Dienstag, 18.06.2013

27. Dezember 2012

Iran

Pastor Nadarkhani wieder im Gefängnis

Pastor Nadarkhani wieder im Gefängnis
Medienberichten zufolge wurde der 35-Jährige Pastor am ersten Weihnachtstag verhaftet. Foto: PR

Rascht/London (idea) – Der iranische Pastor Youcef Nadarkhani ist Medienberichten zufolge wieder in Haft. Angeblich wurde der 35-Jährige am ersten Weihnachtsfeiertag in seiner Heimatstadt Rascht festgenommen. Zur Begründung hieß es, Nadarkhani habe es nach seiner Entlassung im September versäumt, verschiedene Dokumente ordnungsgemäß auszufüllen. Außerdem sei er zu früh aus der Haft entlassen worden und müsse für weitere 40 Tage, die zur Bewährung ausgesetzt worden waren, wieder in Arrest. Der frühere Leiter einer Untergrundgemeinde war wegen „Abfalls vom Islam“ und „Verbreitung nicht-islamischer Lehren“ im Jahr 2009 zum Tode verurteilt worden und hatte seitdem im Gefängnis gesessen. Sein Fall hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Nachdem sich Politiker und Menschenrechtler intensiv für seine Freilassung eingesetzt hatten, war Nadarkhani im September nach 1.062 Tagen in Haft überraschend freigelassen worden. Der Chef des britischen Hilfswerkes „Christian Solidarity Worldwide“ (Christliche Solidarität weltweit), Mervyn Thomas (London), zeigte sich irritiert über die erneute Verhaftung Nadarkhanis: „Wir sind enttäuscht zu hören, Pastor Nadarkhani erneut im Gefängnis ist.“ Den Zeitpunkt der Verhaftung bezeichnete er als „unsensibel“. Auf diese Weise hätten seine Frau und die beiden Kinder Weihnachten wieder allein feiern müssen. Erst im November hatte sich Nadarkhani bei einer Konferenz von „Christian Solidarity Worldwide“ in London öffentlich für alle Gebete und alle Unterstützung bedankt, die er während seiner dreijährigen Haft erfahren habe.

Meinhardt: Unnachgiebig gegenüber jeglicher Art von Christenverfolgung

Eine kompromisslose und unnachgiebige Haltung gegenüber jeglicher Art von Christenverfolgung hat der FDP-Bundestagsabgeordnete Patrick Meinhardt gefordert. Er sei froh, dass die Bundesregierung die Frage der Religionsfreiheit mit so hoher Priorität versehe, erklärte er am 27. Dezember. Gerade die Entwicklungen in den Staaten des Arabischen Frühlings bereiteten ihm Sorge, so Meinhardt, der auch Sprecher der Christen in der FDP-Bundestagsfraktion ist. Das Maß der Christenverfolgung in Nigeria etwa habe Ausmaße erreicht, die erschreckend seien: „Die europäischen Länder sollten hier geschlossen ein unmissverständliches Zeichen senden. Wenn hier nicht energischer von der Regierung in Nigeria gehandelt wird, müssen auch Zuschüsse eingefroren werden.“ An Heiligabend hatten Unbekannte zwei Kirchen im Norden Nigerias angegriffen und zwölf Menschen getötet. In Potiskum, einer Bezirkshauptstadt im Bundesstaat Yobe, waren Bewaffnete in die Kirche eingedrungen und hatten sechs Christen umgebracht, darunter den Pfarrer. Anschließend setzten die Verbrecher das Gotteshaus in Brand. Ob die Anschläge von der radikal-islamischen Terrororganisation Boko Haram („Alles Westliche ist Sünde“) verübt wurden, ist bislang unklar. Die Gruppe kämpft für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im muslimisch geprägten Norden Nigerias. Zu ihren Opfern gehören neben Beamten und Einrichtungen der Bundesregierung vor allem Christen. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (Göttingen) kamen bei Angriffen der Terrorgruppe seit 2009 mehr als 3.000 Menschen um.

3 Leserkommentare
Katharina | 28.12.2012 um 10:38 Uhr

Die paar Tage mehr wird Nadarkhani auf einer Backe absitzen! Schlimmer wäre es gewesen, wenn er nach seiner Haftentlassung bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen wäre, so wie es seit Jahren mehreren anderen entlassenen Christen passiert ist. "Haben sie mich verfolgt, werden Sie euch auch verfolgen".

| 27.12.2012 um 18:00 Uhr

Man sollte diesen islamistischen Fanatikern - wo auch immer und in welcher Position sie ihr Unwesen treiben - klarmachen, dass sie es doch bitte ihrem Gott Allah überlassen sollen, über die angeblich "Ungläubigen" nach deren Tode zu urteilen; Mörder und Totschläger auf Erden braucht er nicht.

milan | 27.12.2012 um 17:21 Uhr

Die Hüter des Islam erinnern mich an die Baalspropheten gegenüber dem Propheten Elijahu. Da ihr Götze nicht in der Lage war, das kleinste Ding zu vollbringen, versuchten sie die Hölle in Bewegung zu bringen, indem sie sich unter anderem gar die Haut aufritzten und somit ihr Blutopfer spendeten. Täglich bringen die Muslime Blutopfer weltweit, dabei besteht der weitaus größte Teil aus Glaubensgenossen gleichen und ungleichen Verständnisses, dermaßen sind sie geblendet von der eigenen blutrünstigen Religion, die sie fälschlicherweise auf Ibrahim, dem biblischen Abraham zurückführen. --- Dass christliche Kirchenfürsten sich auf diesem Niveau eins machen, zeigt, dass sie nicht unterscheiden können zwischen den Charaktereigenschaften des Gottes der Bibel und den vorgetäuschten Eigenschaften des islamischen Götzen.

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