kennt. Lesen Sie doch zur Abwechslung mal die 3 Bände des jetzigen Papstes über Jesus. Oder den katholischen Katechismus. Glauben Sie mir, die Katholische Kirche ist bibeltreuer als Sie vielleicht denken!
Für diejenigen, die bisher noch nicht die Irreführungen im Text von „alypius“ erkannt haben: Der erste große Fehler in seinen Ausführungen liegt darin, dass er nur den Teilbegriff Hure nimmt und zu verschiedenen Stellen in der Bibel springt, in denen auch von einer Hure die Rede ist, damit begeht er den grundsätzlichen Fehler, falsch zu zitieren und eine Gesamtbeschreibung zu zerpflücken. Mit solchen Methoden arbeiten Sekten und kommen zu entsprechenden irrigen Auffassungen. Je ausführlicher die Beschreibung desto eindeutiger das Objekt! Beweis: Die Gesamtbeschreibung dieser Hure Babylon, die in der Offenbarung 16-19 reicht, lautet zum Beispiel „Mutter der Huren“ und „der Greuel der Erde“. Jerusalem wird nirgends als Mutter der Huren bezeichnet. Jerusalem wird nirgends als Mutter der Greuel der Erde bezeichnet. Die Staatsfarben der Hure Babylon sind Purpur und Scharlach. Jedes Kind kennt den Begriff der „Purpurträger“ im Vatikan, aber nicht in Jerusalem. Jeder Fernsehzuschauer sieht massenhaft das Scharlachrot in den Gewändern und Ausschmückungen dieser Monarchie auf dem Vatikanhügel. Diese Farben waren niemals die hervorstechenden Staatsfarben von Jerusalem. An der Stirn der Hure Babylon steht Mysterion = Geheimnis. Der Mysterienkult entstand in Babylon, das von Nimrod gegründet wurde, dessen ausnehmend schöne Frau Semiramis die nach dem Tod ihres Mannes Zentralfigur des gleichnamigen Kultes wurde, in dem man glaubte, dass Nimrod in der Person eines Sohnes übernatürlich wieder geboren wurde von Semiramis, die dann nach ihrem Tode vergoldet wurde, alle Macht von ihrem vergotteten Sohn erhielt und als Gottheitsmutter mit Sohn in den großen asiatischen und ägyptischen Regionen Einzug hielt, bis ihr der Titel "Königin des Himmels" zuerkannt wurde. Die babylonischen Mysterien wurden unter dem Symbol eines goldenen Bechers dargestellt. Dieses und weiteres bei Pfarrer Lüscher, siehe unten. Kennt Jerusalem eine "Königin des Himmels" oder die römisch-katholische Kirche? Die Hure Babylon ist berauscht vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Welche Organisationen, die in einer Stadt auf sieben Hügeln residiert, hat mehr tödliche Verfolgungen gegen die treuen Zeugen Jesu durchgeführt als die römisch-katholische Kirche? Das wird niemals von Jerusalem gesagt. Die große Hure in der Siebenhügelstadt sitzt an vielen Wassern gleich vielen Völkern. Der Monarch der römischen Kirche herrscht angeblich über 1,2 Milliarden Menschen. Wann hat Jerusalem jemals über so viele Völker geherrscht? Die Hure Babylon hat mit den Königen der Erde Unzucht getrieben und vom Wein dieser Unzucht sind die Bewohner der Erde trunken geworden. Wo und wann hat Jerusalem jemals die Könige der Welt so beeinflusst und die Weltbevölkerung so trunken gemacht? Der Monarch des Vatikans nennt sich Papst und Heiliger Vater und sitzt angeblich auf dem Stuhl Petri. Hätten die Damen und Herren im Vatikan das Neue Testament gründlich genug gelesen, dann hätten sie auf das Verbot Jesu in Matthäus 23,9 stoßen müssen, in dem Jesus den Gebrauch des Titels Pater = Papst = Vater streng verbietet mit Hinweis darauf, dass dieser Titel nur einem, dem Vater im Himmel zusteht. Die Nennung des natürlichen Vaters als einen solchen ist natürlich kein Gebrauch eines "Titels". Den Titel "Heiliger Vater" verwendet Jesus meines Wissens nur ein einziges Mal im Hohepriesterlichen Gebet im Garten Gethsemane! Gibt es etwas Gotteslästerlicheres, als sich diesen Titel als Mensch anzumaßen und unablässig zu verwenden? Selbst bescheidene Griechischkenntnisse reichen aus, um festzustellen, dass Jesus Christus nach Matthäus 16,18 seine Gemeinde niemals auf Petrus gegründet hat. Denn er nennt dort Petrus wirklich nur Petros, d.h. ein kleiner Stein oder Steinmann und dann fügt Jesus hinzu, die Gemeinde aber gründet er auf Petra und das ist der Fels und als dieser Fels wird in der gesamten Heiligen Schrift niemals ein Mensch sondern immer nur Jesus Christus bezeichnet, zum Beispiel der geistliche Fels, der mit den Kindern Israels aus Ägypten auszog. Von daher gibt es auch keinen Stuhl Petri. Nach Galater 2 haben sich Petrus und die übrigen Apostel aus der Weltmission verabschiedet und diese nur noch Paulus, denn die Bibel allein als Lehrer der Heiden bezeichnet, überlassen, der mehr arbeitete als sie alle! Ein Hinweis darauf, das Petrus damals nicht in Rom war, kann daraus geschlussfolgert werden dass Paulus berichtet, dass er nur dorthin geht, um zu evangelisieren, wo noch nie ein anderer war! Vertiefen Sie Ihre Kenntnisse in dem Buch die »Die Frau und das Tier« von Dave Hunt , CLV Verlag bzw. in dem kleinen Büchlein »Babylon Weihnachten und Ostern« von dem Schweizer Pfarrer Albert Lüscher, Pflugverlag Langenthal.
@alypius @Germane. Letztes Jahr bin ich auch so auf Jerusalem gestoßen. Das heißt aber nicht, dass Rom weniger Hure ist. Nehmen wir Nord- und Südreich: Erst Teilung, dann Abfall des Nordreiches, später dann das Südreich. Gott spricht von Ohola und Oholibama. Das ist ähnlich bei den Christen. Das katholische Nordreich und das protestantische Südreich. Die große Spaltung bei der Reformation. Der Abfall Roms, und jetzt sind bereits weite Teile der Reformation abgefallen in verschiedene Richtungen, von denen wiederum viele sich die Krone der Homosexualität aufgesetzt haben. Die Juden haben ihre Hure Jerusalem, die Christenheit ihre in Rom. So viel wie von Nordreich Israel übrig geblieben ist, dürfte auch vom christlichen Nordreich übrig bleiben. Entsprechend auch bei den Südreichen. In all dem Chaos baut Jeshua seine Gemeinde ausschließlich durch den Heiligen Geist und seine Gesalbten, sowohl in Israel als auch im Rest der Welt. --- Die Karte der 7 Gemeinden in Kleinasien bilden übrigens eine 7, deren Verlängerung in Jerusalem landet. --- Würde man die Sendschreiben einmal auf den Globus heften, um zu betrachten welche Region welches Schreiben abbekäme, würde möglicherweise China den besten Platz einnehmen und Europa vielleicht den letzten?
@Markus: Welcher Schaden entsteht denn dadurch, dass etwa 100 Lutheraner Kirchengemeinschaft nur mit denen pflegen, die ihrer Lehre gemäß nicht einer Irrlehre im Amtsverständnis folgen? Ist das nicht Gehorsam gegenüber dem biblischen Befehl "Weichet von den Irrlehrern". Ich nehme persönlich Irrlehre an bei mir klarem Verstoß gegen die Bibel, was ich weit großzügiger sehe als die konservativen Lutheraner. Aber diese folgen - wie gesagt - im Grundsatz Gottes Gebot. Und "Rom" verkündet eindeutig ein anderes Evangelium, wonach auch Nichtchristen das Ewige Heil erlangen können. Und von solchen zu weichen, bekennt Gottes Wort ebenfalls. Dass auch Irrlehrer und ihre Anhänger Christen sein können, lehren ja auch diese konservativen Lutheraner.
@Germane: Das ist ja schlimm, dass Sie ernsthaft meinen, die katholische Kirche sein die Hure Babylon. Wenn Sie mal genau lesen würden, ist sowohl im Zusammenhang mit Offenbarung 11, 8 "die große Stadt" als auch Jesaja 1, 21 "Hure" eindeutig Jerusalem gemeint! Eine weitere Schlüsselstelle ist Hesekiel 16, 1-32. Hier finden sich alle Metaphern wieder: Gold, Silber, Hure, Unzucht usw. In der Elberfelder Stdienbibel ist dieses Kapitel auch überschrieben mit "Jerusalem wird zur Hure". Des Weiteren: Hosea 1,2: "Denn wie eine Dirne wendet sich DEIN LAND vom Herrn ab". Ein weiterer Grund wäre, dass das alte Jerusalem später vernichtet wird, und es ein neues Jerusalem geben wird, das vom Himmel kommt. Übrigens war auch Jerusalem zur Zeit Jesu die Stadt mit sieben Hügeln. Diese sieben Hügel sind: 1.) Gareb; 2.) Goath; 3.) Akra; 4.) Bezetha; 5.) Morjia; 6.) Ofel; 7.) Berg Zion Also bitte vorsichtig mit solchen Äußerungen! Außerdem hätte es Gott schon sehr schlimm mit den Christen gemeint, wenn ausgerechnet die größte christliche Kirche, zu der ja dann auch die orthodoxen und koptischen Christen gehören, da sie ja in der Lehre sehr ähnlich sind, seit Jahrhunderten die Hure Babylon wären!
@Markus: Die im Ergebnis minimalste Unterscheidung in der Amtslehre zwischen der ELFK und den von ihr abgespaltenen wohl ca. 100 (!) Lutheranern ist im Vergleich zu dem, was die tägliche Lehre und Praxis in EKD und "Rom" ist (die beide bis in höchste Kreise in Grundfragen völlig gespalten sind), eine kleine Pfütze gegen den Atlantischen Ozean. Und in den USA zählt die ELFK-Schwesterkirche WELS fast 400.000 Mitglieder und die stärker als die SELK konservativ geprägte SELK-Schwesterkirche LC-MS mit rund 2, 3 Millionen ist. Wer sich als bekentnistreuer Lutheraner nicht der ELFK anschließt, sondern der EKD oder "Rom", ähnelt einem Menschen, der mit einem total TÜV-untauglichem Auto durch die Gegend fährt, weil ihm beim neuesten Luxusauto die Farbe des Aschenbechers nicht gefällt.
Mit Speck fängt man dumme Mäuse. Vorausgesetzt, dass diese idea-Mitteilung Äußerungen dieses ‚Vatikan-Müller’ richtig wiedergibt, so erkennt der gläubige Christ, dass allein schon der Begriff "geistliche Prägung" viel schwammiger und beliebiger interpretiert werden kann als der biblische Begriff des lebendigen Glaubens an Gott, den Vater und seinen eingeborenen Sohn, Jesus Christus. Die Verlockung die mit diesem nebulösen Begriff hier verbunden wird, erinnert mich an die menschlich verständliche verlockende, aber von Jesus Christus verdammte Aussage unseres lieben Bruders Petrus "Herr, das widerfahren dir nur nicht" mit den Worten: "Weiche von mir, Satan!", Matthäus 16,23 Wer sich überhaupt offen für solche Verlockungen zeigt, scheint mir noch immer nicht erfasst zu haben, dass schon 1500 Jahre vor den Reformatoren Jesus Christus selbst seinem Jünger Johannes in der Offenbarung die Bezeichnung Hure Babylon für die Organisationen mitteilen lässt, die ihre Herrschaft von der "sieben Hügel-Stadt" ausgeübt, wie Rom bekanntlich seit ca. 2000 Jahren bezeichnet wird, die an den vielen Wassern gleich vielen Völkern sitzt, die mit den Königen der Erde Hurerei getrieben hat und die mit dem Wein ihrer Unzucht die Bewohner der Erde trunken gemacht hat. Diese Hure wird von Jesus selbst beschrieben als von Purpur, Scharlach, Gold, Edelsteinen und Perlen bedeckt ist und als Kennzeichen einen goldenen Becher in der Hand hat voll von Gräueln der Unreinheit ihrer Unzucht und berauscht ist vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu. Die Kirchengeschichte nennt die Täter. Neuerlich las ich, dass jemand die Verfluchungen der römisch-katholischen Kirche über die evangelischen Christen gezählt hat und auf über 130 kam. Diese sollten wir exakt ermitteln und proklamieren, um naive blinde Schäfchen zu warnen! Und bezogen auf die Hure Babylon gebietet Gott das Gegenteil und zwar: "Geht hinaus aus ihr, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfangt!" Offenbarung 18,4. Das göttliche Gebot heißt: Austreten statt Eintreten!
In Rom ein Ordinariat für die Ev. Kirche einzurichten, schafft auf jeden Fall neue Stellen für kath. Priester. Da es ja in allen Kreisen auch die ängstlichen Spatzen gibt, die sich gerne unter starken Flügeln Schutz suchen, kann man sich ausmalen, dass es sicherlich in begrenzten Einzelfällen vorkommen könnte. Einer Notruf-Hotline wird es wohl eher nicht bedürfen.
Und wie wäre es denn als Sahnehäuptchen oben drauf, das Lutherurteil, die Todesstrafe für "Wiedertäufer" einzuführen, um das Volk von der biblischen Taufe abzuhalten, die ja aus der ungeliebten hebräischen Tradition, der "Mizvah" ihren Ursprung hat. Ohne Untertauchen war die Reinigung nicht vollzogen und auch nicht anerkannt. Würde man in den Kirchen die volle Wahrheit, das volle Evangelium lehren, wäre der weltweite Abfall von der wahren Lehre gar nicht zu beklagen. So aber ersinnt man sich immer neue Wege, um noch weiter vom Wort abzufallen.
Die meisten Mainstream-Lutheraner verdrängen die Tatsache, dass es in den letzten Jahrzehnten viele Liberalisierungsbeschlüsse in den lutherischen Kirchen gegeben hat, die weder mit der Schrift noch mit Luther zu begründen sind und die von bedeutenden Teilen des Kirchenvolkes nicht mitgetragen werden. Wer z.B. die Frauenordination, die Leuenberger Konkordie oder die Segnung homosexueller Paare ablehnt, der ist längst mundtot gemacht worden, aber eben nicht ganz tot: noch fristen diese Brüder und Schwestern ihre Christenexistenz in irgendwelchen Verliesen, wo sie den herrschenden Zeitgeist nicht stören können. Es gibt viele Evangelische, deren Herz an ihrer Kirche hängt und blutet, weil diese sich so sehr geändert hat. Die Katholische Kirche ist diesen in der "Entwicklung" zurückgebliebenen Gläubigen theologisch und spirituell längst näher als die eigene Kirche, und das nicht so sehr, weil die Römer sich auf die Lutheraner zubewegt hätten, sondern weil das Mainsteam-Luthertum so weit vom Weg der Wahrheit abgedriftet ist, dass es einem frommen Lutheraner viel leichter ist, wieder katholisch zu werden als neuevangelisch. Was kann diesen bedrängten Gewissen Besseres widerfahren, als wenn der heilige Vater für sie die Tür zu seinem Haus auftut und sie sogar ermutigt, eigene Einrichtungsgegenstände mitzubringen? Vielleicht hat Gott in seiner Weisheit den Deutschen Joseph Ratzinger gerade deswegen auf den Stuhl Petri gesetzt, damit er die Spaltung, die der Deutsche Martin Luther verursacht hat, wieder heile. Das wäre eine wahrhaft göttliche Symmetrie und auch ein Zeichen, dass Gott seine Deutschen noch für brauchbar hält. Auf jeden Fall ist dies eine ganz besondere Zeit der Heimsuchung für die Evangelische Kirche; möge ihren Gliedern daraus viel Gnade und Heil erwachsen.
Ein lutherisches Ordinariat ist für bekenntnisbewusste Lutheraner ganz sicher kein Weg. Rom ist da sicher keine Alternative. Neben den nachwievor bestehenden theologischen Unterschieden seit der Reformation (Heiligen- und Marienkult, Messopfer, Papstamt, Rechtfertigungs- und Amstlehre, usw.), kommt zumindest in Deutschland hinzu, dass es auch sehr viele liberale Strömungen in der römischen Kirche gibt und diese auch toleriert werden. Die Evangelisch-Lutherische Freikirche (ELFK) ist da auch nur sehr sehr bedingt eine Alternative. Denn ihre Amtslehre lässt sich keineswegs mit der Bibel und den lutherischen Bekenntnisschriften in Einklang bringen. Nicht umsonst hat es nach Einführung der neuen Amtslehre Abspaltungen von Gemeinden und Pfarrern gegeben. Nun schweben da freie lutherische Gemeinden mit ihren Pfarrern herum, die nur noch mit sich selber Kirchen- und Abendmahlsgemeinschaft pflegen. Das kann es ja dann auch nicht sein.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wenn dann die ersten Evangelischen ("Lutheraner" sollten sie sich dann wirklich nicht mehr nennen) in den Schoß der Mutter Kirche zurückgekehrt sind, wird sich die wahre Realität (was sind "legitime Traditionen" der sich Unterwerfenden? - das werden dann wohl der Papst oder Erzbischof Müller definieren!) der "brüderlichen Handreichung" zeigen. Und Herr Rüß sieht sich wohl schon als "Minipapst" dieser Bewegung. Na, dann mal auf zur katholischen Kirche. Auf jeden Fall wird sich so die Spreu vom Weizen trennen.
Das ist doch die Lösung! Es bräuchten nur zwei oder drei sächsische Gemeinden ins "lutherische Ordinariat" zu wechseln und schon haben wir so etwas wie eine Bekenntnissynode. Zumindest wäre das endlich mal ein Zeichen, dass die Frommen doch nicht nur protestieren und protestieren und protestieren - um am Ende doch immer wieder umzufallen und alle Kröten zu schlucken. Na ja, man wird doch mal träumen dürfen.
Ist es jetzt soweit? Werden jetzt, nachdem die Anglikaner an die Mutterbrust der römisch-katholischen Kirche gedrückt wurden, die Lutheraner gedrückt? Dann anschließend die Freikirchen? Dann noch alle Weltreligionen? Das ist also die Form der Mission der römisch-katholischen Kirche? Gar nicht so unbiblisch der Gedanke der Welteinheitskirche - die Bibel nennt das aber irgendwie anders - wenn ich richtig gelesen habe "Hure Babylon". Also ran an den Speck, der sich Ökumene nennt.
Bischof Weber schlägt mit seinen Argumenten in die Luft, denn wer sich unter die Jurisdiktion des Papstes begibt, wird bestimmt nicht mehr Mitglied einer evangelischen Kirche sein wollen. Viele Evangelische warten auf ein solches Ordinariat. Allerdings sollte es besser "evangelisches" statt "lutherisches" Ordinariat heißen; man will doch schließlich nicht Luther die Treue halten sondern Christus und seinem Evangelium. Da hätte man dann auch schon ein gutes Kriterium für das, was "Lutheraner" im Ordinariat beibehalten und weiter pflegen könnten. Diese Nachricht ist ein wunderbarer Auftakt zur Gebetswoche für die Einheit der Christen. Gelobt sei Gott.
Ein Ordinariat für Lutheraner ist ein Unding. Jemand, der wirklich bibel- und bekenntnistreu lutherisch ist, wird nicht nach Rom gehen, weder halb, unter dem Ordinariat, noch ganz, denn er steht eindeutig zur Rechtfertigung, Rettung allein aus Gnaden, allein um Christi Verdienst für uns willen, allein durch den Glauben; er bekennt eindeutig, dass allein die Bibel Autorität in der Kirche hat und sonst niemand, auch kein Papst, keine Hierarchie, keine Tradition, keine Wissenschaft. Er verwirft eindeutig die Messe als Opfer, als das schlimmste aller Greuel. Er verwirft auch den Heiligen- und Marienkult, eine angeblich von Gott eingesetzte Hierarchie, den römischen Sakramentsbegriff, der das Heil vom Mitwirken des Menschen und vor allem vom "Priester" abhängig macht. Wer wirklich bibel- und bekenntnistreu lutherisch sein will, der findet geistliche Heimat etwa in der Evangelisch-Lutherischen Freikirche oder den verschiedenen freien lutherischen Gemeinden, die es inzwischen auch in Deutschland gibt. Das Männer wie Rüß und Beyerhaus das Ordinariat begrüßen würden, zeigt nur, wie weit sie sich von der Schrift und der lutherischen Reformation bereits entfernt haben.
Darf ich Hern Pastor Rüß herzlich bitten, mir Lutheraner zu nennen, die das Herzstück des christlichen Glaubens und der Reformation eher in der Röimsch-Katholischen Kirche als in der in BRD ja real seit fast 150 Jahren existierenden Evangelisch-Lutherischen Freikirche (ELFK) oder der SELK oder deren größter Schwesterkirche Lutheran Church-Missouri-Synod oder der Wisconsin Evangelical Lutheran Synod (größter Schwesterkirche der ELFK) verwirklicht sieht? Und wie begründen diese "Lutheraner" dies aus den lutherischen Bekenntnissen?